Messe
Kleemann-Anlagenzug überzeugt auf der IFAT Munich 2026
Die Anforderungen an wirtschaftliches und ressourcenschonendes Bauen steigen kontinuierlich. Insbesondere im Straßenbau rückt die effiziente Wiederverwertung von Ausbauasphalt zunehmend in den Fokus von Bauunternehmen, Mischanlagenbetreibern und öffentlichen Auftraggebern. Auf der IFAT Munich 2026 zeigte Kleemann, wie moderne Aufbereitungstechnik den Recyclingkreislauf im Asphaltbau praxisnah unterstützen kann. Im Mittelpunkt des Messeauftritts stand ein leistungsfähiger Anlagenzug, der in der sogenannten Crushing Zone live demonstrierte, wie sich Ausbauasphalt effizient und qualitätsorientiert aufbereiten lässt.
Live-Demonstration des Kleemann Anlagenzugs in der Crushing Zone
Mit der Kombination aus der Grobstücksiebanlage MOBISCREEN MSS 502 EVO, dem Prallbrecher MOBIREX MR 100 NEO sowie dem Haldenband MBT 20 präsentierte Kleemann einen Anlagenzug, der speziell auf die Anforderungen moderner Asphaltaufbereitung ausgelegt ist. Die Live-Demonstrationen auf der IFAT Munich 2026 machten deutlich, wie entscheidend das abgestimmte Zusammenspiel einzelner Prozessschritte für die Qualität des Endmaterials ist.
Im Zentrum stand die Aufbereitung homogener Fraktionen aus RAP-Material, also recyceltem Asphaltbelag. Gerade im Straßenbau entscheidet die Qualität des zurückgewonnenen Materials über die mögliche Zugabemenge im Asphaltmischprozess. Eine konstante Kornzusammensetzung und reduzierte Feinanteile gelten dabei als wesentliche Voraussetzungen für hochwertige Recyclingasphalte.
Für Fachbesucher bot die Vorführung einen direkten Einblick in die Praxis moderner Aufbereitungstechnologie. Der Anlagenzug verdeutlichte, wie Materialströme optimiert, Verschleiß reduziert und gleichzeitig Energieeffizienz gesteigert werden können.
Asphaltrecycling gewinnt im Straßenbau weiter an Bedeutung
Steigende Rohstoffkosten und verschärfte Nachhaltigkeitsanforderungen erhöhen den Druck auf die Branche, vorhandene Materialien effizienter zu nutzen. Asphaltrecycling entwickelt sich deshalb zunehmend von einer ergänzenden Maßnahme zu einem zentralen Bestandteil moderner Straßenbaukonzepte.
Der von Kleemann präsentierte Prozess zeigte insbesondere die Bedeutung der Vorabsiebung. Durch das frühzeitige Aussieben feiner Bestandteile wird die zu brechende Materialmenge reduziert. Das senkt nicht nur den Energiebedarf des Brechprozesses, sondern minimiert auch den Verschleiß der Anlagenkomponenten. Gleichzeitig verbessert sich die Qualität der zurückgewonnenen Gesteinskörnungen.
In der Praxis wirkt sich dies direkt auf die Recyclingfähigkeit des Materials aus. Höhere RAP-Zugaberaten lassen sich nur dann wirtschaftlich und technisch sicher umsetzen, wenn die Qualität des Recyclingmaterials konstant bleibt. Genau hier setzt der vorgestellte Kleemann Anlagenzug an.
Vom Fräsen bis zum Wiedereinbau: Der geschlossene Recyclingkreislauf
Die Präsentation auf der IFAT Munich 2026 machte zudem deutlich, dass Asphaltrecycling längst nicht mehr isoliert betrachtet wird. Vielmehr entsteht ein durchgängiger Prozess, der den gesamten Materialkreislauf umfasst.
Der Recyclingprozess beginnt bereits beim selektiven Fräsen der Asphaltdeck-, Binder- und Tragschichten. Durch die getrennte Aufnahme der einzelnen Schichten verbessert sich die Qualität des gewonnenen Fräsguts erheblich. Nach der anschließenden Aufbereitung mit den Kleemann Anlagen kann das Material erneut in Asphaltmischanlagen eingesetzt werden.
Damit schließt sich der Kreislauf vom Ausbau über die Aufbereitung bis hin zum Wiedereinbau und zur Verdichtung. Für Bauunternehmen entsteht daraus nicht nur ein ökologischer Vorteil, sondern auch ein wirtschaftlicher Nutzen durch geringeren Primärrohstoffeinsatz und effizientere Materialverwertung.
IFAT Munich 2026 als Plattform für praxisnahe Recyclingtechnik
Als Mitaussteller der VDMA Services GmbH war Kleemann Teil der Crushing Zone, einem herstellerübergreifenden Demonstrationsbereich für moderne Aufbereitungs- und Recyclingtechnik. Der Fokus lag dabei klar auf praxisnahen Anwendungen und realen Prozessabläufen statt auf reinen Maschinenpräsentationen.
Ergänzend zur Live-Demonstration beteiligte sich Kleemann auch fachlich am Bühnenprogramm der Recycling Stage im VDMA-Pavillon. Dort wurden die einzelnen Schritte des Asphaltrecyclings – vom Fräsen über die Aufbereitung bis hin zum Mischen – im Zusammenhang erläutert und in den Gesamtkontext moderner Kreislaufwirtschaft eingeordnet.
Gerade für Entscheider aus Bauunternehmen und Mischanlagenbetrieben bot die IFAT Munich 2026 damit einen konkreten Einblick in aktuelle Entwicklungen der Asphaltaufbereitung und die steigende Bedeutung effizienter Recyclingprozesse im Straßenbau.
Fachgespräche zeigen breites Interesse an Recyclinglösungen
Neben den Live-Demonstrationen stand vor allem der direkte fachliche Austausch im Mittelpunkt des Messeauftritts. Während der gesamten IFAT Munich 2026 nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, mit den Experten von Kleemann sowie den Vertriebs- und Servicegesellschaften über konkrete Anforderungen aus der Praxis zu sprechen.
Dabei zeigte sich, dass das Interesse der Branche längst über klassische Asphaltanwendungen hinausgeht. Gefragt sind zunehmend flexible Anlagenkonzepte, die unterschiedliche Recyclingmaterialien wirtschaftlich und prozesssicher aufbereiten können.
Mit dem gezeigten Anlagenzug unterstrich Kleemann auf der IFAT Munich 2026 seine Position im Bereich mobiler Brech- und Siebtechnik und verdeutlichte zugleich, welche Rolle moderne Aufbereitungstechnologien künftig im nachhaltigen Straßenbau spielen werden.









