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Artikel und Hintergründe zum Thema

Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks

Moritz Rosen,

LIV - Premiere für Gesellenweiterbildung

Eine Premiere für den bayerischen Holzbau: Erstmals bietet der bayerische Landesinnungsverband ein eigenes Weiterbildungsangebot speziell für Gesellen an.

Das Expertenteam des LIV Bayern, welches für die Inhalte der Gesellenweiterbildung verantwortlich ist (v.l.): Andreas Kraft mit den öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen Alexander Lange, Christoph Wissel und Manfred Huber © Hille Blum

Mit diesem neuen Angebot möchte der Verband gezielt das Fachwissen weiter ausbauen und den Beruf für qualifizierte Kräfte noch attraktiver machen. Der Startschuss fiel im Frühjahr in Herrsching am Ammersee.

Zwischen Theorie und Praxis

Wie wird ein Sockel fachgerecht abgedichtet? Welche typischen Fehler treten am Fensteranschluss auf? Und woran lassen sich Mängel an der Außenwand frühzeitig erkennen? Mit diesen Fragen setzten sich 29 Gesellen aus den Innungen Starnberg und Landsberg im Haus der Bayerischen Landwirtschaft intensiv auseinander. Unter dem Titel "Gebäudehülle – Außenwandbekleidung, Fensteranschluss und Sockelabdichtung" vermittelte der erfahrene Sachverständige Alexander Lange von der Gesellschaft für Holzverarbeitung fundiertes Fachwissen zu typischen Problemstellen am Bau.

Neben fachlichen Themen dominierten Praxisbeispiele: Die Teilnehmer analysierten Baufehler auf Fotos, entwickelten Lösungen und diskutierten Best Practices. Das offene Format sorgte für lebhaften Austausch und wurde von den Teilnehmern sehr positiv aufgenommen. Gastgeber der Auftaktveranstaltung am Ammersee war der Obermeister der Zimmerer-Innung Starnberg, Leopold Göring, der die bayernweite Weiterbildung mitveranlasst hatte.

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Ein Vorschlag aus der Praxis für die Praxis

Die Idee für das neue Angebot stammt aus der Mitgliederversammlung: Nach dem etablierten Fortbildungsprogrammen für Unternehmer, Unternehmerfrauen, Meister, Vorarbeiter und Holzbaujunioren sollten auch Gesellen ein eigenes, praxisnahes Format erhalten. Die Inhalte entwickelte ein Expertenteam um die Sachverständigen Christoph Wissel, Manfred Huber und Alexander Lange unter Federführung von Andreas Kraft, Referent für Technik und Umwelt beim Landesinnungsverband.

Ziel ist es, die Bauqualität langfristig zu sichern sowie den Fachkräften zusätzliche Kompetenzen für den Arbeitsalltag zu vermitteln und zudem durch kontinuierliche Weiterbildung dabei helfen, Fachkräfte langfristig zu binden.

Erfolgreicher Auftakt mit großer Nachfrage

Nach dem gelungenen Start in Herrsching folgte bereits der zweite Termin in Ansbach. Die Teilnehmer wurden für die Dauer der Schulung von ihren Betrieben freigestellt, was das Engagement der Innungsunternehmen für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter deutlich macht. Das Interesse an dem Weiterbildungangebot ist weiterhin groß und die Resonanz der Gesellen, Betriebe und Obermeister durchwegs positiv. Schon jetzt sind Veranstaltungen bis April des nächsten Jahres in allen Regionen Bayerns geplant.

Ab Anfang 2026 sollen weitere Themenbereiche wie die "Beurteilung von Bauholz und Latten" und die "Dachdeckerfachregeln" hinzukommen, sodass Gesellen kontinuierlich neue Impulse für ihre tägliche Arbeit erhalten. Damit setzt der Landesinnungsverband ein starkes Zeichen für die Wertschätzung und Weiterentwicklung der Fachkräfte im Holzbau.

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