Fachplanung für effiziente Konstruktionen
Auf das Timing kommt es an
Die Forderung nach Kreislauffähigkeit und das Augenmerk auf die Ökobilanz führen dazu, dass sich viele Marktakteure vor der Herausforderung sehen, ihr etabliertes Geschäftsmodell neu zu denken. Meist sind die großen Veränderungen jedoch lediglich auf der Prozessebene zu sehen. Während der Einsatz von Fachplanern gerade in Bereichen wie der Technischen Gebäudeausrüstung und des Brandschutzes an der Tagesordnung ist, sollten diese auch im Holzbau frühzeitig einbezogen werden. Denn die zusätzliche Expertise hilft dabei, Gebäude passgenau auszurüsten, um die jeweiligen Anforderungen hinsichtlich der Ökobilanz, der wirtschaftlichen Aspekte und in Bezug auf die Planungssicherheit zu erfüllen.
So verfügt Plansite integral design & engineering über einen großen Erfahrungsschatz in punkto Planung komplexer Holz- und Holzhybrid-Bauten. Das Planungsbüro entwickelt funktionsfähige, wirtschaftliche und umsetzbare Gebäudelösungen. Dabei werden die unterschiedlichen Materialeigenschaften einbezogen und bestmöglich kombiniert. Ein frühzeitiger Einstieg der Fachplaner sowie die Anfertigung eines detaillierten Gebäudemodells sind dabei wichtig für den späteren Projekterfolg. So ist ein Einstieg in Leistungsphase 3, der Entwurfsplanung, sinnvoll. Hier werden Materialentscheidungen getroffen, technisch optimiert und umgesetzt.
Die Holzbau-Experten sichern die Entwurfsplanungen an dieser Stelle konstruktiv ab und integrieren die Anforderungen der weiteren beteiligten Fachdisziplinen bei der Umsetzung mit den materialspezifischen Eigenschaften des Baustoffs Holz. Sie behalten den Fertigungsprozess im Blick und bedenken darüber hinaus auch die logistischen und prozessualen Faktoren – von der Vorfertigung bis zur Montage. Daraus resultierende Anhängigkeiten fließen bereits in die Planung ein und beeinflussen letztendlich auch das Preisgefüge.
Ist die Entscheidung für Holz als Baustoff – ob in reiner Holzbauweise oder als Holzhybrid-Konstruktion – gefallen, gilt es, verschiedene Anforderungen in die Konstruktion einzubeziehen. Mit dem Wissen über das Zusammenspiel verschiedener Materialien bedenkt Plansite zudem bereits in der Planung Aspekte wie den Vorfertigungsgrad der Bauteile, die Arbeitsvorbereitung inklusive der Ansteuerung von Abbund- oder Plattenzuschnittanlagen, Transport, Logistik und Montage. Bauten in Holz- und Holz-Hybridbauweise mit hohem Vorfertigungsgrad verlagert Teile des Planungsprozesses mit seinen Festlegungen in eine frühere Projektphase. Diese fixierten Entscheidungen bieten im späteren Prozess zeitliche Vorteile und sorgen für Sicherheit – auch hinsichtlich der Kostenstruktur des Gesamtprojekts.
Als Grundlage der Planung und der Ausführung von Bauteilen dient ein konsistentes Gebäudemodell im dreidimensionalen Raum. Hier sind alle relevanten Informationen zur Konstruktion, den Hölzern, Verbindungsmitteln und Dämmmaterial enthalten. Zugleich liegen diese dauerhaft als Datenbank vor – für Auswertungen, Bedarfslisten, Transport- und Logistikplanungen sowie für die Betriebsphase und auch schon für den späteren Rückbau. Bei Plansite konstruiert der Holzbauingenieur die Bauteile vollständig in Building Information Modeling (BIM) bei einem Informationsgehalt von LOI 500. Letzteres entspricht dem Level of Information des As-built Modells. In dem digitalen Zwilling werden nicht nur alle Fachdisziplinen vorab der Realisierung in ein gemeinsames Modell überführt, in dem zum Beispiel Kollisionsprüfungen erfolgen. Er dient auch als Fertigungsgrundlage für die maschinelle Produktion und als Datenbasis für Materialkataster und schafft so auch den letzten Schritt, um Projekte kreislauforientiert auszurichten.
Um die Transformation in der Bauwirtschaft erfolgreich zu meistern, gilt es somit Netzwerke zu bilden und Fachwissen an früher Stelle im Planungsprozess zu bündeln. Bewährte Systeme und Lösungen helfen zusätzlich dabei, den Einsatz von Holz sicher in die Praxis zu bringen. Die Erfahrung zeigt, dass der größte Hebel bereits in der Entwurfsphase liegt. Hier werden die grundlegenden Entscheidungen getroffen, die den weiteren Verlauf des Projekts maßgeblich beeinflussen.









