Organisation
Frauen erobern Männerdomäne
Mit den Lehrlingen Kerstin Hof und Aileen Bönisch setzt Zeppelin ein positives Ausrufezeichen in der Baubranche: Die beiden jungen Frauen lassen sich momentan zu Land- und Baumaschinenmechanikerinnen ausbilden.
Die Ausbildungsquote von Frauen im Bereich Land- und Baumaschinenmechaniker liegt im Bundesdurchschnitt bei gerade einmal 0,6 % – bei Zeppelin beträgt sie 1,2 %. „Das ist nicht viel, aber damit liegen wir schon mal über dem Durchschnitt“, macht Walter Rohusch deutlich, verantwortlich für die gewerbliche Ausbildung bei Zeppelin.
Seit 2010 hat das Unternehmen Erfahrungen mit weiblichen Auszubildenden, die in dem Beruf des Land- und Baumaschinenmechanikers ausgebildet werden: Kerstin Hof absolviert seit 2 Jahren ihre Lehre in der Niederlassung Straubing und Aileen Bönisch lernt im dritten Lehrjahr in der Niederlassung Köln alles, was ein Monteur bei Zeppelin können und wissen muss.
„Technik hat mich schon immer gereizt. Darum wollte ich auch was Handwerkliches machen, das zugleich außergewöhnlich ist“, erklärt Aileen Bönisch zu ihren Beweggründen. Bei ihrer Ausbildung in Köln wird sie behandelt wie jeder andere Auszubildende. „Da gibt es keinen Frauenbonus“, weiß sie zu berichten.
Vielseitigkeit ist ein Wort, mit dem Aileen Bönisch ihre Ausbildung beschreibt. Bei Zeppelin gibt man ihr die Chance, ihr fachliches Wissen in vielen Bereichen zu vertiefen: Neben der Werkstatt wird sie auch in der Schweißerei, Hydraulikspezialisierung, Kettenpresse, Motor- und Getriebeinstandsetzung sowie der Lackiererei eingesetzt.
Nach der Lehre bieten sich den gewerblichen Auszubildenden bei Zeppelin eine Vielzahl von beruflichen Pfaden an. „Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung ist nicht nur der Einsatz im Außendienst denkbar. Wir haben auch viele Jobs im Servicevertrieb, im Innendienst oder im Bereich Ersatzteile, wo technisches Wissen eine Grundvoraussetzung ist“, erklärt Walter Rohusch.
Eine, die es direkt in den Außendienst zieht, ist Kerstin Hof, die in der Zeppelin-Niederlassung Straubing lernt, wie ein Land- und Baumaschinenmechaniker einen Bagger, Radlader oder eine Raupe wartet. „Ich habe mich schon immer für Baumaschinen interessiert. Mein Vater ist Baggerfahrer und hat mir viel über die Maschinen berichtet“, erklärt sie ihre Motivation für ihre berufliche Ausbildung.
Bei ihren ersten Terminen auf Baustellen schaute so mancher Kunde etwas erstaunt. Schließlich rechnet man nicht unbedingt mit einer Frau in diesem Beruf.
„Aber wer sich als Frau in diesem Berufsumfeld bewegt, darf sich nicht den Schneid abkaufen lassen und muss zeigen, dass man was kann. Darum bin ich auch sehr stolz, dass ich zu den besten meines Jahrgangs in der Ausbildungsklasse gehöre“, betont die junge Auszubildende.
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