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Artikel und Hintergründe zum Thema

Rohstoffgewinnung

Max Kandler,

Heidelberg Materials Mineralik und Steinag gründen Joint Venture „Volcano“

Mit der Gründung des Joint Venture „Volcano“ setzen Heidelberg Materials Mineralik und Steinag ein klares Signal für die Weiterentwicklung der Baustoffindustrie. Die neu geschaffene Gesellschaft Volcano GmbH & Co. KG konzentriert sich auf die Gewinnung, Aufbereitung und Vermarktung natürlicher puzzolanischer Rohstoffe und adressiert damit eine zentrale Herausforderung der Branche: die nachhaltige Transformation der Zementproduktion.

Philip Cordes, Geschäftsführer Recycling & Kreislaufwirtschaft, Heidelberg Materials Mineralik DE GmbH und Cornelius Kirsche, Vorstand der STEINAG (vorne sitzend v.l.n.r.) gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Parteien beim Notartermin. © Heidelberg Materials AG I Lossen Fotografie

Im Fokus stehen Materialien wie Tuff und Phonolith, die als natürliche Puzzolane eine entscheidende Rolle bei der Herstellung klinkerreduzierter Zemente spielen. Für Bauunternehmen und Projektverantwortliche bedeutet dies langfristig stabilere Lieferketten und eine wachsende Auswahl an ressourcenschonenden Baustoffen.

Rohstoffsicherung als Schlüssel zur Dekarbonisierung

Die Zusammenarbeit von Heidelberg Materials Mineralik und Steinag basiert auf einer klaren Zielsetzung: den Zugang zu geeigneten mineralischen Rohstoffen strategisch zu sichern und gleichzeitig die CO₂-Emissionen in der Zementherstellung zu reduzieren. Gerade im Kontext verschärfter regulatorischer Anforderungen und steigender Nachhaltigkeitsanforderungen gewinnt dieser Ansatz zunehmend an Bedeutung.

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Das Joint Venture „Volcano“ ermöglicht es, natürliche Puzzolane systematisch zu erschließen und industriell nutzbar zu machen. Diese Rohstoffe tragen dazu bei, den Klinkeranteil im Zement zu senken, was unmittelbar zu einer Reduzierung der CO₂-Emissionen führt. Für Entscheider im Bauwesen eröffnet sich damit eine praxisnahe Option, Nachhaltigkeitsziele ohne Qualitätseinbußen umzusetzen.

Partnerschaft mit komplementären Stärken

Heidelberg Materials Mineralik bringt umfassende Expertise entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein – von der Rohstoffbewertung über die Prozessintegration bis hin zur Marktentwicklung. Steinag ergänzt diese Kompetenzen durch ihre langjährige Erfahrung in der regionalen Rohstoffgewinnung sowie den Zugang zu bedeutenden Lagerstätten in der Eifel.

Diese Kombination aus industrieller Skalierungskompetenz und regional verankerter Rohstoffbasis schafft eine belastbare Grundlage für das Joint Venture „Volcano“. Beide Partner halten jeweils 50 Prozent der Anteile und setzen damit auf eine gleichberechtigte, langfristig ausgerichtete Zusammenarbeit.

Praxisrelevanz für Bauunternehmen und Projektverantwortliche

Für die Baupraxis ist die Entwicklung rund um Heidelberg Materials Mineralik, Steinag und das Joint Venture „Volcano“ mehr als eine strategische Unternehmensentscheidung. Sie wirkt sich direkt auf die Verfügbarkeit und Qualität von Baustoffen aus. Insbesondere bei großen Infrastrukturprojekten oder im gewerblichen Hochbau können klinkerreduzierte Zemente künftig eine noch größere Rolle spielen.

Die gesicherte Versorgung mit natürlichen Puzzolanen verbessert nicht nur die Planbarkeit von Projekten, sondern unterstützt auch die Einhaltung von ESG-Kriterien und Nachhaltigkeitszertifizierungen. Damit wird das Joint Venture zu einem relevanten Baustein für die Zukunftsfähigkeit der gesamten Branche.

Einordnung und Ausblick

Mit der Gründung von Volcano reagieren Heidelberg Materials Mineralik und Steinag auf zentrale Trends im Baugewerbe: Ressourceneffizienz, Regionalität und Dekarbonisierung. Die operative Aufnahme der Geschäftstätigkeit zum 1. April 2026 markiert dabei den Beginn einer Partnerschaft, die auf langfristige Wirkung ausgelegt ist.

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