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Artikel und Hintergründe zum Thema

Weltfrauentag 2025

Christina Dierschke / Ricarda Stäbler / Kai Ingmar Link,

Mein Handwerk, meine Leidenschaft – Frauen erzählen ihre Geschichte

Wenn Handwerkerinnen mit viel Leidenschaft ihr Handwerk ausüben, ist das für große Teile der Gesellschaft noch immer etwas „Außergewöhnliches“.

Ricarda Stäbler, Geschäftsführerin von Gottlob Stäbler © Gottlob Stäbler

Und genau hier liegt das Problem: In den Köpfen zahlreicher Menschen gelten viele Handwerksberufe nach wie vor als Männerdomänen. Es braucht Vorbilder und ein Umdenken, damit sich mehr Frauen für eine berufliche Zukunft im Handwerk entscheiden. Eine davon ist Ricarda Stäbler, Geschäftsführerin von Gottlob Stäbler:

Handwerk macht stolz

„Wenn ich an einem fertigen Bauprojekt vorbeifahre und sagen kann: „da habe ich mitgearbeitet“, dann ist das schon etwas ganz Besonderes und macht mich stolz“, erklärt Ricarda Stäbler. Bereits in vierter Generation leitet sie das Bauunternehmen Gottlob Stäbler in Weil der Stadt. Zu einer Karriere im Handwerk gedrängt wurde sie allerdings nie. „Irgendwann war für mich ganz persönlich der Wunsch da, den Familienbetrieb fortzuführen.“ Im Laufe ihrer Karriere sammelte die heute 37-Jährige viel Erfahrung in unterschiedlichen Betrieben. „Das klischeehafte Bild, dass man es als Frau auf der Baustelle schwerer als ein Mann hat, habe ich nie erlebt.“ Viel mehr erlebte sie in jungen Jahren, dass man sich in der Baubranche gegen gestandene Fachkräfte erst mal behaupten muss. „Da gibt es eben Leute, die seit 30 Jahren auf der Baustelle arbeiten, das muss man akzeptieren und von dem Wissen so viel wie möglich mitnehmen.“ Ricarda Stäbler ist überzeugt: Das Bauhandwerk bietet Frauen dieselben Chancen wie Männern: „Vom Azubi mit einer guten Ausbildungsvergütung bis hin zum Polier, der viele Mitarbeiter koordiniert, gibt es vielfältige Entwicklungsstufen.“ Und wer irgendwann ins Büro wechseln möchte, finde auch hier gute Perspektiven. Auch was die Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit angeht, kann die Geschäftsführerin Entwarnung geben: „Die Selbstständigkeit bringt natürlich ein hohes Arbeitspensum mit sich. Für mich war es aber immer wichtig, dass die Freizeit nicht zu kurz kommt, deshalb gehört das Wochenende Freunden und der Familie.“

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