Gutex produziert CO2-neutral im Dreiländereck

Damir Mioc | Damir Mioc,

Mit neuem Werk auf Wachstumskurs

Seit kurzem fertigt Gutex an zwei Standorten. Der Spezialist für Holzfaserdämmstoffe aus Waldshut-Tiengen bleibt sich dabei treu: Das neue Werk in Eschbach im Breisgau, südlich von Freiburg im Dreiländereck gelegen, verbindet kurze Lieferwege für den Rohstoff Holz mit der unmittelbaren Nähe zu Kernmärkten.

Unternehmer Claudio Thoma (l.) und Betriebsleiter Oliver Bauch freuen sich über den erfolgreichen Produktionsstart in Eschbach im Breisgau

© Gutex/Peter Fränsemeier

Am zweiten Standort hat Gutex mehr als 100 Millionen Euro investiert und bislang rund 70 Arbeitsplätze geschaffen. Gefertigt werden die ökologischen Dämmstoffe „made in Eschbach“ nachhaltig und klimafreundlich. Energie aus Photovoltaik, Biomasse und Fernwärme trägt wesentlich dazu bei.

Geschäftsführer Claudio Thoma leitet das Unternehmen in der vierten Familiengeneration und freut sich über den erfolgreichen Produktionsstart: „Der zweite Standort ist für Gutex ein Meilenstein. Das Werk in Eschbach steht in umfassender Weise für Nachhaltigkeit und Modernität, auch mit Blick auf Arbeitsplätze und Produktionsmethoden. Zudem sind die Wege zu unseren Kunden in den Märkten des Dreiländerecks denkbar kurz. Ich bin überzeugt, dass unser neues Werk den Ruf von Gutex als zuverlässiger Hersteller hochwertiger Holzfaserdämmstoffe unterstreicht.“

Der Standort im Gewerbepark Breisgau bietet beste Voraussetzungen: Einerseits aufgrund der geringen Entfernung zum Firmensitz in Waldshut-Tiengen sowie zu Kernmärkten des Unternehmens. Dazu zählen neben Deutschland auch Frankreich und die Schweiz. Andererseits wegen der Nähe zu Holzvorkommen im Schwarzwald, in der Schweiz und in den Vogesen. „Die regionale Verfügbarkeit spielt auch für den CO2-Abdruck unseres Unternehmens eine wichtige Rolle“, erklärt Thoma. Er weist außerdem darauf hin, dass sich das Firmenwachstum in Zahlen widerspiegelt: „Mit mehr als 300 Mitarbeitenden hat Gutex aktuell so viele Beschäftigte wie nie zuvor. Außerdem haben wir im vergangenen Jahr, als die Baukonjunktur in Deutschland regelrecht eingebrochen ist, dennoch unseren zweitbesten Umsatzerlös seit Bestehen des Unternehmens erreichen können – mit 116 Millionen Euro.“

Durch die Nutzung von Ökostrom, Biomasse, Fernwärme und Dampfrecycling wird das neue Werk besonders klimafreundlich betrieben und setzt damit Maßstäbe in der Branche. Ein innovatives Silosystem zur Bevorratung von Hackschnitzeln rundet das nachhaltige Gesamtkonzept in Eschbach ab. „Angeliefertes Holz wird bei Gutex tatsächlich mit jeder Faser genutzt. Bestandteile wie Baumrinde sind nicht für die Produktion geeignet. Deshalb nutzen wir sie als Biomasse zur Energieerzeugung“, erklärt Thoma. „Nachhaltig mit jeder Faser zu sein, das ist der Anspruch von Gutex. Diesen Anspruch leben wir in Eschbach jeden Tag aufs Neue.“

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