Barrierefreies Bauen 2.0
BBSR veröffentlicht neuen Leitfaden für eine inklusive Planung im Bauwesen
Der neue Leitfaden Barrierefreies Bauen bietet klare Orientierung für inklusiven Gebäudebau, Straßenbau und Infrastrukturprojekte.
Neuer Leitfaden stärkt barrierefreies Planen im öffentlichen Bauwesen
Zum Tag der Menschen mit Behinderung hat das BBSR einen vollständig überarbeiteten Leitfaden barrierefreies Bauen vorgestellt. Er wurde im Auftrag des Bauministeriums entwickelt und bildet die zentrale Grundlage dafür, Barrierefreiheit im Gebäudebau, im Straßenbau und in der öffentlichen Infrastruktur systematisch und rechtssicher umzusetzen. Mit der Veröffentlichung wurde auch die zugehörige Website umfassend modernisiert und nutzerorientiert neu strukturiert.
Der Leitfaden führt das seit 2014 etablierte Angebot in eine zeitgemäße Form und schafft eine klare Übersicht über relevante Rechtsgrundlagen und technische Anforderungen. Öffentliche Bauherren und Planende erhalten damit ein Werkzeug, das eine konsistente, nachvollziehbare und über alle Projektphasen hinweg gesicherte Umsetzung ermöglicht.
Orientierung für alle Phasen des Planungs- und Bauprozesses
Im Mittelpunkt der neuen Version steht ein strukturiertes Nachweisverfahren, das Verantwortlichkeiten präzise definiert und ein einheitliches Verständnis im gesamten Planungsteam fördert. Dieser Ansatz zielt darauf ab, Barrierefreiheit nicht erst am Ende eines Projekts zu prüfen, sondern bereits in frühen Entwurfsphasen mitzudenken. Dadurch werden potenzielle Barrieren frühzeitig erkannt und Lösungen im Hinblick auf Gebäudebau, Außenanlagen oder Wegeführungen integriert.
Die praxisnahe Ausrichtung des Leitfadens unterstützt Kommunen, Behörden und private Auftraggeber gleichermaßen. Sie profitieren von klaren Handlungsabfolgen, die eine kontinuierliche Qualitätssicherung für barrierefreie Architektur und Infrastruktur gewährleisten.
Digital überarbeitet: Barrierefreiheit gezielt planbar
Mit der Modernisierung der begleitenden Website wurde das gesamte Informationsangebot neu strukturiert. Die Inhalte können nach Planungsphasen, Nutzergruppen und Raumtypen gefiltert werden – von Innenräumen und öffentlichen Gebäuden bis hin zu Elementen des Straßenbaus und der kommunalen Infrastruktur. Die flexible Möglichkeit, individuelle Inhalte als PDF zu exportieren, erleichtert den Einsatz in Workshops, Gremiensitzungen oder Planungsbesprechungen.
Die digitale Anwendung macht deutlich, dass Barrierefreiheit als integraler Bestandteil eines qualitätsorientierten Bauens verstanden wird und nicht als nachträgliche Ergänzung.
Ein Werkzeug für Bauherren, Planende und Verwaltungen
Der neue Leitfaden barrierefreies Bauen richtet sich an alle am Bau Beteiligten: von Bauherren über Verwaltungen bis zu Fachplanern und Interessenvertretungen. Er dient als praxisorientierte Grundlage, um Barrierefreiheit in Gebäudebau, Straßenbau und komplexe Infrastrukturmaßnahmen dauerhaft zu verankern.
Mit seiner systematischen Struktur und der klaren Ausrichtung auf Nutzerbedarfe stärkt er eine Baukultur, die auf Teilhabe, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit setzt.











