Ausbildung im Handwerk
Die Zukunft des Handwerks: Upcycler Moritz Bacher über Ausbildung, Kreativität und nachhaltiges Handeln
In den letzten Jahren verzeichnete Deutschland einen deutlichen Rückgang an neuen Ausbildungsverträgen im Handwerk. Besonders das Bauhandwerk ist vom Fachkräftemangel stark betroffen, da rund 80 % der offenen Stellen nicht besetzt werden können. Trotz dieser Herausforderung gibt es Persönlichkeiten wie Moritz Bacher aus Rosenheim, die durch Kreativität und Engagement zeigen, wie zukunftsträchtig und erfüllend eine handwerkliche Karriere sein kann. Der gelernte Zimmerer und Upcycler setzt auf nachhaltige Projekte und ist als Markenbotschafter für Carhartt ein Vorbild für junge Menschen, die eine Karriere im Handwerk anstreben.
Ein Blick zurück: Familiäre Wurzeln im Upcycling
Für Moritz Bacher hat die Leidenschaft für alte Dinge und das Upcycling familiäre Wurzeln. "Mein Opa ist Antiquar und meine Oma sammelt leidenschaftlich Stühle. Auch zwei meiner Onkel handeln hobbymäßig mit Antiquitäten. Ich denke, man kann sagen, dass ich Upcycler-Gene habe", erklärt er. Bereits in jungen Jahren begann Moritz, in der Scheune der Familie alte Gegenstände zu sammeln und ihnen neues Leben einzuhauchen. Diese familiäre Prägung hat seinen Weg im Handwerk und beim Upcycling entscheidend mitgeformt.
Der Weg zum Upcycling von Skateboards
Die Idee, aus alten Skateboards neue Gegenstände zu kreieren, kam eher zufällig. Moritz Bacher beschreibt, wie es begann: „Vor etwa fünf Jahren brauchte ich ein Geburtstagsgeschenk für die Freundin eines Freundes. Ich wollte eine Flasche Wein mitbringen und dachte mir, warum nicht einen Korkenzieher aus recycelten Skateboards bauen.“ Die positiven Rückmeldungen ermutigten ihn, weitere Projekte umzusetzen und seine Werke auf Social Media zu präsentieren. Die Verbindung von handwerklichem Geschick und kreativer Gestaltung alter Materialien wurde schnell zu seinem Markenzeichen.
Handwerkliche Ausbildung als Fundament
Eine solide Ausbildung bildet das Fundament für Moritz' kreative Arbeit. Nach seiner Lehre als Zimmerer studierte er Holztechnik in Rosenheim. „Beide Erfahrungen haben mir sehr geholfen. Ich habe den Umgang mit verschiedensten Werkzeugen gelernt und weiß, welches Werkzeug für welche Aufgabe am besten geeignet ist“, berichtet er. Diese Fähigkeiten setzt er nicht nur bei der Restaurierung von Möbeln, sondern auch beim Upcycling von Skateboards ein, wobei er oft auf klassische Holzverbindungen zurückgreift, die aus dem Zimmererhandwerk stammen.
Arbeitskleidung als unverzichtbarer Bestandteil
Als Markenbotschafter für Carhartt Workwear spielt Arbeitskleidung eine wichtige Rolle in Moritz' täglicher Arbeit. „Gute Arbeitskleidung ist für mich im Handwerk sehr wichtig. Beim Arbeiten mit Holz und Metall wird die Kleidung extrem beansprucht. Carhartt Workwear hält, was sie verspricht“, sagt er. Sein Lieblingsstück ist die Carhartt-Weste, die er häufig über seiner Arbeitskleidung trägt. Für Moritz sind praktische Details wie viele Taschen und robuste Materialien entscheidend, um seine Arbeit effizient ausführen zu können.
Ratschläge für junge Handwerker und die Bedeutung der richtigen Ausrüstung
Moritz empfiehlt jungen Handwerkern, bei der Wahl der Arbeitskleidung auf Funktionalität und Qualität zu achten. „Ich empfehle allen Handwerkern, sich Arbeitskleidung zuzulegen, die zur Tätigkeit passt. Die Arbeitskleidung sollte bequem sein, da man viel Zeit darin verbringt“, erklärt er. Gerade im Handwerk ist eine robuste und funktionale Ausstattung wichtig, um Sicherheit und Komfort zu gewährleisten. Seiner Meinung nach sollten Betriebe hier eine unterstützende Rolle einnehmen, indem sie Arbeitskleidung zur Verfügung stellen oder sich an den Kosten beteiligen.
Zukunft des Handwerks in einer digitalisierten Welt
Auch in einer zunehmend digitalisierten Welt sieht Moritz Bacher eine bedeutende Rolle für das traditionelle Handwerk. „Ohne Handarbeit geht es trotz CNC, Laser und 3D-Drucker nicht“, betont er. Die Kombination aus technologischem Fortschritt und traditioneller Handwerkskunst wird seiner Ansicht nach in Zukunft weiterhin gefragt sein. Für Moritz ist es wichtig, dass das Handwerk seine Traditionen bewahrt, während es gleichzeitig offen für moderne Entwicklungen bleibt.
Motivation für junge Menschen: Eine handwerkliche Ausbildung lohnt sich
Um mehr junge Menschen für das Handwerk zu begeistern, schlägt Moritz Bacher vor, Anreize zu schaffen, etwa durch finanzielle Vorteile wie den Erlass von Studiengebühren nach einer Lehre. „Es ist wichtig zu zeigen, dass eine handwerkliche Ausbildung kein Nachteil ist“, sagt er. Aufklärung durch Social Media und gezielte Werbung könnten ebenfalls helfen, die Attraktivität handwerklicher Berufe zu steigern. Moritz setzt hierbei auch auf seinen eigenen Einfluss als Content Creator und möchte durch humorvolle Videos zeigen, dass Handwerk Spaß macht und eine sinnvolle, umweltfreundliche Alternative darstellt.
Fazit
Die Herausforderungen im Handwerkssektor sind unübersehbar, doch Persönlichkeiten wie Moritz Bacher zeigen, dass es trotz allem Möglichkeiten gibt, erfolgreich zu sein. Seine Leidenschaft für Upcycling, sein handwerkliches Können und seine Rolle als Markenbotschafter für Carhartt verdeutlichen, wie Handwerksberufe auch in einer digitalen Zukunft ihre Bedeutung behalten. Seine Botschaft an junge Menschen ist klar: Eine handwerkliche Ausbildung ist eine wertvolle Grundlage, um kreativ und erfolgreich in einem erfüllenden Beruf tätig zu sein.













