Konjunkturausblick 2026
JLG: "Weiterhin volatile Rahmenbedingungen"
Die Bauwirtschaft steht an einem Wendepunkt. Nach Jahren geprägt von Kostensteigerungen, Auftragsrückgängen und politischer Unsicherheit richtet sich der Blick nun auf 2026.
Zwischen anhaltender Krise und vorsichtiger Zuversicht stellt sich für viele Unternehmen dieselbe Frage: Bleibt der Druck hoch – oder beginnt eine Phase der Stabilisierung?
Im Interview sprechen wir darüber, wie die Branche das Jahr 2026 einschätzt, welche wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen entscheidend werden und wo trotz aller Herausforderungen neue Perspektiven entstehen. Es geht um Zahlen und Trends – aber auch um Stimmungen, Erwartungen und konkrete Handlungsoptionen für die Praxis
Baugewerbe Magazin: Wie blicken Sie auf das kommende Geschäftsjahr: Welche Entwicklungen erwarten Sie für Ihr Unternehmen und für die Baubranche insgesamt?
Lutz Schwede, Leiter Vertrieb Deutschland bei JLG: Wir blicken verhalten optimistisch auf das kommende Geschäftsjahr. Nach einer Phase der Zurückhaltung erwarten wir eine schrittweise Stabilisierung der Baubranche, insbesondere im Bereich Infrastruktur, Industrie und Wartung bestehender Gebäude. Für JLG sehen wir weiterhin Potenzial in der steigenden Nachfrage nach modernen, sicheren und nachhaltigen Zugangslösungen. Themen wie Effizienz, Automatisierung und emissionsärmere Maschinen gewinnen weiter an Bedeutung und werden das Marktgeschehen prägen.
BGW: Welche größten Herausforderungen erwarten Sie im kommenden Jahr für Ihr Unternehmen?
Schwede: Zu den größten Herausforderungen zählen weiterhin die volatilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Kostenentwicklungen entlang der Lieferketten sowie der anhaltende Fachkräftemangel. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Für uns bedeutet das, Innovationen voranzutreiben und unsere Kunden mit zuverlässigen, zukunftsfähigen Lösungen zu unterstützen.
BGW: Welche Erwartungen haben Sie an Politik, Auftraggeber und die Branche insgesamt für das kommende Jahr?
Schwede: Wir wünschen uns von der Politik verlässliche Rahmenbedingungen, schnellere Genehmigungsverfahren und klare Förderimpulse, insbesondere für Infrastruktur und nachhaltiges Bauen. Von Auftraggebern und der Branche insgesamt erwarten wir eine enge Zusammenarbeit, langfristige Planungssicherheit und Offenheit für neue Technologien. Nur gemeinsam lassen sich die aktuellen Herausforderungen bewältigen und die Bauwirtschaft zukunftsfähig aufstellen.












