Wirtschaft & Verbände
Rückgang der Firmeninsolvenzen am Bau
Im ersten Halbjahr 2012 lag die Zahl der Unternehmensinsolvenzen bei 15.200 (+0,7%). Gleichzeitig hat sich in diesem Zeitraum die Insolvenzsituation am Bau leicht entspannt.
Laut Creditreform sind in den vier Hauptwirtschaftsbereichen erhebliche Unterschiede festzustellen. Im Bausektor sank die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 8,9 Prozent auf 2.160 Fälle (Vorjahr: 2.370 Fälle).
Ebenfalls sanken im Verarbeitenden Gewerbe (1.200; Vorjahr: 1.260) und im Bau (2.160; Vorjahr: 2.370) die Unternehmensinsolvenzen, während der Handel (3.140; Vorjahr: 2.910) und das Dienstleistungsgewerbe (8.700; Vorjahr: 8.550) mehr Firmeninsolvenzen als im Vorjahr verzeichnet.
Die Insolvenzquote unterscheidet sich je nach Bundesland stark. Die höchste Insolvenzquote errechnet sich für Nordrhein-Westfalen mit 185 Insolvenzfällen je 10.000 Unternehmen. Zum Vergleich: Bundesländer wie Bayern oder Baden-Württemberg, die einen ähnlich starken Unternehmensbestand aufweisen, verzeichnen mit 51 bzw. 61 eine vergleichsweise geringe Insolvenzquote.
Bei der Betrachtung des Unternehmensalters der in-solventen Betriebe war von Januar bis Juni zu beobachten, dass insbesondere die Insolvenzquoten der jungen Betriebe gestiegen sind. Die Insolvenzquote in der Altersgruppe der drei- bis vierjährigen Unternehmen stieg von 116 auf 127 Insolvenzen je 10.000 Betriebe.
Dagegen ist die Insolvenzbetroffenheit der etablierten Unternehmen (Gründung vor neun bis zehn Jahren) von 64 auf 60 Insolvenzfälle je 10.000 Unternehmen gesunken.








