Beitrag Monitor (04.04.2024)

Christoph Roßkopf,

Stellungnahme Russland / Ukraine

Deutsch
Knauf ist ein international tätiges Familienunternehmen und versorgt weltweit vor Ort Menschen mit nachhaltigen Baustoffen. Diese werden insbesondere zur Errichtung und Sanierung von dringend benötigtem und bezahlbarem Wohnraum eingesetzt. Zudem sind unsere umweltgerechten Dämmstoffe ein zentraler Baustein zur Reduktion von CO2-Emissionen von Gebäuden und damit ein unerlässliches Werkzeug im Kampf gegen den Klimawandel. Wir verurteilen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und unterstützen und befolgen sämtliche Sanktionen der EU, von Großbritannien und den USA gegen Russland. Unmittelbar nach Kriegsbeginn hat die Knauf Gruppe Neuinvestitionen in Russland gestoppt.

Die Knauf-Hauptverwaltung in Iphofen. © Knauf

In den vergangenen 30 Jahren hat Knauf 14 Produktionsstätten in Russland erworben beziehungsweise aufgebaut und steht in der Verantwortung für seine 4.000 Mitarbeiter. Wir haben uns bis auf Weiteres für den Verbleib im russischen Markt entschieden, denn wir möchten insbesondere in der gegenwärtigen schwierigen Situation unserer Verantwortung als Familienunternehmen gerecht werden und unsere langjährigen Beschäftigten nicht in die berufliche Unsicherheit entlassen. Rohstoffgewinnung, Produktion und Verkauf finden lokal statt, die Mitarbeiter fertigen mit lokaler Wertschöpfung aus regionalen Rohstoffen ausschließlich für den russischen Markt.

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Zu den Vorwürfen von Monitor:
Knauf verhält sich jederzeit gesetzes- und sanktionskonform. Wir weisen den Vorwurf, das nicht zu tun, aufs Schärfste zurück. Der TV-Beitrag legt nahe, es würden Baustoffe aus der EU nach Russland importiert. Das ist definitiv nicht der Fall. Knauf liefert aus der EU weder nach Russland noch nach Mariupol. Seit Februar 2022 werden bei Knauf keine Waren mehr aus Russland exportiert bzw. nach Russland importiert. Uns ist wichtig zu betonen: Knauf produziert Baustoffe und ist nicht als ausführender Bauherr oder Investor an Bauvorhaben beteiligt. Knauf unterhält keine direkten Lieferverträge zu Verbrauchern oder Verarbeitern von Knauf-Produkten in Russland. Unsere Produkte gelangen dort über viele verschiedene, von Knauf unabhängige Händler zu den Endkunden. Wir haben keinen Einfluss darauf, wie und wo die Endkunden unsere Produkte verwenden.

Zum Engagement von Knauf in der Ukraine:
Knauf hat zu Kriegsbeginn umgehend alle Mitarbeiter seines größten Werks in Soledar im Donbass in Sicherheit gebracht, die Umzüge für rund 200 Familien von Bakhmut nach Kiew organisiert und ihnen eine Unterkunft zur Verfügung gestellt. Das Werk Soledar, in das Knauf rund 200 Millionen Euro investiert hat, wurde im Laufe der Kriegshandlungen vollständig zerstört. Nach der Zerstörung von Soledar haben wir unverzüglich wieder in der Ukraine investiert und eine bereits stillgelegte Anlage in Kiew in Betrieb genommen und erweitert, um den 450 Mitarbeitern eine Existenzgrundlage zu bieten und die lokale Versorgung mit Baustoffen zu sichern. Knauf hat laufend in den Schutz von Mitarbeitern und Werken investiert.

Knauf unterstützt nicht nur seine Mitarbeiter und deren Familien mit Nahrungsmitteln, Kochern und Notstromaggregaten, sondern leistet über verschiedene Organisationen und Projekte soziale und karitative Hilfe, z.B. mit der Lieferung von Lebensmitteln und dringend benötigten Hilfsgütern. Knauf plant derzeit die Errichtung eines neuen Werkes im Westen der Ukraine. 

English
Knauf is an international, family-owned company and locally supplies people around the world with sustainable building materials. These are used in particular to build and renovate urgently needed and affordable housing. Our environmentally friendly insulation materials make a vital contribution to reducing the carbon emissions of buildings and are hence an indispensable tool in the fight against climate change. We condemn the Russian war of aggression against Ukraine, and support and comply with all EU, UK and US sanctions against Russia. Immediately after the start of the war, the Knauf Group halted new investments in Russia. Over the past 30 years, Knauf has acquired or built 14 production sites in Russia and is responsible for its 4,000 employees. We have opted to remain in the Russian market until further notice, because we want to meet our responsibility as a family-owned company, especially in the current difficult situation, and do not want to release our long-serving employees into a position of job insecurity. Raw materials mining, production and sales take place locally, and the employees manufacture exclusively with regional raw materials for the Russian market.

Regarding the allegations by TV show “Monitor”:
Knauf fully complies with all legal and sanctions requirements at all times. We decisively reject the accusation that we do not do so. The TV report suggests that building materials are being imported from the EU to Russia. This is definitely not the case. Knauf does not supply from the EU to Russia or Mariupol. Since February 2022, Knauf has no longer exported goods from Russia or imported goods to Russia. It is important for us to emphasize: Knauf produces building materials and is not involved in construction projects as owner or investor. Knauf has no direct supply contracts with consumers or those who process Knauf products in Russia. Our products reach end users in Russia via many different dealers who operate independently from Knauf. We have no influence on how and where end users utilize our products.

Regarding Knauf’s commitment in Ukraine:
At the start of the war, Knauf immediately brought all the employees at its largest plant in Soledar in the Donbass to safety, organised the relocation of around 200 families from Bakhmut to Kyiv and provided them with accommodation. The Soledar plant, in which Knauf invested around 200 million euros, was completely destroyed during the war. After the destruction of Soledar we immediately reinvested in Ukraine and commissioned and expanded an already decommissioned plant in Kyiv in order to provide the 450 employees with a livelihood and secure the local supply of building materials. Knauf has continuously invested in the protection of its employees and plants. Knauf not only supports its employees and their families with food, cookers and emergency generators, but also provides social and charitable aid through various organisations and projects, for example, by supplying food and urgently needed aid. Knauf is currently planning the construction of a new plant in Western Ukraine. 

Hinweis der Redaktion: Wiedergabe einer Stellungnahme
Die Stellungnahme eines Unternehmens wurde hier wiedergegeben. Bitte beachten Sie, dass die Meinungen und Aussagen in der Stellungnahme nicht unbedingt die Ansichten oder Positionen der Redaktion des Baugewerbe Magazins widerspiegeln. Die erhobenen Vorwürfe stammen nicht von Baugewerbe Magazin, daher übernehmen wir keine Verantwortung für die Inhalte der Stellungnahme. Unsere Aufgabe als Magazin ist es, eine Vielfalt an Perspektiven darzustellen und unseren Leser:innen Informationen aus verschiedenen Quellen bereitzustellen.

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