Neue Wege

Kai Ingmar Link,

P.V. Betonfertigteilwerke weiß: Die Kombination macht’s!

Die Planung eines neuen Abwasserkanals in Großbottwar erwies sich als recht anspruchsvoll. Zum Einsatz kommen schließlich Kanalrohre, die die Vorteile von Beton und Kunststoff kombinieren.

Einheben des neuen Schachtbodens in den alten gemauerten Schacht. © Preco

"Manchmal muss man neue Wege gehen", sagt Christian Opitz, stellvertretender Amtsleiter und Bauleiter vom Zweckverband Verbandsbauamt Großbottwar (VBA), und meint damit nicht den zu erneuernden Radweg, der derzeit in Großbottwar zwischen der Kreuzstraße und der Benzenmühlstraße erstellt wird.

Gemeinsam haben die Baupartner eine Lösung entwickelt, bei der das neue Runde perfekt ins alte Eckige passt. © Preco

Im Blick hat er dabei vielmehr den unter dem Radweg liegenden Mischwasserkanal.

Das neue Schachtunterteil verfügt neben Ablauf und Zulauf DN 300 ein blindes Zulaufgerinne (li.), um eine bessere Zugänglichkeit für TV-Inspektionen und Sanierung sicherzustellen. © Preco

Auffällige Schadensbilder an den alten Steinzeugrohren mit Rissen und Scherbenbildung und eine nicht mehr intakte spätere Inlinersanierung haben einen Neubau erforderlich gemacht. Hier setzt der VBA nun auf ein Novum:

Ausrichten des Schachtbodens und Einsetzen der Absperrblasen. © Preco

Erstmals kommen in dessen Zuständigkeitsgebiet das Fabekun-Kanalrohrsystem und -Schachtunterteile der P.V. Betonfertigteilwerke zum Einsatz.

Ein Kunststoffrohr dient zum Einbringen des Mörtels, mit dem der neue Schachtboden im alten Schachtbauwerk fixiert wird. © Preco

Das Besondere an dem Produkt ist die Kombination zweier Werkstoffe durch das innenliegende PVC-U-Rohr, das ohne Stege und Verankerungen in ein Betonrohr einbetoniert ist. Auch das Beton-Schachtunterteil ist komplett mit PU ausgekleidet.

Thomas Sy (re.) und Tom Textor von der Betriebskolonne der Gemeindewerke Burbach beim Einbringen des fließfähigen ombran MC FG plus Vergussmörtels. © Preco

Auf die Anforderungen in Großbottwar passt die Verbindung der beiden Materialien, bestimmen hier doch ein geringes Gefälle, wenig Überdeckung von 50 bis 60 cm und zu Ablagerungen neigendes Abwasser die Ausgangsvoraussetzungen.

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Einheben eins Preco-Schachtringes © Preco

Opitz erläutert: "Die Bedingungen vor Ort sind schwierig. Wir sind nun zufrieden, dass wir die passende Lösung gefunden haben. Die Verbindung von Beton und Kunststoff bringt sowohl Stabilität und Belastbarkeit als auch, aufgrund der glatten Innenwandung des Kunststoffrohres, eine gute Hydraulik und Korrosionsbeständigkeit mit sich."

Abschließend wurde der neue Schacht DN 1200 mit einer Leiter und einem innenliegenden Absturz ausgestattet. © Gemeinde Burbach

dieser Artikel erschien zuerst in der September-Ausgabe des Baugewerbe Magazins.

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