Naherholungsbaustelle mit Herausforderung
Echterhoff erneuert Regenauslaufbauwerke in Naturschutzgebiet
Im Norden Berlins schlängelt sich auf einer Länge von 14,5 km das Tegeler Fließ durch die Berliner Bezirke Pankow und Reinickendorf, bevor es in den Tegeler See mündet. Ein beliebtes Ausflugsziel für die Berliner und Brandenburger. Und geschützte Naturlandschaft pur, die nebenbei eine Fläche von ca. 126 km² entwässert.
Damit das auch so bleibt, führt Echterhoff hier im Auftrag der Berliner Wasserbetriebe eine Natur- und Gewässerschutzmaßnahme durch: Zwei Regenauslaufbauwerke, die sich in desolatem Zustand befinden, müssen erneuert werden. Auf engstem Raum – eine echte Herausforderung, die die Tiefbau-Spezialisten des Unternehmens gerne annehmen.
Anspruchsvolle Arbeiten bei strikten Bedingungen
Nicht nur das Wasser fließt hier, auch der Verkehr. Und zwar auf dem Oraniendamm bzw. über die Oraniendamm-Brücke, an der das Baufeld liegt. Diese teils auf Eichenpfählen gegründete Brücke bildet eine Engstelle der B96a, die sich hier von 4 auf 2 Fahrspuren verengt. Für die Arbeiten gelten strikte Rahmenbedingungen: In 18 Monaten muss das Projekt beendet sein. Es gibt vier Bauabschnitte, die alle unter ständiger Aufrechterhaltung des Verkehrs bearbeitet werden. Außerdem sind permanente Beweissicherungsmaßnahmen an der Oraniendammbrücke notwendig. Und dann sind da natürlich noch die arten- und naturschutzrechtlichen Auflagen der Naturschutzbehörden, die umgesetzt werden müssen.
Was ist zu tun?
Damit auch wirklich alles wieder dicht hält, gibt es einiges zu tun. Zu den Maßnahmen gehören der Rückbau eines Auslaufes DN 500 B sowie der Neubau eines Auslaufbauwerkes inklusive Sandfang und Zulauf DN 600 GGG auf der gegenüberliegenden Brückenseite. Außerdem muss ein Auslauf Ei 900 B erneuert und ein Auslaufbauwerkes nebst Sandfang und Zulauf DN 800 GGG gebaut werden.
Sämtliche Baugruben und Baugräben werden in Trogbauweise erstellt. Alle Schächte, Kanäle und Bauwerke werden auf Micropfählen mit entsprechenden Kopfbalken gegründet, das Einbringen der Spundwandprofile muss 100% vibrationsfrei erfolgen. Die Vorflut wird mit Qmax 1000l/s aufrechterhalten.
Dass es sich bei der Baustelle nicht um Neuland handelt, kam bei den vorbereitenden Arbeiten heraus. Bevor es so richtig losgehen konnte, mussten die Echterhoff Experten mögliche Hindernisse finden, um überhaupt die erste Trogbaugrube erstellen zu können. Und wie sich herausstellte, waren nicht nur dicke Steine und große Wurzeln, sondern auch riesige Fundamentblöcke im Weg.
Am Ende waren aber auch sie keine wirklichen Hindernisse. Und so konnte die Einbringung der Spundbohlen zum 25.04.2023 erfolgreich abgeschlossen werden.














