Spezialtiefbau

Marvin Meyke,

GEWI-Pfähle für Tunnelprojekt in Rotterdam

Um das Verkehrsaufkommen in Rotterdam besser zu lenken und den Straßenverkehr dauerhaft zu entlasten, entsteht aktuell westlich von Rotterdam mit der "Blankeburgverbinding" eine neue Autobahn zwischen den zwei bestehenden Autobahnen A15 und A20. Im Rahmen des Projekts wurde die Bauer Funderingstechniek B.V., die niederländische Tochtergesellschaft der Bauer Spezialtiefbau GmbH, mit der Lieferung und Ausführung von GEWI-Pfählen – Mikropfählen mit Gewinde – beauftragt.

Von Juli 2019 bis voraussichtlich Mai 2020 werden rund 10.000 Tonnen an GEWI-Material in Rotterdam durch Bauer angeliefert und als 4.500 Einzelpfähle verbaut. © Bauer

Die neue A24 wird sich auf einer Länge von rund 4 km erstrecken und mithilfe von zwei Tunneln den Fluss Scheur queren.  Insgesamt werden im Zeitraum von Juli 2019 bis voraussichtlich Mai 2020 rund 10.000 Tonnen an GEWI-Material durch Bauer angeliefert und als 4.500 Einzelpfähle verbaut.

Im Vorfeld zu den eigentlichen Arbeiten waren 2018 erste Pfahlprobebelastungen durchgeführt worden, um die Hauptreibung der drei vorgefundenen Bodenschichten zu untersuchen. Bis in eine Tiefe von 20 Meter konnte weicher Ton, gefolgt von festem Ton sowie mittleren bis dichten Sandschichten festgestellt werden. Basierend auf den Ergebnissen der Pfahlprobebelastungen konnte das Design der Pfähle für die Tunnelrampen angepasst werden. Im Sommer 2019 wurde schließlich mit der Installation der Pfahlgründung für die südliche – mit 30 Meter sehr tief gelegene – Rampe des zukünftigen Maasdeltatunnels begonnen.

"Bei den gemeinsamen Arbeiten mit unserem Partner De Vries Titan kommen aktuell insgesamt elf Mannschaften mit elf Klemm KR 806 Geräten zum Einsatz", erklärt Maarten Daalmeijer, Projektleiter bei Bauer Funderingstechniek B.V. "So kann der straffe Zeitplan optimal eingehalten werden." Mit diesem Projekt installiert Bauer die bislang tiefsten GEWI-Pfähle in den Niederlanden mit einer endgültigen Durchdringung von 64 Meter unterhalb des NAP, des "Normaal Amserdams Peil" – eines Höhenbezugspunkts des Amsterdamer Wasserpegels.

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