Tief- und Tunnelbau

Kai Ingmar Link,

Sicherer Halt für Unterwassertunnel dank fischer

Am 30. Juni erfolgte die Freigabe des Swinetunnels. Polens längster Unterwassertunnel verläuft zwischen Usedom und Wollin. Mehr als 50.000 Fischer-Schwerlastbefestigungen wurden verbaut.

Blick in den im Bau befindlichen Swinetunnel. © Gulermak/Piorr

2019 starteten die ersten Vorarbeiten des im Mai 2023 fertiggestellten Tunnels. Entstanden sind eine 12 m Durchmesser große zweispurige Hauptröhre und ein parallel verlaufender Not-Tunnel. Der Straßentunnel erstreckt sich mit Einfahrtsabschnitten auf insgesamt knapp 1,8 km. In bis zu 37,5 m unter der Wasseroberfläche unterquert er die Swine.

Mit einer TBM (Tunnelbohrmaschine) erfolgte der Vortrieb beim Bau des Swinetunnels auf rund 1,5 Kilometern. Zusätzlich kam beim Tunnelbau die Deckelbauweise zum Einsatz. Aushub und Bau erfolgten unter einem Deckel, der auf Schlitzwänden aufbetoniert wurde. So ließ sich die Baugrube aussteifen und die Fläche oberhalb der Startschächte auf den Inseln Usedom und Wollin während des Tunnelbaus nutzen. Chemische Befestigungssysteme und Stahlanker von Fischer festigen das Tragwerk aus Stahlbeton und verstärken den Tunnel. Die Verankerungstiefen betragen bis zu 550 mm mit Stäben in den Durchmessern M16 und M30, um Stahlbetonschalen nach dem TBM-Betrieb zu verbinden.

"Wir sind stolz, dass wir mit unseren Befestigungslösungen die Ansprüche und Anforderungen bei dem Bau des Swinetunnels erfüllen und unsere Auftraggeber mit unserer Produkt- und Servicekompetenz von der Planung über den Vor-Ort-Support bis zum erfolgreichen Projektabschluss begleiten konnten", betont Oliwer Pietrzak, Vertriebsmitarbeiter der Fischer Landesgesellschaft in Polen.

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Zum Einsatz kam dabei der fischer Injektionsmörtel Fis EM Plus zusammen mit Systemkomponenten. Die Lösung leitet selbst unter extremen Bedingungen, wie etwa bei Erdbeben und in wassergefüllten Bohrlöchern Lasten sicher in Beton ein. Wie zwei Europäische Technische Bewertungen (ETAs) und die ICC-Zulassung bescheinigen, ist er neben Befestigungen in Beton auch für nachträgliche Bewehrungsanschlüsse die verlässliche Wahl. Seine bewertete (ETA) Nutzungsdauer von 100 Jahren ist ein großer Vorteil bei Infrastrukturprojekten wie dem Swinetunnel, die lange größte Sicherheit wahren müssen.

Das Stuttgarter Ingenieurbüro IEA bescheinigt Verankerungen mit dem Fischer FIS EM Plus sogar eine Dauerhaftigkeit von 120 Jahren. Zusätzlich wurde der Fischer Superbond-Mörtel FIS SB zusammen mit Systemkomponenten im Swinetunnel verbaut. Das Befestigungssystem erreicht mit seiner Silantechnologie eine sehr hohe Verbundspannung für starke Leistung. Zudem kamen im Swinetunnel auch mechanische Verankerungslösungen zum Einsatz, wie die Bolzenanker FBN II, FBZ und FAZ II sowie die Betonschrauben UltraCut FBS II. Mit erheblichen Mengen FAZ II und FBS II wurden beispielsweise die Stützen für die Anlage installiert, die den TBM-Betrieb speist.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 10/23

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