U5 in Frankfurt am Main
Porr stellt Tunnel-Rohbau auf der Europa-Allee fertig
Die "Arbeitsgemeinschaft U5-Europaviertel" aus den Porr-Leistungs- bereichen Ingenieurbau und Spezialtiefbau biegt beim Projekt Stadtbahnverlängerung U5 ins Europaviertel in Frankfurt auf die Zielgerade ein.
Ende 2023 wurde auf der Europa-Allee der letzte Deckenabschnitt für den U-Bahn-Tunnel in offener Bauweise betoniert. Mit der Fertigstellung des Rohbaus sind alle Tunnelarbeiten in offener und geschlossener Bauweise für die Stadtbahnlinie U5 vom Frankfurter Hauptbahnhof ins neue Europaviertel abgeschlossen. Als letzter großer Bauabschnitt stand nach Abschluss dieser Arbeiten der Rohbau der unterirdischen U-Bahn-Station Güterplatz auf der Agenda.
Frank Thiel, Oberbauleiter des Porr-Ingenieurbaus, ist von der Arbeit des Teams überzeugt: "Das Projekt U5 Europaviertel ist ungemein komplex und anspruchsvoll. Um einen 1.160 Meter langen Tunnel im innerstädtischen Bereich und teilweise unter bestehender Bebauung herzustellen, müssen Spezialtiefbau, Tunnelbau, Stahlbetonbau sowie Baulogistik in ständigem Austausch stehen und trotz penibler Planung der Abläufe flexibel auf Änderungen reagieren. Dabei hat uns der Porr-Spirit über die ganzen Jahre durch das Projekt getragen. Das bedeutet, alle relevanten Informationen intern und extern zu teilen, Verantwortung zu übernehmen und jeden Tag aufs Neue höchste Qualität abzuliefern."
Das 137 Meter lange Rampenbauwerk, über das die Stadtbahn vor der Emser Brücke an die Oberfläche gelangt, sowie das Tunnelportal wurden ebenfalls 2023 fertiggestellt. Der dreidimensional gekrümmte Rampenkragen verleiht dem Bauwerk ein kunstvolles Aussehen. Bis Anfang 2024 werden die noch ausstehenden Bereiche über dem Tunnelbauwerk wieder aufgefüllt.
Im Zuge der Tunnelbauarbeiten konnte auf Porr in Frankfurt zwei Premieren feiern: der bereits in 2021 beendete, erste maschinelle Tunnelvortrieb mit einer Tunnelbohrmaschine. Und der 2022 gelungene Anschluss an das Bestandsbauwerk im bergmännischen Vortrieb unter Druckluft. In 17 m Tiefe unterhalb des Platzes der Republik treffen die neuen Tunnelröhren auf den Bestandstunnel aus den 1990er Jahren – im Moment noch durch eine Wand getrennt. Sie soll die Bauwerke im Fall einer Havarie während der Bauarbeiten an der Station Güterplatz schützen.
"Wir werden alles daransetzen, die unterirdische Station Güterplatz so schnell wie möglich fertigzustellen", versichert Frank Thiel. Sobald die Tunnelröhren im Bereich der Tiefstation rückgebaut und für das Recycling abtransportiert sind, können die Rohbauarbeiten beginnen.
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 03_2024.












