zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Spezialausstattung

Kai Ingmar Link,

Flexibler Werkstattausbau von PlugVan

Das System vom PlugVan-Modul ist immer identisch: ein Rahmen aus Stahl und Aluminium, der auf vier Stützen in das Fahrzeug eingeladen wird. © PlugVan

In Handwerk und Baugewerbe ist ein hohes Maß an Flexibilität erforderlich. Auch Fahrzeuge müssen daran angepasst werden. Häufig sind gewerblich genutzte Transporter aber nur auf eine einzelne Nutzung, etwa als Werkstattfahrzeug, ausgelegt. Um das zu ändern, hat das Berliner Start-up PlugVan ein Werkstattmodul zum Einschieben entwickelt. Damit ist es möglich, Nutzfahrzeuge in nur wenigen Minuten in ein Werkstattfahrzeug zu verwandeln und gleichzeitig für weitere Zwecke zu nutzen.

Werkstatteinrichtungen für leichte Nutzfahrzeuge gibt es bereits in verschiedenen Varianten auf dem Markt. Eines haben dabei die meisten Einrichtungen gemein: Sie sind fest im Basisfahrzeug verbaut und lassen somit wenig Flexibilität beim Ein- und Ausbau oder einer weiteren Nutzung des Transporters zu. Wer diesen aber für anderweitige Zwecke oder im leeren Zustand nutzen möchte, gelangt dort schnell an die Grenzen. Das Start-up PlugVan bietet dafür eine Lösung. Das flexible Werkstattmodul kann in nur fünf Minuten von einer Person ein- und auch wieder ausgeladen werden. Somit wird die gesamte Werkstatteinrichtung nicht fest verschraubt, sondern nur an den Zurrösen des Transporters befestigt.

Das modulare Prinzip von PlugVan

Millionen zugelassene Nutzfahrzeuge in Deutschland sind nur auf eine einzelne Nutzung ausgerichtet, beispielsweise als Camper, Werkstattfahrzeug oder gänzlich leer. Seit der Gründung im Jahr 2018 hat die Firma PlugVan verschiedene Module entwickelt, die dieses Problem lösen und unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten der Transporter ermöglichen. Das Wohnmodul, das erste Modul der Firma, verwandelt den Kastenwagen in wenigen Minuten in einen voll ausgestatteten Camper. Zwei Jahre später wurde das Werkstattmodul entwickelt und auf den Markt gebracht. Daneben gibt es noch den PlugVan Rahmen, der einen eigenen Ausbau je nach gewünschtem Gebrauch zulässt. Auch im Bereich Logistik, Büro und Messe bietet PlugVan Ausbauten für Transporter an. Seit neuestem gibt es auch ein Kühlmodul. Für eine geplante Lösung in der Baustellenlogistik ist das Start-up noch auf der Suche nach Pilotkunden für die Zukunft.

Anzeige

Das PlugVan-System

Das System vom PlugVan-Modul ist immer identisch: ein Rahmen aus Stahl und Aluminium, der auf vier Stützen in das Fahrzeug eingeladen wird. An den Stützen sind Rollen befestigt, die das einfache Ein- und Ausladen ermöglichen. Mit einem Akkuschrauber werden die Stützen zum Einladen nacheinander eingefahren, das Modul wird in das Fahrzeug geschoben und mit Spanngurten an den Zurrösen im Transporter verzurrt. Das ganze Kunststück kann eine Person in nur wenigen Minuten vollbringen. Optional ist auch eine Beladung mit einem Gabelstapler möglich.

Das Werkstattmodul – der flexible Ausbau für Handwerksbetriebe

Das Besondere am PlugVan-Werkstattmodul ist, dass der Rahmen mit einer individuellen Werkstatteinrichtung ausgestattet ist. Mit dem Ausschub der Seitenwände im Modul wird die gesamte Breite des Fahrzeugs optimal genutzt. So entsteht ein breiter Durchgang, in dem auch lange Materialien transportiert werden können. Die Einrichtung ist individuell und flexibel wählbar. Das Start-up kann dabei Werkstatteinrichtungen unterschiedlichster Anbieter verbauen.

Je nach den Bedürfnissen des jeweiligen Handwerksbetriebs können verschiedene Regalsysteme unter anderem mit Schubladen, Systemkoffern, Boxen eingebaut werden. Spezielle Ausbauten wie zum Beispiel ein ausklappbarer Schraubstock oder eine Werkbank sind ebenfalls möglich. Abhängig von der Länge des Fahrzeugs ist zwischen Modul und Fahrerkabine noch eine Menge Platz, um weitere große Materialien oder Geräte zu verstauen.

Unterschiedliche Konfigurationen

Die Werkstattmodule gibt es in zwei verschiedenen Grundkonfigurationen. Eine Konfiguration hat einen Basisunterbau aus Holz. Die Werkstatteinrichtung kann Sortier – und Schranksysteme von Anbietern wie zum Beispiel Würth oder Reca Norm umfassen. Auch eine Werkbank und weitere Spezialwerkzeuge können verbaut werden. Ein Spezialwerkzeug wurde beispielsweise für Adler-Arbeitsmaschinen verbaut: ein klappbarer Schraubstock.  Außerdem gibt es ein Werkstattmodul mit kompletter Würth-Werkstatteinrichtung. Auch diese kann individuell variieren und die Orsy-Systeme, Schränke, Schubladen, Klappenregale, Schüttboxen und Weiteres umfassen.

Vorteile des PlugVan-Werkstattmoduls

Mit einem PlugVan-Werkstattmodul ist es einem Betrieb möglich, Nutzfahrzeuge problemlos mehrfach zu nutzen, die verschiedenen Module (zum Beispiel Camping- oder Logistikmodul) können auch untereinander ausgetauscht werden. Durch das schnelle Ein- und Ausladen ist das PlugVan-System ideal für große Fahrzeugflotten geeignet, da die Module flexibel zwischen den Fahrzeugen gewechselt werden können. Auch Mietfahrzeuge und geleaste Kastenwagen können mit der Werkstatteinrichtung ausgestattet werden, die auch nach Ablauf der Miete weiter genutzt wird. Im Zuge der stetigen Etablierung von elektrischen Nutzfahrzeugen bringt die flexible Lösung von PlugVan einen weiteren Vorteil: Wird ein elektrisch betriebener Transporter gerade geladen, kann das Modul einfach in einen anderen Transporter eingebaut werden und der Betrieb kann reibungslos weiterlaufen. Die modulare Ausbauweise im Modul ermöglicht außerdem eine individuell planbare Regalkonfiguration nach eigenen Wünschen. Und zwar für alle gängigen Transporter und Kleintransporter sowie 3,5-Tonnen-Kastenwagen.

Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 06_23.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren