Alternative Antriebe

Kai Ingmar Link,

Komatsu-Elektrobagger PC210LCE-11 im Einsatz

Der japanische Baumaschinenhersteller Komatsu verfolgt das ehrgeizige Ziel, bis zum Jahr 2050 CO₂-neutral zu werden. Ein zentraler Baustein dieses Plans ist die schrittweise Einführung von elektrisch betriebenen Baumaschinen. In Kooperation mit Schlüter Baumaschinen werden derzeit die ersten Prototypen dieser neuen Maschinengeneration auf Baustellen eingesetzt. Ab Juni 2024 wird der neue 21-Tonnen-Bagger PC210LCE-11 in Bad Arolsen bei der Firma Wenowa, einem Tochterunternehmen der Marpe Bau GmbH & Co. KG, eingesetzt.

Wenowa, Teil der Marpe-Gruppe, betreibt in Bad Arolsen eine Recyclingdeponie, die zu einem neuen Firmengelände umfunktioniert wird. Hier kommt der neue Komatsu PC210LCE-11 für verschiedene Erd- und Tiefbauarbeiten zum Einsatz. © Komatsu

Komatsu und Elektromobilität

Die Elektromaschinen von Komatsu basieren auf mehr als einem Jahrhundert Know-how in der Baumaschinenentwicklung und sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Reduzierung der CO₂-Emissionen. Das Modell PC210LCE-11, ein elektrohydraulischer Bagger, ist mit einer Lithium-Ionen-Batterie ausgestattet und erreicht eine Motorleistung von 123 kW bei Netto-Null-Emissionen. Die Batterie hat eine Lebensdauer von über 10.000 Stunden, was zu deutlich geringeren Wartungskosten führt. Pro Jahr spart die Maschine bei einer Arbeitszeit von rund 1.200 Stunden etwa 42 Tonnen CO₂ ein.

Der PC210LCE-11 im Einsatz bei Wenowa

Wenowa, ein Unternehmen der Marpe-Gruppe, betreibt in Bad Arolsen eine Recyclingdeponie, die zu einem neuen Firmengelände umgebaut wird. Hier wird der neue Komatsu PC210LCE-11 für verschiedene Erd- und Tiefbauarbeiten eingesetzt. Neben dem Beladen von Muldenkippern und Brechern wird der Bagger auch mit Hydraulikhämmern und Pulverisierern eingesetzt. Torsten Stremmel, Betriebsleiter bei Wenowa, und sein Team setzen den Elektrobagger in der Praxis ein, um den energieeffizienten Betrieb in realen Projekten zu testen. Fahrer Mourao zieht ein erstes Fazit über die Maschine: „Der PC210LCE-11 von Komatsu ist eine leistungsstarke Maschine mit hervorragender Standsicherheit, die sich komfortabel im Erdbau einsetzen lässt. Die Hubkraft in Kombination mit dem Elektroantrieb ist sehr ausgereift.“ Verbesserungsbedarf sieht Mourao allerdings bei der derzeitigen Akkulaufzeit: „Bei einer Betriebsdauer von 5 bis 6 Stunden muss die Maschine in der Mittagspause aufgeladen werden, um den ganzen Tag einsatzbereit zu sein. Ideal wäre eine Akkulaufzeit von 8 bis 10 Stunden.“

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Jörg Marpe setzt auf elektrische Maschinen

Jörg Marpe, Geschäftsführer von Marpe Bau GmbH & Co. KG und Wenowa, zeigt sich ebenfalls zufrieden mit der Leistung des PC210LCE-11. „Der Bagger bringt eine gute Leistung und ist variabel einsetzbar“, bestätigt Marpe. Er betont, dass Elektromobilität und Nachhaltigkeit für sein Unternehmen zentrale Themen sind. Die Marpe-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, in den nächsten fünf Jahren klimaneutral zu werden. Dafür plant das Unternehmen Investitionen in Photovoltaikanlagen, elektrische Lkw und Pkw sowie weitere elektrische Baumaschinen und Brecher. „Schon heute ist ein Großteil unserer Fahrzeuge elektrisch angetrieben und wir setzen auf Hybrid-Baumaschinen“, so Marpe.

Ausblick auf die Zukunft elektrischer Maschinen

Der positive Einsatz des PC210LCE-11 hat dazu geführt, dass die Maschine noch zwei Monate bei Wenowa bleibt, um weitere Praxistests durchzuführen. Ziel ist es, mit diesen Erfahrungen die elektrische Baumaschine weiter zu optimieren. Komatsu sieht in der schrittweisen Einführung von Elektromodellen eine große Chance, CO₂-neutral zu werden und den Markt für elektrische Baumaschinen zu erschließen. Durch Partnerschaften mit Unternehmen wie der Marpe Gruppe und Schlüter Baumaschinen wird die Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Zukunft in der Baubranche weiter vorangetrieben.

Schlüter Baumaschinen: Ein starker Partner

Schlüter Baumaschinen begleitet als zuverlässiger Partner die Marpe Bau GmbH & Co. KG auf dem Weg in die Elektromobilität. Mit 33 Standorten und mehr als 1.000 Mitarbeitern ist das Unternehmen der größte Komatsu-Händler in Deutschland und bietet ein umfassendes Angebot an Premium-Produkten und Dienstleistungen, die auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind. Schlüter legt besonderen Wert auf einen erstklassigen Kundenservice und bietet maßgeschneiderte Lösungen rund um Neumaschinen, Gebrauchtmaschinen, Finanzierung, Miete sowie Wartungs- und Reparaturdienstleistungen. Der Einsatz des PC210LCE-11 zeigt, dass die Zukunft der Baubranche zunehmend elektrisch wird und Unternehmen wie Komatsu und Schlüter Baumaschinen die Entwicklung hin zu nachhaltigen Baumaschinen aktiv mitgestalten.

Alternative Antriebe für Baumaschinen: Ein Weg in die Zukunft

Die Elektromaschinen von Komatsu basieren auf über einem Jahrhundert an Know-how in der Baumaschinenentwicklung und sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Reduktion von CO₂-Emissionen. © Komatsu

Alternative Antriebe von Baumaschinen sind nur eine Initiative der Baubranche, trotz Krise neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Elektro-Motoren, Wasserstoffmotoren und Hybridantriebe werden immer mehr entwickelt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und CO2-Neutralität zu erreichen. Doch damit stößt der Innovationsgeist der Branche noch lange nicht am Ende.

Ein Zeichen in der Baukrise: die Aktion BauZukunft

Die Baubranche durchlebt derzeit eine ungewöhnlich Krise, die viele Unternehmen mit Sorgen und Unsicherheit erfüllt. Die Ursachen sind vielfältig: Angefangen bei einer schwächelnden Konjunktur bis hin zu politischen Unsicherheiten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Aufträge zu erfüllen und gleichzeitig die Zukunft ihrer Mitarbeitenden zu sichern. In dieser Zeit der Krise möchte das Baugewerbe Magazin die Stimme der Bauunternehmen stärken und hat die Aktion BauZukunft ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, den Unternehmen ein Forum zu bieten, um ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu kommunizieren.

Die Herausforderungen der Bauindustrie: Eine Analyse der aktuellen Baukrise

Das Baugewerbe sieht sich gegenwärtig mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die als "Baukrise" bezeichnet werden müssen. Diese Krise hat weitreichende Auswirkungen auf verschiedene Aspekte der Baubranche, angefangen bei der Materialbeschaffung bis hin zur Fertigstellung von Bauprojekten. In diesem Artikel werfen wir einen genauen Blick auf die Ursachen, Auswirkungen und potenziellen Lösungsansätze für die aktuelle Baukrise.

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