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Artikel und Hintergründe zum Thema

Temperaturgesenkte Asphalte

Kai Ingmar Link,

Großes Potenzial dank Hamm

Die Herstellung temperaturgesenkter Asphalte bietet großes Potenzial zur Energieeinsparung und Reduzierung von CO2-Emissionen, was sie zu einem immer wichtigeren Baustoff im Straßenbau macht. 

Eine Hamm-Maschine trägt temperaturgesenkten Asphalt auf einer Straße auf. © Hamm

Diese Mischgüter, im Straßenbau weithin auch unter den Begriffen Niedrigtemperaturasphalt oder Warm-Mix bekannt, werden bei 110 bis 130 °C produziert. Im Vergleich dazu werden konventionelle Heißasphalte bei deutlich heißeren Temperaturen hergestellt. Genauer gesagt, liegen hier die Temperaturen bei 140 bis 180 °C. Die Einsparungen sind auf den Baustellen deutlich spürbar: Laut den Erfahrungen des Deutschen Asphaltverbandes reduziert eine Absenkung der Temperatur um 30 °C den Energieverbrauch um 0,9 Liter Heizöl pro Tonne Fertigasphalt.

Für die Produktion von temperaturabgesenktem Asphalt sind spezielle Technologien erforderlich, die eine Reduktion der Bitumenviskosität ermöglichen. Benninghoven, ein internationaler Spezialist für Asphaltmischanlagen, hat hierfür präzise Dosiersysteme sowie das passende Schaumbitumen-Modul entwickelt. Schaumbitumen, das durch die Zugabe von Wasser aufgeschäumt wird, ermöglicht auch bei niedrigeren Temperaturen eine gute Benetzung des Gesteins und damit geschmeidige Einbaueigenschaften.

Der Einbau von temperaturgesenktem Asphalt stellt ebenfalls spezielle Anforderungen, da das Material schneller abkühlt und damit das Verdichtungszeitfenster verkürzt wird. Technologien wie die Vögele-Hochverdichtungstechnologie oder der Verdichtungsassistent Hamm Smart Compact sorgen dafür, dass die Verdichtung effizient und schonend durchgeführt werden kann. Systeme wie Witos Paving Plus und RoadScan unterstützen zudem die Prozesssicherheit bei Logistik und Temperaturüberwachung während des Einbaus.

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Temperaturgesenkter Asphalt bietet sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile und kann dank moderner Technologien wie denen der Wirtgen Group problemlos hergestellt, transportiert und verarbeitet werden.

Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 11_2024.

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