Kraftwerksbau
Porr - Neubau des Pumpspeicherkraftwerks in Forbach schreitet voran
Mit dem Neubau des Pumpspeicherkraftwerks in Forbach entsteht im Schwarzwald eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte für die zukünftige Energieversorgung in Deutschland. Während oberirdisch nur ein Teil der Arbeiten sichtbar wird, entwickelt sich tief im Berginneren die technische Infrastruktur der neuen Anlage mit hoher Präzision weiter. Im Fokus stehen derzeit die Betonagearbeiten, der Ausbau der Kavernen sowie die Fertigstellung zentraler wasserführender Systeme. Für die Bauwirtschaft zeigt das Projekt beispielhaft, wie anspruchsvoller Tunnelbau, Energietechnik und Spezialtiefbau ineinandergreifen.
Beton- und Ausbauarbeiten prägen die aktuelle Bauphase
Im Inneren des Berges konzentrieren sich die Arbeiten des Teams von Porr Tunnelbau aktuell auf mehrere Schlüsselbereiche gleichzeitig. In den Kavernen des Schwarzenbachwerks, des Murgwerks sowie in der Trafokaverne laufen die Beton- und Ausbauarbeiten kontinuierlich weiter. Mit jedem Bauabschnitt entsteht das technische Zentrum des künftigen Pumpspeicherkraftwerks.
Besonders anspruchsvoll zeigt sich dabei die Umsetzung der unterirdischen Infrastruktur. Die Kavernen müssen nicht nur hohen statischen Anforderungen standhalten, sondern gleichzeitig die Grundlage für den späteren Anlagenbetrieb schaffen. Der präzise Ausbau der Sohle und Gewölbe in den Unterwasserstollen von Murg und Schwarzenbach verleiht den wasserführenden Systemen Schritt für Schritt ihre endgültige Form.
Gerade bei Großprojekten im Tunnel- und Kraftwerksbau wird deutlich, wie eng Terminplanung, Logistik und bautechnische Ausführung miteinander verzahnt sind. Der parallele Ausbau mehrerer untertägiger Bauabschnitte gilt dabei als wesentlicher Faktor, um komplexe Infrastrukturmaßnahmen wirtschaftlich und im Zeitplan umzusetzen.
Fortschritte im Oberwasserbereich sichern nächste Projektetappen
Auch außerhalb der Kavernen erreicht der Neubau des Pumpspeicherkraftwerks Forbach wichtige Meilensteine. Im Bereich des Schwarzenbachwerks wurden bereits erste Rohrschüsse der Stahlpanzerung eingebaut. Nach dem Einheben der Bauteile erfolgte durch Porr Tunnelbau die Einbetonierung der Stahlrohre, wodurch die Konstruktion dauerhaft gesichert wird.
Diese Arbeiten gelten als zentraler Bestandteil der späteren Energieerzeugung und Wasserführung innerhalb der Anlage. Gerade im Kraftwerksbau kommt der präzisen Integration solcher Systeme eine besondere Bedeutung zu, da selbst geringe Abweichungen langfristige Auswirkungen auf Betriebssicherheit und Effizienz haben können.
Parallel dazu wurden am Auslaufbauwerk sämtliche Ankerarbeiten erfolgreich abgeschlossen. Mit dem nun beginnenden Spannen der Anker wird die Voraussetzung für die nächsten Bauabschnitte geschaffen. Anschließend startet der Aushub der Baugrube. Damit beginnt eine weitere Phase innerhalb des komplexen Infrastrukturprojekts in Forbach.
Forbach erlebt den Wandel vom Traditionskraftwerk zum modernen Energiespeicher
Neben dem baulichen Fortschritt markiert das Projekt auch einen tiefgreifenden strukturellen Wandel für den Energiestandort Forbach. Ende März wurde das Schwarzenbachwerk nach mehr als 100 Jahren Betrieb offiziell außer Betrieb genommen. In den kommenden Wochen folgt auch das Murgwerk.
Damit endet die Geschichte einer der traditionsreichsten Energieanlagen im Schwarzwald. Gleichzeitig entsteht mit dem Neubau des Pumpspeicherkraftwerks eine moderne Speicherlösung, die künftig eine wichtige Rolle für die Stabilität des Energiesystems übernehmen soll.
Für die Bauwirtschaft besitzt das Projekt Signalwirkung. Der Umbau bestehender Energieinfrastruktur zählt zu den zentralen Aufgaben der kommenden Jahre. Projekte wie in Forbach zeigen, dass insbesondere der Tunnelbau, der Spezialtiefbau und der Ausbau unterirdischer Infrastruktur zunehmend an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig verdeutlicht der Baustellenfortschritt, wie moderne Bauverfahren und erfahrene Ausführungspartner wie Porr Tunnelbau komplexe Energiebauprojekte effizient umsetzen können.
Mit dem Fortschritt der Arbeiten entwickelt sich Forbach damit nicht nur zu einem zentralen Energiespeicherstandort, sondern auch zu einem Beispiel für die technische Transformation im deutschen Infrastrukturbau.









