mikado-Interview
High-Tech-Abbund - Mitglieder sind überzeugt
Heiko Posegga ist bei der diesjährigen Mitgliederversammlung als Präsident des bundesweiten Verbandes High-Tech-Abbund im Zimmererhandwerk e.V. einstimmig wiedergewählt worden. Der Geschäftsführer eines Holzbau-Unternehmens in Hude lenkt nun seit 15 Jahren die Geschicke des Verbandes und wurde bereits zum sechsten Mal in Folge von den Mitgliedern gewählt. mikado hat Heiko Posegga zu seinen Zielsetzungen als neuer alter Präsident befragt.
mikado: Herr Posegga, wie fühlt man sich, wenn man als Präsident über einen so langen Zeitraum so einen Rückhalt seitens der Mitglieder erfährt? Macht es Sie auch ein wenig stolz?
Heiko Posegga: Zugegeben, ein wenig Stolz ist auch dabei, doch noch mehr Zufriedenheit darüber, dass wir es als Vorstand gemeinsam mit der Geschäftsstelle über diese lange Zeit geschafft haben, uns immer wieder neu zu erfinden und mit relevanten Informationen und betriebsnahen Angeboten unsere Mitglieder zu überzeugen. Bei meiner ‚Erstwahl‘ bin ich für eine Amtszeit angetreten, doch dass daraus 15 Jahre bis jetzt wurden, hätte ich mir nicht vorstellen können.
Haben Sie sich (neue) Ziele für die nächsten 3 Jahre Ihrer Präsidentschaft gesteckt?
1995 wurde der Verband gegründet, um den damals noch sehr jungen Maschinenabbund intensiv zu fördern. Und ich bin der festen Überzeugung, dass der Verband High-Tech-Abbund in diesen 30 Jahren maßgeblich dazu beigetragen hat, dass sich der CNC-Abbund in Deutschland vollständig etablieren konnte. Die Ausrichtung unseres Verbandes fokussiert sich künftig, neben dem professionellen Lohnabbund, stärker auf die Vorfertigung, auf die prozessoptimierte Elementierung. Darin sehen wir die Kernkompetenz unseres Verbandes mit seinen rund 150 spezialisierten Mitgliedsbetrieben. Des Weiteren werden wir wachsam die Normung begleiten, ob Eurocode 5 oder Holzbaunorm.
Der Verband hat in diesem Frühjahr sein 30-jähriges Gründungsjubiläum gefeiert. Welche Meilensteine gab es in dieser Zeit für Sie?
Den ersten großen Meilenstein hat unser vormaliger Verbandspräsident Manfred Hammer zuwege gebracht. Denn er hat von Anfang an auf eine enge Verbindung zu dem Maschinenhersteller Hans Hundegger gesetzt. Dieser seitdem intensive Kontakt kommt heutzutage unseren Mitgliedsbetrieben sehr zugute. So ist zum Beispiel das jährliche ‚Anwender-Treffen‘ im Januar bei der Firma Hundegger ein Highlight in unserem Veranstaltungs-Kalender, im letzten Jahr nahmen rund 100 Verbandsmitglieder daran teil.
Ein weiterer Meilenstein in der Verbandsgeschichte ist die Einführung unseres ‚Chefseminars‘. Jedes Jahr treffen sich hierzu die Geschäftsführer, Inhaber und leitenden Mitarbeiter der Mitgliedsbetriebe, um sich drei Tage lang über aktuelle und relevante Themen aus der Holzbaubranche auszutauschen. Dabei sind wir jedes Jahr an einem anderen Ort und verbinden das stets mit einer interessanten Betriebsbesichtigung.
Aktuell sind rund 150 Mitglieder im Verband High-Tech-Abbund organisiert. Welche Vorteile ergeben sich denn daraus für die Betriebe?
Hier ist als allererstes der hervorragende Austausch unter den Kollegen zu nennen. Die 150 bundesweiten Mitglieder kommen aus ganz unterschiedlichen Regionen und sind deshalb viel offener in ihren Gesprächen, als es beispielsweise in den örtlichen Innungen der Fall ist. Ein weiteres großes Plus ist unser ausgewähltes Seminarprogramm zu technischen Themen, über Software-Lösungen oder für Maschinenbediener. Hierzu bieten umfassende Informationen aus der Praxis. Zudem bieten wir als Verband den Vorteil, dass sich unsere Mitglieder bei den versierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle in vielerlei Bereich individuell beraten lassen können.









