Auf 80.000 m²
Acht Wolff-Krane errichten Zeiss-Standort
Für den Bau des neuen Hightech-Standorts von Carl Zeiss in Jena mit insgesamt 118.000 m² Bruttogeschossfläche setzt Riedel Bau acht Wolff-Krane ein.
Auf dem 80.000 m² großen Baufeld kommen sieben Wolff 7534.16 Clear mit Spitzentraglasten zwischen 2,9 und 7,2 t sowie ein Wolff 6071.20 Cross mit 9,6 t Spitzentragfähigkeit zum Einsatz. Riedel Bau erwarb für die Megabaustelle zwei neue spitzenlose Wolff 7534.16 Clear. Alle Krane sind auf Endhöhe montiert, da sie sich das Baufeld zu Beginn noch mit fünf weiteren Kranen des Vorbauunternehmers teilten, die überschwenkt werden mussten.
Eine besondere Rolle kommt dem Wolff 6071.20 Cross zu, dem einzigen Modell mit Turmspitze. Er wird während seines Arbeitseinsatzes mehrere Hundert Betonfertigteile wie Wandelemente und Deckenplatten mit bis zu 18 Tonnen transportieren. Zusätzlich sind insgesamt sechs Sonderhübe mit bis zu 22,0 Tonnen Einzelgewicht geplant, die der Kran im Überlastmodus absolviert.
Bevor es zum ersten Lastenhub kam, sah sich Daniel Wandelt, Arbeitsvorbereiter bei Riedel Bau, mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert: "Einer der größten Knackpunkte bei diesem Projekt ist die Gründung der Krane", erläutert er. "Teilweise haben wir Gebäudefundamente zum Kranfundament erweitert. So etwa vier Fundamente eines Parkdecks, die wir verstärkt haben, um sie als Standplatz für einen 8,0-x-8,0-Meter-Kreuzrahmen zu nutzen". Bei fünf Kranen sind die Kranfundamente unter anderen Gründungsbauteilen angeordnet. Die einzige Lösung sind Fundamentanker, die im Boden verbleiben.
Bei einer Baustelle dieser Größe und Komplexität wollen die Standorte der Krane durchdacht sein. Ein Wolff 7534.16 Clear wurde in die Mitte von zwei Aufzugsschächten platziert. Die Mittelwand wurde vorläufig weggelassen, um genug Platz für den 2,0-x-2,0-Meter-Turm zu haben. "Da der Turm allerdings am geplanten oberen Ende der Aufzugschächte eine berechnete Auslenkung von 50 cm hat und somit im späteren Bauverlauf mit den Schachtwänden kollidieren würde, planen wir gemeinsam mit Riedel Bau eine Abspannung gegen den Aufzugsschacht", sagt Wolfgang Kavelius, zuständig für den Vertrieb bei Wolffkran.
"Dank des flexiblen Wolff-Turmsystems begannen wir den Turmaufbau zudem mit zwei Turmstücken HT 23 mit 2,3 Metern Seitenlänge. Der weitere Turmaufbau erfolgte mit einem Übergangsstück und TV-20-Turmelementen. So können wir die Auslenkung in Höhe des oberen Endes des Aufzugs auf 12 cm, an der Kranturmoberkante von ursprünglich 90 auf 40 cm beschränken", so Wolfgang Kavelius.
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 01-02_2024.












