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Artikel und Hintergründe zum Thema

Erfolgreicher Abschluss am Nord-Ostsee-Kanal

Max Kandler,

Depenbrock und ARGE-Partner realisieren Ausbauabschnitt

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder würdigte am 10.11.2025 die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts am Nord-Ostsee-Kanal und bezeichnete das Vorhaben als zukunftsweisend für eine der wichtigsten europäischen Handelsrouten. Mit der offiziellen Verkehrsfreigabe wurde ein Meilenstein in der Modernisierung des Nord-Ostsee-Kanals gesetzt, dessen Ausbau auf eine langfristige Leistungssteigerung der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt abzielt.

Vertreter der ARGE bei den Feierlichkeiten zum ersten Ausbauabschnitt, v.l.n.r.: Florian Merz (NNT/DI), Lutz Dröge (NNT/DI), Olaf Gerkmann (NNT/DI), Bernhard Hebbelmann (DB), Malte Reinhart (VdH/CvE), Thomas Biermanski (DB), Sebastiaan Coonen (VdH), Leonard Heckel (DB), Thorsten Fitzner (NNT/DI), Teo Huisman (VdH), René Meijer (VdH). VdH = Van den Herik Kust- en Oeverwerken B. V. DB = Depenbrock Bau GmbH & Co. KG NNT/DI = Nordsee Nassbagger- und Tiefbau GmbH/Dredging International N. V. © Depenbrock

Die Depenbrock Gruppe setzte gemeinsam mit ihren ARGE-Partnern Nordsee Nassbagger- und Tiefbau GmbH, Dredging International N. V. sowie Van den Herik Kust- en Oeverwerken B. V. die Verbreiterung der Oststrecke zwischen Großkönigsförde und Schinkel (Kanalkilometer 79,9 bis 84,1) um. Der erste Bauabschnitt wurde termingerecht abgeschlossen und umfasste vielfältige technische und logistische Anforderungen. Ziel war es, die Mindestsohlbreite dieses Kanalabschnitts von 44 auf 70 Meter zu erweitern. Mit dieser Maßnahme sollen sich die Passagezeiten verkürzen und der Begegnungsverkehr sicherer und effizienter ablaufen. Die Erweiterung ist Teil eines umfassenden Ausbauprogramms, das den Nord-Ostsee-Kanal an wachsende Schiffsdimensionen anpasst und seine Bedeutung als internationale Handelsroute langfristig sichert.

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„Der Ausbau des NOK war technisch wie logistisch eine enorme Herausforderung: täglicher Schiffsverkehr im laufenden Betrieb, komplizierte Baugrundverhältnisse und höchste Anforderungen an Sicherheit und Umwelt“, erklärt Leonard Heckel, Projektleiter bei Depenbrock. „Dass wir all das reibungslos umgesetzt haben, zeigt, was Teamgeist, Erfahrung und Engagement bewirken können.“

Inbetriebnahme auf dem Wasser

Zur Verkehrsfreigabe lud das Wasserstraßen-Neubauamt Nord-Ostsee-Kanal rund 120 Gäste nach Flemhude ein. Von dort aus startete das historische Ausflugsschiff „Freya“ zu einer Fahrt entlang der fertiggestellten Ausbaustrecke. Während der Passage wurden an Bord umfangreiche Präsentationen gezeigt, die die Planungs- und Bauabläufe der vergangenen fünfeinhalb Jahre erläuterten. Die Fahrt diente dazu, die Dimensionen des Projekts anschaulich zu vermitteln und den baulichen Fortschritt direkt vor Ort nachzuvollziehen.

Umfangreicher Bau- und Logistikaufwand

Während der über fünfjährigen Bauzeit wurden insgesamt 2,5 Millionen Kubikmeter Boden bewegt. Ein großer Teil des Materials wurde als Nassbaggergut über Schuten rund 46 Kilometer bis zur Verbringungsstelle in der Ostsee transportiert. Die Arbeiten umfassten zahlreiche weitere Maßnahmen, darunter:

• Deckwerksherstellung mit etwa 180.000 Tonnen Steinmaterial
• rund 2,5 Millionen Kubikmeter Bodenbewegungen
• 77 Kilometer Faschinen für die Böschungssicherung
• 91.000 Quadratmeter Erosionsschutzmatten
• 4,5 Kilometer Entwässerungsleitungen mit insgesamt 61 Einleitungsstellen
• großflächige Landschaftsbaumaßnahmen auf 300.000 Quadratmetern
• Bau eines Erdwalls entlang der A210
• ein neuer, rund 4.000 Meter langer Betriebsweg am Kanalufer

Durch den Einsatz GPS-gesteuerter Maschinen und digitaler Geländemodelle konnte Depenbrock die geforderten Geländeprofile mit hoher Genauigkeit herstellen, ohne den Schiffsverkehr einzuschränken. „Wir investieren kontinuierlich in moderne Technik. Das zahlt sich bei Projekten wie dem NOK aus“, erläutert Heckel.

Infrastrukturprojekt mit langfristiger Bedeutung

Mit dem abgeschlossenen ersten Bauabschnitt leisten Depenbrock und die ARGE-Partner einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung des Nord-Ostsee-Kanals. Der Ausbau stärkt die Leistungsfähigkeit der Wasserstraße und sichert ihre Funktion als zentrale Verbindung zwischen Nord- und Ostsee. Der volkswirtschaftliche Nutzen des Kanals ist erheblich: Nach Angaben des Kiel Instituts für Weltwirtschaft generiert der Nord-Ostsee-Kanal jährlich rund 570 Millionen Euro für Deutschland.

Das Projekt unterstreicht die Bedeutung einer leistungsfähigen Infrastruktur für die maritime Zukunft und die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Mit dem ersten Bauabschnitt ist ein wesentlicher Schritt zur langfristigen Sicherung dieser wichtigen Handelsroute abgeschlossen.

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