bauma 2025

Kai Ingmar Link,

Klimaneutrales Bauen im Fokus

Die Baumaschinenbranche steht vor der Aufgabe, ihre Prozesse klimafreundlicher zu gestalten.

Die EU hat das Ziel formuliert, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Der Bausektor trägt mit rund 36 Prozent erheblich zu den CO2-Emissionen in der europäischen Gemeinschaft bei. © Messe München

Lösungsansätze und technologische Entwicklungen werden auf der bauma 2025 präsentiert, die – nach den üblichen drei Jahren Pause – vom 7. bis 13. April 2025 in München stattfindet. Als führende Messe für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte setzt sie einen Schwerpunkt auf die Dekarbonisierung von Bauprozessen.

Klimaneutralität als Ziel der Branche

Die EU hat das Ziel formuliert, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Der Bausektor trägt mit rund 36 Prozent erheblich zu den CO2-Emissionen in der europäischen Gemeinschaft bei. Ein Großteil dieser Emissionen entsteht bei der Baustoffgewinnung und im Betrieb von Gebäuden, doch auch während der Bauphase sind auf den Baustellen erhebliche Reduktionen möglich. Ein Ansatzpunkt sind die Antriebe der eingesetzten Maschinen.

Effizienzsteigerung als Schlüssel zur Emissionsreduktion

Wesentliches Potzenzial zur Senkung des Energieverbrauchs liegt in der Verbesserung der Effizienz von Baumaschinen. "Da die internationale Baumaschinenbranche diese Entwicklung schon seit Jahrzehnten energisch vorantreibt, wurde hier – zum Beispiel durch immer sparsamere Komponenten und Systemauslegungen – schon vieles erreicht", sagt Joachim Schmid, Geschäftsführer im Bereich Baumaschinen und Baustoffanlagen beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Besonders große Einsparpotenziale sieht er in der Optimierung von Bauprozessen.

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Digitalisierung und Automatisierung für mehr Nachhaltigkeit

Die Digitalisierung bietet weitere Möglichkeiten zur Emissionsreduktion. Digitale Steuerungssysteme helfen, Maschinen effizienter einzusetzen und Stillstandzeiten zu minimieren. Fortschritte in der Machine-to-Machine-Kommunikation ermöglichen eine bessere Koordination von Fertigungsabläufen, während Sensoren den Maschinenzustand überwachen und einen unnötig hohen Energieverbrauch frühzeitig erkennen können. "Auch bei der Maschinenbedienung lassen sich noch bedeutende Potenziale zur CO2-Einsparung heben", so Schmid. Schulungen für Maschinenführerinnen und Maschinenführer sowie digitale Assistenzsysteme und teilautomatisierte Prozesse tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei.

Alternative Antriebe als Zukunftslösung

Neben Effizienzsteigerungen spielen alternative Antriebe eine entscheidende Rolle in der Klimastrategie der Baubranche. Elektrische Antriebskonzepte sind bereits weit verbreitet, während wasserstoffbetriebene Baumaschinen zunehmend in den Fokus rücken. Die Nutzung von hydriertem Pflanzenöl (HVO) als Kraftstoff bietet weiteres Potenzial zur CO2-Reduktion. "Alternative Antriebskonzepte haben bei den Herstellern und Anwendern derzeit eine so hohe Relevanz, so dass wir diesem Technologiesegment auf der bauma 2025 ein eigenes Leitthema widmen", erklärt Nicole Schmit, Exhibition Director der bauma.

Politische Rahmenbedingungen als Erfolgsfaktor

Die Transformation zur klimaneutralen Baustelle erfordert jedoch nicht nur technologische Fortschritte, sondern auch politische Rahmenbedingungen, die Innovationen unterstützen. Dazu gehören geeignete gesetzliche Vorgaben, Bürokratieabbau, Forschungsförderung und der Aufbau einer flächendeckenden Infrastruktur für alternative Energien. "Die bauma ist hier die ideale Plattform für den Austausch aller Beteiligten", betont Schmit.

Die bauma als zentrale Plattform der Branche

Die bauma ist die weltweit größte Fachmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte. Mit einer Ausstellungsfläche von 614.000 Quadratmetern bietet sie Herstellern, Anwendern und politischen Entscheidern eine zentrale Plattform zur Präsentation und Diskussion technologischer Entwicklungen. Und noch mehr: Die bauma ist sogar branchenübergreifend die größte Messe der Welt. Ergänzend zur Weltleitmesse in München veranstaltet die Messe München weitere internationale Baumaschinenmessen, darunter die bauma China in Shanghai, die vom 24. bis 27. November 2026 steigt. Aber auch die bauma Conexpo India in Greater Noida/Delhi vom 28. September bis 1. Oktober 2026.

Internationale Präsenz der Messe München

Die bauma 2022 stand bereits im Zeichen alternativer Antriebe © Messe München

Als einer der führenden Messeveranstalter weltweit organisiert die Messe München rund 90 Fachmessen, darunter bedeutende Leitmessen wie die bauma, BAU, IFAT und electronica. Das Portfolio umfasst Fachmessen für Investitions- und Konsumgüter ebenso wie für neue Technologien. Zusammen mit ihren Tochtergesellschaften organisiert sie unter anderem Fachmessen in China, Thailand und den USA. Mit einem Netzwerk von über 15 Beteiligungsgesellschaften und fast 70 Auslandsvertretungen ist die Messe München in mehr als 130 Ländern aktiv. Die jährlich mehr als 150 Veranstaltungen ziehen im In- und Ausland rund 50.000 Aussteller und rund 3 Millionen Besucher an.

Die Zukunft der Baubranche: Elektrische Antriebe und innovative Lösungen

Alternative Antriebe sind nur eine Initiative der Baubranche, trotz Krise neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Elektro-Motoren, Wasserstoffmotoren und Hybridantriebe werden immer mehr entwickelt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und CO2-Neutralität zu erreichen. Doch damit stößt der Innovationsgeist der Branche noch lange nicht am Ende.

Die aktuelle Baukrise in Deutschland: Ursachen, Auswirkungen und mögliche Lösungen

Das Baugewerbe sieht sich gegenwärtig mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die als "Baukrise" bezeichnet werden müssen. Diese Krise hat weitreichende Auswirkungen auf verschiedene Aspekte der Baubranche, angefangen bei der Materialbeschaffung bis hin zur Fertigstellung von Bauprojekten. In diesem Artikel werfen wir einen genauen Blick auf die Ursachen, Auswirkungen und potenziellen Lösungsansätze für die aktuelle Baukrise.

2025: Schritte aus der Krise

Die Baubranche durchlebt derzeit eine ungewöhnlich Krise, die viele Unternehmen mit Sorgen und Unsicherheit erfüllt. Die Ursachen sind vielfältig: Angefangen bei einer schwächelnden Konjunktur bis hin zu politischen Unsicherheiten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Aufträge zu erfüllen und gleichzeitig die Zukunft ihrer Mitarbeitenden zu sichern. In dieser Zeit der Krise möchte das Baugewerbe Magazin die Stimme der Bauunternehmen stärken und hat die Aktion BauZukunft ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, den Unternehmen ein Forum zu bieten, um ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu kommunizieren.

Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 03_2025.

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