Holzbau Baden-Württemberg
"Wir halten zusammen – gerade jetzt!"
Die "Ich-zuerst-Mentalität‘" greift in unserer Gesellschaft und in der Politik immer stärker um sich. Einen Kontrapunkt setzten da die Obermeister des Landesverbandes BW bei ihrer Frühjahrstagung. Deren Credo lautete "Gemeinsam statt einsam"!
Auch wenn bundesweit die Handwerksinnungen um ihre Mitglieder ringen müssen, eins steht fest: Gäbe es die Berufsorganisation der Innungen nicht, würden sich auf regionaler Ebene Betriebe umgehend zu genau solch einer Berufsorganisation wieder zusammenschließen", sagt Gerd Renz, Geschäftsführer eines Zimmereibetriebes auf der Schwäbischen Alb und Präsident von Holzbau Baden-Württemberg, dem bundesweit zweitgrößten Landesverband im Holzbaugewerbe mit 950 Mitgliedern. "Und warum ist das so? Ganz einfach, weil diese Gemeinschaften wesentliche Vorteile bieten, die ein einzelner Betrieb so nicht erreichen kann."
Vorteile für Mitgliedsbetriebe
Um welche entscheidenden Vorteile es sich dabei handelt, sei hier nachfolgend nochmal aufgezeigt:
- Innungen übernehmen die Regelung und die Überwachung der Lehrlingsausbildung, die Abnahme der Gesellenprüfungen und die Durchführung von Veranstaltungen, Lehrgängen und Seminaren
- Landesverbände sind Vertragspartner bei den Tarifverhandlungen und fechten Konditionen für die Interessen der Zimmereibetriebe aus
- Mitglieder einer Innung erhalten individuelle Beratung in den Bereichen Recht, Technik, Unternehmensführung sowie Marketing – und zwar kostenfrei im Rahmen ihrer Innungsmitgliedschaft
- Die Landesverbände kümmern sich um aktive Lobbyarbeit. Dabei geht es oft um verbesserte Rahmenbedingungen für den Holzbau in den einzelnen Bundesländern. Die Technischen Berater der Landesinnungsverbände entwerfen konkrete Stellungnahmen im Vorfeld zu neuen Landesbauordnungen
- Die Landesverbände bringen ihre Innungsmitglieder permanent auf den neuesten Stand – durch fundierte Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen zu sämtlichen betrieblichen Belangen. So betreibt der baden-württembergische Landesverband im oberschwäbischen Biberach an der Riss die bundesweit größte Bildungseinrichtung für das Zimmererhandwerk. Pro Jahr werden dort bis zu 150 Kurse und Seminare zu unterschiedlichsten Themengebieten im Bereich des Holzbaus angeboten
- Und ein letzter nicht unwesentlicher Punkt sind die geldwerten Vorteile, die Innungsmitglieder über verschiedene Rahmenabkommen und Sonderkonditionen ihres Landesverbandes erhalten
Tagung mit positiver Resonanz
Holzbau Baden-Württemberg hat 30 regionale Innungen und zu den jährlichen Frühjahrstagungen sind deren Obermeister und Stellvertreter eingeladen. Rund 50 Personen, darunter mit Daniela Baisch und Alexandra Schuster auch zwei Obermeisterinnen, trafen sich Ende März 2025 in Überlingen am Bodensee. Neben den aktuellen Informationen zu (bau-)wirtschaftlichen Themen wurden bei der Tagung vor allem gemeinsame Projekte und gemeinschaftliche Prozesse angesprochen.
Hierzu sagte Gerd Renz: "Was unseren Verband ausmacht, ist jedes einzelne Mitglied in den Innungen, das heißt jeder einzelne Zimmereibetrieb und jedes einzelne Holzbau-Unternehmen. Und unser erklärtes Ziel ist es, diese Betriebe und Unternehmen fit zu machen für ihre täglichen Herausforderungen, in technischer, rechtlicher und betriebswirtschaftlicher Hinsicht. Nur wenn wir starke Mitglieder haben – sind wir auch ein starker Verband."









