Baukrise 2024

Kai Ingmar Link,

Baukostensenkung durch reduzierte Baustandards: IVD Nord unterstützt Initiativen in Zeiten der Krise

Die aktuellen Herausforderungen im Baugewerbe erfordern innovative Lösungen, um den stetigen Anstieg der Baukosten zu bewältigen. In diesem Kontext begrüßt der IVD Nord die Bemühungen der Regierungschefs im Norden, die Baukosten durch die Anpassung von Baustandards zu senken. Carl-Christian Franzen, stellvertretender Vorsitzender des IVD Nord in Hamburg, äußert sich dazu: „Die drastische Steigerung der Baukosten in den letzten Jahren erfordert eine Überprüfung und Anpassung unserer Vorgehensweisen. Die Ankündigung von Hamburgs Erstem Bürgermeister, Peter Tschentscher, und dem Schleswig-Holsteinischen Ministerpräsidenten, Daniel Günther, die Baustandards zu überdenken, ist ein Schritt in die richtige Richtung.“

Carl-Christian Franzen, stellvertretender Vorsitzender des IVD Nord © IVD Nord/WBM (Montage)

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. (Arge) beleuchtet die aktuellen Entwicklungen auf dem Baumarkt. Insbesondere in Hamburg haben sich die Baukosten in den letzten Jahren signifikant erhöht. Laut der Fortschreibung „Hamburger Baukosten 2023“ der Arge zeigen sich besonders bei den Herstellungskosten ein deutlicher Anstieg. Diese Entwicklung wird maßgeblich durch Faktoren wie steigende Energiepreise und generelle Kostensteigerungen in Beschaffung, Produktion und Transport beeinflusst.

Franzen betont die Notwendigkeit, sich verstärkt mit den Baustandards auseinanderzusetzen, insbesondere in Bereichen wie Ausbau, Nachverdichtung und Dachgeschossausbau. Hier müssten Regularien überprüft werden, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und der aktuellen Krise im Baugewerbe entgegenzuwirken. „Es ist essenziell, dass wir unsere Ressourcen auf das Wesentliche konzentrieren und unnötige Kosten vermeiden. Die stetigen Kostensteigerungen, wie beispielsweise im Bereich der technischen Ausstattungen, behindern den dringend benötigten Wohnungsbau“, erklärt Franzen.

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Eine mögliche Lösung, die Franzen vorschlägt, ist die Anwendung eines reduzierten Steuersatzes auf lebensnotwendige Grundbedürfnisse wie Wohnen. Eine solche Maßnahme könnte nicht nur den Wohnungsbau ankurbeln, sondern auch unmittelbare Erleichterungen für Mieter im Bereich der Heiz- und Betriebskosten bringen.

Der IVD Nord ist Teil des größten Unternehmensverbands der Immobilienwirtschaft in Deutschland und setzt sich aus Mitgliedern der fünf Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zusammen. Mit rund 1.500 Mitgliedern und der Verwaltung von etwa 650.000 Einheiten, darunter 500.000 Wohneinheiten, spielt der Verband eine bedeutende Rolle in der Immobilienbranche.

Die Initiativen zur Baukostensenkung und Anpassung der Baustandards sind entscheidend, um die aktuellen Herausforderungen in der Baubranche zu bewältigen und die Finanzierbarkeit von Bauprojekten langfristig zu sichern. Der IVD Nord setzt sich aktiv dafür ein, diese Ziele zu unterstützen und innovative Lösungsansätze zu fördern.

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