Konzept
Nachhaltige Parkraumkonzept für urbane Ballungsräume
Münchner Werksviertel – 49 m² entsiegelt
Städte wachsen – aber ihre Flächen nicht. Stellplätze werden knapp, Neubauten geraten an Grenzen. Die Münchner VePa Vertical Parking GmbH hat deshalb ein vertikales Paternoster-Parksystem entwickelt, das auf nur 49 m² bis zu zwölf Fahrzeuge samt Ladeinfrastruktur unterbringt. Eine (an)treibende Kraft hinter diesem innovativen Projekt ist SEW-Eurodrive.
Zahlreiche Herausforderungen sehen heute vor großen Städten: viel individueller Personenverkehr, ein hohes Maß an Verbauung und die damit einhergehende Bodenversiegelung. Die VePa Vertical Parking GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, Städte lebenswerter zu machen. Dafür will das Münchner Start-up-Unternehmen Parkmöglichkeiten auf kleinstem Raum schaffen und so die umweltschädliche Bodenversiegelung reduzieren.
Vertikale Parksysteme stellen eine zukunftsweisende Lösung dar, um städtische Flächen effizienter zu nutzen. VePa entwickelte innovative Parktürme mit einem automatisierten Paternoster-Parksystem als zukunftsfähige Lösung für die urbane Stellplatzproblematik. „Die größte Herausforderung besteht darin, dass wir zwei Welten miteinander vereinen müssen – den Bau des Parkturms als Gebäude einerseits und als Maschine andererseits“, erläutert Co-Founder Simon Schubnell.
Mehrwert für Neubauten
Auf 49 m², auf denen sonst drei bis vier Fahrzeuge Platz finden würden, entstehen acht, zehn oder zwölf Stellplätze, perspektivisch sogar 16. Diese hohe Flächeneffizienz ermöglicht es Städten, an anderer Stelle wertvolle Flächen zu entsiegeln. Auch für Neubauten und Nachverdichtungen schaffen die Parktürme Mehrwert: Projektentwickler können künftig auf aufwendige Tiefgaragen verzichten und so wirtschaftlicher und nachhaltiger planen.
Der erste öffentliche Parkturm wurde im Frühjahr 2025 im Münchner Werksviertel eröffnet, unweit des Ostbahnhofs. Er bietet zwölf Fahrzeugen bis zur Größe eines SUV Platz. Die Nutzung der öffentlichen VePa-Parktürme ist für Kurzzeitparker vorgesehen. Zur Einfahrt in den Turm öffnet sich das Rolltor und eine freie Plattform wird bereitgestellt, auf der das Fahrzeug geparkt werden kann. Eine Software steuert die gleichmäßige Auslastung des Paternosters mit unterschiedlich schweren Fahrzeugen.
Ausblick: Urbane Mobilität
Im Frühjar 2025 wurde der VePa-Parkturm im Münchner Werksviertel feierlich eröffnet. Dazu begrüßte Leonard Stenger, Manager Urbane Projekte bei VePa, mehr als 200 geladene Gäste. Und das nächste Projekt steht bereits in den Startlöchern: In Berlin, direkt am Hackeschen Markt, wird der nächste VePa-Turm als öffentliches Park- und Ladehub errichtet. Co-Founder Simon Schubnell denkt aber schon weiter: „Wir wollen Schritt für Schritt zu einem der führenden Betreiber urbaner Parking- und Charging-Hubs in Deutschland – und darüber hinaus in ganz Europa – werden.“
Zuverlässige Antriebstechnik
Neben den beteiligten Bau- und Immobilienfirmen sowie Parkhausbetreibern ist SEW-Eurodrive ist eine weitere treibende Kraft hinter diesem innovativen Projekt, durchaus im wörtlichen Sinn: Ein 30-kW-Kegelradgetriebemotor KAF157 DRN200 treibt die Plattformen an. Er sorgt über eine Antriebskette für den kraftvollen und präzisen Umlauf der Plattformen in beide Richtungen. Die Energieversorgung und Regelung des Motors erfolgt über einen Frequenzumrichter Movidrive system MDX91A aus dem Automatisierungsbaukasten Movi-C. Auch für neue Projekte – mit erweiterten Anforderungen – wird die Antriebstechnik gemeinsam mit SEW-Eurodrive dimensioniert.
Erfolgreiche Zusammenarbeit
SEW-Eurodrive begleitete den Kunden VePa bei diesem Projekt von Anfang an – vom Prototyp, der seit 2023 läuft, über den ersten öffentlichen Parkturm in München im Frühjahr 2025, bis zu weiteren geplanten Projekten. Leonard Stenger, Manager Urbane Projekte bei VePa: „Wir freuen uns, mit SEW-Eurodrive einen starken Partner für unsere Innovation gefunden zu haben.“











