Ein Ort für Wandel und Dialog:
Dr. Elena Wiezorek wird Direktorin der Bundesstiftung Bauakademie
Im Herzen Berlins wächst eine Institution heran, die zu einem der wichtigsten Zukunftslabore für die gebaute Umwelt werden soll.
Mit der Berufung von Dr. Elena Wiezorek zur neuen Direktorin der Bundesstiftung Bauakademie zum 1. September 2025 geht diese Entwicklung in eine neue Phase über. Der Wechsel markiert nicht nur das Ende der Amtszeit des Gründungsdirektors Prof. Dr. Guido Spars, sondern auch den Beginn einer Etappe, die auf Kontinuität und Erneuerung zugleich setzt.
Die Entscheidung fiel auf eine Persönlichkeit, die sowohl über tiefgehende fachliche Expertise als auch über ausgeprägte Führungserfahrung verfügt. Dr. Wiezorek bringt jahrzehntelange Praxis in Architektur, Stadtentwicklung und institutionellem Management mit – eine Kombination, die in Zeiten wachsender Anforderungen an das Planen und Bauen essenziell ist. Als frühere Hauptgeschäftsführerin der Architektenkammer Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Landesgruppe Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung hat sie bewiesen, wie sich Fachkompetenz, strategisches Denken und Vermittlungsfähigkeit verbinden lassen.
Ein Ort des Diskurses, getragen vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
Die Bundesstiftung Bauakademie, eine Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Berlin, wird durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen institutionell gefördert. Als Bundeszuwendungsempfängerin übernimmt sie eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung von Baukultur, Stadtplanung und nachhaltiger Raumgestaltung. Ihre Aufgabe ist es, relevante Fragestellungen der gebauten Umwelt in den öffentlichen Diskurs zu tragen – fachlich fundiert, interdisziplinär vernetzt und gesellschaftlich wirksam.
Seit ihrer Gründung befindet sich die Stiftung in einem dynamischen Aufbauprozess. Unter der Leitung von Prof. Dr. Guido Spars wurden die ersten strukturellen und inhaltlichen Fundamente gelegt. Er etablierte die Organisation, setzte thematische Impulse und öffnete erste Räume für Dialog und Beteiligung. Gemeinsam mit Dr. Elena Wiezorek entwickelte er ein strategisches Konzept für die kommenden Jahre. In enger Abstimmung mit Stiftungsrat und Beirat wurde eine Grundlage geschaffen, die nun unter neuer Führung weiter wachsen kann.
Ein Übergang mit klarer Richtung
Sören Bartol, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und Vorsitzender des Stiftungsrats, würdigt die bisherige Aufbauarbeit: „Prof. Dr. Guido Spars hat mit viel Engagement und klarem strategischen Fokus die Grundlagen für eine zukunftsgewandte Bundesstiftung gelegt. Dafür danke ich ihm ausdrücklich. Mit Dr. Elena Wiezorek übernimmt eine versierte und erfahrene Persönlichkeit die Leitung, die den Aufbauprozess zielgerichtet fortführt und mit ihrem Blick bereichert. Stiftungsrat und Beirat freuen sich auf die gemeinsame Arbeit in der nächsten Phase.“
Dr. Wiezorek selbst sieht in der neuen Rolle nicht nur eine Verantwortung, sondern auch eine Chance zur Weiterentwicklung des öffentlichen Diskurses rund ums Bauen: „Die Bundesstiftung Bauakademie ist ein Ort des Dialogs, an dem sich Fachwissen, gesellschaftliche Verantwortung und Innovationskraft bündeln. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team, dem Stiftungsrat, dem Beirat und unseren vielen Partnerinnen und Partnern den begonnenen Weg fortzusetzen – und dabei neue Impulse zu setzen.“
Die Vision: Eine Bauakademie als Schrittmacher für die Transformation
Die Bundesstiftung positioniert sich zunehmend als Impulsgeberin in einer Zeit, in der Klimaresilienz, sozialer Wandel und technologische Innovationen neue Maßstäbe für Architektur und Stadtentwicklung setzen. Mit der inhaltlichen und räumlichen Wiederbelebung des historischen Bauakademiegebäudes in Berlin erhält diese Vision auch ein symbolträchtiges Zentrum. Die Stiftung wird hier nicht nur Bauherrin, sondern auch Betreiberin eines Forums, das Fachwelt und Gesellschaft miteinander in den Dialog bringt.
Prof. Dr. Guido Spars zieht zum Ende seiner Amtszeit eine reflektierte Bilanz: „Der Aufbau der Bundesstiftung war eine spannende Reise. Das heute bestehende Netzwerk, die klare inhaltliche Ausrichtung und das motivierte Team sind Ergebnis intensiver Zusammenarbeit – nicht zuletzt im engen Austausch mit den Gremien der Stiftung. Gemeinsam mit Dr. Elena Wiezorek konnten wir eine solide Grundlage legen, die als Kompass für die Zukunft dient. Ich wünsche ihr viel Erfolg und Gestaltungsfreude für die kommenden Jahre.“
Zukunft gestalten durch interdisziplinären Austausch
Mit der Berufung von Dr. Elena Wiezorek geht die Bundesstiftung Bauakademie den nächsten logischen Schritt. In einer Zeit, in der Fragen des Bauens und der Stadtentwicklung immer komplexer werden, braucht es Orte wie diesen: offen für Dialog, fundiert in der Analyse, mutig in der Vision. Die neue Direktorin steht für diesen Anspruch – und für eine Stiftung, die mit dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen als Partnerin, die Transformation des Bauens in Deutschland weiter vorantreibt.
Neue Wege aus der Baukrise
Deutschland steht im Jahr 2025 vor einer seiner tiefgreifendsten wirtschaftlichen Herausforderungen: der anhaltenden Baukrise. Was sich schon in den Vorjahren abzeichnete, hat sich nun zu einem Flächenbrand entwickelt – mit dramatischen Folgen für Wohnungsbau, Infrastrukturprojekte und den sozialen Zusammenhalt. Bauunternehmen bremsen Investitionen, Projekte werden gestrichen, Mieter suchen vergeblich nach bezahlbarem Wohnraum. Die Krise ist nicht länger ein Problem einzelner Branchen – sie ist ein gesamtgesellschaftliches Thema geworden.
Die Zukunft der Baubranche: Elektrische Antriebe und innovative Lösungen
Alternative Antriebe sind nur eine Initiative der Baubranche, trotz Krise neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Elektro-Motoren, Wasserstoffmotoren und Hybridantriebe werden immer mehr entwickelt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und CO2-Neutralität zu erreichen. Doch damit stößt der Innovationsgeist der Branche noch lange nicht am Ende.
Chancen für die Bauwirtschaft
Die Baubranche durchlebt derzeit eine ungewöhnlich Krise, die viele Unternehmen mit Sorgen und Unsicherheit erfüllt. Die Ursachen sind vielfältig: Angefangen bei einer schwächelnden Konjunktur bis hin zu politischen Unsicherheiten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Aufträge zu erfüllen und gleichzeitig die Zukunft ihrer Mitarbeitenden zu sichern. In dieser Zeit der Krise möchte das Baugewerbe Magazin die Stimme der Bauunternehmen stärken und hat die Aktion BauZukunft ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, den Unternehmen ein Forum zu bieten, um ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu kommunizieren.












