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Artikel und Hintergründe zum Thema

Baukrise 2024

Schlagmann Poroton/Kai Ingmar Link,

Schlagmann Poroton: Erneuter Einbruch im Wohnungsbau - Regierungsziele bleiben unerreichbar

Doch die Realität sieht anders aus. Zwar lässt sich Bundesbauministerin Klara Geywitz mit dem Satz "Die Lage ist stabil" zitieren, doch die Fakten sprechen eine andere Sprache: Im April meldete das Statistische Bundesamt den 24. Monat in Folge einen Rückgang der Baugenehmigungen. Die Gründe liegen auf der Hand: Kreditzinsen und Baukosten sind in den vergangenen zwei Jahren stark gestiegen, ein umfassendes Förderprogramm, das diesen Trend stoppen könnte, fehlt nach wie vor. So bleiben die Ziele der Regierung unerreichbar.

Die Bundesregierung hatte im Jahr 2022 das Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr verkündet. © Pelemedia (Symbolbild)

Ehrgeizige Ziele und enttäuschende Ergebnisse im Wohungsbau

Die Bundesregierung hatte das Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr bis 2022 ausgegeben. Auch wenn die Zahl der Fertigstellungen im Jahr 2023 mit 294.400 etwas besser ausfiel als befürchtet, bleibt sie weit hinter dem Ziel zurück. Seit 2021 ist kein Anstieg der gebauten Wohneinheiten mehr zu verzeichnen, während die Zahl der Baugenehmigungen dramatisch zurückgeht. Im Zeitraum Januar bis April 2024 sanken die neu erteilten Baugenehmigungen um weitere 23,7 Prozent auf 71.100 Wohnungen. Besonders betroffen sind Einfamilienhäuser mit einem Minus von 32,5 Prozent, gefolgt von Mehrfamilienhäusern mit 20,2 Prozent und Zweifamilienhäusern mit 18,3 Prozent.

Kurzfristige Erholung des Wohungsbaus nicht in Sicht

„Die fehlenden Baugenehmigungen von heute sind die fehlenden Aufträge und Wohnungen von morgen“, sagt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes. Eine kurzfristige Erholung sei daher ausgeschlossen. Für das laufende Jahr rechnet er mit maximal 230.000 fertiggestellten Wohnungen und damit einem weiteren Rückgang. Der sogenannte Bauüberhang, also die genehmigten, aber noch nicht begonnenen oder fertiggestellten Wohnungen, bleibt mit 826.800 Einheiten hoch. Er wäre noch höher, wenn nicht 22.700 Baugenehmigungen durch Fristablauf verfallen wären.

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Regulatorische Hemmnisse und hohe Kosten

Im Bundesbauministerium glaubt man, positive Signale zu erkennen. Sinkende Zinsen für Baufinanzierungen, sinkende Preise für Baumaterialien und höhere Einkommen durch Lohnerhöhungen bei sinkender Inflation könnten die Auftragslage am Bau verbessern. Zudem wird auf staatliche Förderprogramme verwiesen. Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, sieht aber weiterhin Bedarf für Zinsverbilligungsprogramme, um die Nachfrage im Wohnungsbau wieder anzukurbeln. Zu wenig Bauland, lange Planungs- und Genehmigungszeiten, hohe Anforderungen an Umweltschutz und Bauqualität, fehlende Digitalisierung und Personalmangel in den Bauämtern verhinderten einen deutlichen Rückgang der Baukosten, so Müller.

Wohnungsmangel bleibt gravierend

Andreas Mattner vom Zentralen Immobilien Ausschuss e.V. schätzt, dass staatliche Vorgaben und Auflagen 37 Prozent der Kosten eines Wohnungsneubaus ausmachen. „Je mehr sich der Staat zurückhält, desto mehr können und werden Investoren im Wohnungsbau zulegen“, meint er. Wichtig sei zudem, dass „die für den Haushalt 2024 angekündigte eine Milliarde Euro für das KfW-Zinsprogramm für den Bau bezahlbarer Wohnungen jetzt auch tatsächlich kommt“. Derzeit fehlen in Deutschland 800.000 Wohnungen. Axel Gedaschko, Präsident des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, betont: „Wir brauchen deshalb dringend eine verlässliche und langfristige Förderung des bezahlbaren Wohnungsneubaus“. Ein breit angelegtes Zinsverbilligungsprogramm sei in der aktuellen Krise unverzichtbar.

Fazit von Schlagmann Poroton

Die Wohnungswirtschaft in Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Trotz hoher Nachfrage und ehrgeiziger Ziele der Regierung verhindern steigende Baukosten, hohe Kreditzinsen und fehlende Förderprogramme eine Erholung des Marktes. Schlagmann Poroton und andere Akteure der Baubranche sehen sich mit regulatorischen Hürden und einer schleppenden Genehmigungspraxis konfrontiert, die die Krise im Wohnungsbau weiter verschärfen. Eine nachhaltige Lösung erfordert umfassende Maßnahmen, um die Rahmenbedingungen zu verbessern und den Wohnungsbau langfristig anzukurbeln.

Die Herausforderungen der Bauindustrie: Eine Analyse der aktuellen Baukrise

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Alternative Antriebe für Baumaschinen: Ein Weg in die Zukunft

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