Baukrise 2024
Wohnungsbau in der Krise: Historischer Tiefpunkt laut ifo-Institut
Die Stimmung im Wohnungsbau hat einen historischen Tiefpunkt erreicht, wie die aktuelle ifo Umfrage zeigt. Das Geschäftsklima ist von bereits besorgniserregenden minus 56,9 Punkten auf noch alarmierendere minus 59,0 Punkte gefallen - den niedrigsten Wert, der jemals gemessen wurde. Ähnlich düster sieht es bei den Erwartungen aus, die von minus 64,7 auf besorgniserregende minus 68,9 Punkte abrutschten.
Dr. Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Konjunkturumfragen, fasst die beunruhigende Situation zusammen: „Die Aussichten für die kommenden Monate sind düster. Der Wohnungsbau bleibt einer Doppelbelastung ausgesetzt.“ Fehlende Neuaufträge einerseits und anhaltende Projektstornierungen andererseits setzen die Branche unter Druck. Wohlrabe betont: „Fehlende Aufträge belasten das Geschäft der Wohnungsbauer.“
Im Januar klagten bereits 52,5 Prozent der Unternehmen über einen akuten Auftragsmangel - ein Plus von 3,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vormonat. Gleichzeitig ist ein leichter Rückgang der Stornierungen von 22,1 Prozent im Dezember auf 17,4 Prozent im Januar zu verzeichnen. Von einer Trendwende kann aber noch keine Rede sein. An den schwierigen Rahmenbedingungen hat sich wenig geändert", warnt Wohlrabe.
Die Herausforderungen für die Branche sind nach wie vor vielfältig. Hohe Zinsen und steigende Baukosten belasten nach wie vor die Bauherren und tragen zur angespannten Lage im Wohnungsbau bei. Eine entscheidende Trendwende ist noch nicht in Sicht und die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Bauwirtschaft bleibt bestehen.









