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Wirtschaft

Kai Ingmar Link,

BayWa setzt Transformationskonzept um und verkauft RWA-Anteil

Die BayWa AG hat mit der Umsetzung ihres umfassenden Transformationskonzepts begonnen und dabei eine wesentliche Maßnahme realisiert: Der Verkauf der Beteiligung an der österreichischen RWA Raiffeisen Ware Austria AG (RWA AG) wurde eingeleitet.

RWA-Zentrale in Korneuburg, Österreich: Im Zuge ihrer Transformation verkauft die BayWa AG ihre Anteile an der RWA. 1999 waren beide Unternehmen eine strategische Allianz eingegangen. © BayWa

Der Anteil in Höhe von 47,53 Prozent plus eine Aktie geht an eine Beteiligungsgesellschaft der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen (RWA eGen), die bereits 49,99 Prozent an der RWA AG hält. Der Vollzug des Verkaufs steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung und der abschließenden Erstellung einer Fairness Opinion, die den Kaufpreis von 176 Millionen Euro als angemessen bestätigt. Von diesem Kaufpreis werden 26 Millionen Euro zur teilweisen Ablösung einer Darlehensverbindlichkeit der BayWa AG gegenüber der RWA AG verwendet.

Der Verkauf der RWA-Anteile ist ein zentraler Bestandteil des Ende November 2024 vorgestellten Transformationskonzepts der BayWa AG. Ziel des Konzepts ist es, die operative Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken und gleichzeitig die Verschuldung deutlich zu reduzieren. Bis Ende 2027 will die BayWa AG den Turnaround eigenständig umsetzen. Michael Baur, CRO und Mitglied im Vorstand der BayWa AG, erklärt: "Die BayWa des Jahres 2027 wird ein fokussiertes, zeitgemäßes Handelshaus mit den vier Kerngeschäftsbereichen Agrar, Baustoffe, Energie und Technik sein. Dass wir uns operativ wettbewerbsfähig aufstellen, ist Voraussetzung dafür, dass die BayWa wieder von ihrer führenden Marktposition in ihren Fokusmärkten profitieren kann. Mit dem Transformationskonzept ist jetzt die Basis für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens gelegt."

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Das Transformationskonzept sieht neben dem Verkauf von Beteiligungen auch eine organisatorische Verschlankung und zahlreiche operative Einsparmaßnahmen vor. Im Rahmen dessen plant die BayWa AG bis 2027 den Abbau von bis zu 1.300 der aktuellen knapp 8.000 Vollzeitstellen. Der Großteil des Stellenabbaus soll in den zentralen Verwaltungseinheiten stattfinden, wo rund 40 Prozent der Stellen bis Ende 2027 abgebaut werden sollen.

  • Zudem plant das Unternehmen die Schließung von 26 der derzeit gut 400 Standorte bis Ende 2027, darunter sechs Baustoffstandorte.
  • Trotz dieser Einschnitte betont die BayWa, dass der Bereich Baustoffe weiterhin zum Kerngeschäft gehören wird.
  • Zur finanziellen Stärkung plant die BayWa für das kommende Jahr eine Barkapitalerhöhung mit Bezugsrecht, durch die 150 Millionen Euro erlöst werden sollen. Die beiden Großaktionäre Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG (BRB) und Raiffeisen Agrar Invest AG (RAI) haben ihre Unterstützung zugesagt.
  • Mit diesen Maßnahmen zielt die BayWa darauf ab, ihre operative Leistungsfähigkeit zu steigern und die finanzielle Stabilität nachhaltig zu sichern.

Der geplante Schuldenabbau und die Kapitalerhöhung sollen die Basis für eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit schaffen, insbesondere in den Kernbereichen Agrar, Baustoffe, Energie und Technik.

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