Brückenbau

Kai Ingmar Link,

Sanierung von Autobahnbrücken mit Liapor-Leichtbeton für Straßenbau

Im Straßenbau und bei der Sanierung von Brücken sind oftmals besondere Anforderungen zu erfüllen, insbesondere wenn es darum geht, bestehende Brückenbauwerke zu ertüchtigen oder zu reparieren. Liapor-Leichtbeton hat sich in diesem Kontext als eine effektive Lösung erwiesen. Dieser leichte und dennoch robuste Baustoff trägt dazu bei, die Auflast zu reduzieren und zusätzliche Lastreserven zu schaffen.

Ein beeindruckendes Beispiel für den Einsatz von Liapor-Leichtbeton zeigt sich bei der Sanierung einer Autobahnbrücke auf der A3 in Lohmar, in der Nähe von Kerpen, wo rund 60 Tonnen Gewicht eingespart wurden.Verschleiß und Abnutzung sind häufige Probleme, die deutsche Brückenbauwerke im Laufe der Zeit beeinträchtigen. Ursachen dafür sind unter anderem der steigende Güterverkehr, der natürliche Alterungsprozess, Setzungen des Untergrunds sowie die schädlichen Auswirkungen von Frost und Tausalzen. Laut Angaben des Statistischen Bundesamts weist mehr als jede zehnte Brücke in Deutschland erhebliche Mängel auf und erfordert entweder eine Sanierung oder einen Abriss. Besonders betroffen sind Brücken, die stark befahrene Bundesautobahnen tragen, wie beispielsweise der Abschnitt der A3 zwischen Köln und Frankfurt. Die Überprüfung dieses rund 40 Kilometer langen Abschnitts ergab, dass die meisten der 45 Brückenbauwerke erhebliche Erneuerungen, Teilerneuerungen oder Verstärkungen erfordern.

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Der 30 Zentimeter starke Überbau aus Liapor-Leichtbeton reduziert bei der Autobahnbrücke die Auflast um rund 60 Tonnen. © Holcim Beton & Betonwaren

Ein Beispiel für eine erfolgreiche Sanierung findet sich in Lohmar, südlich von Köln. Hier wurde eine vergleichsweise kleine, widerlagergestützte Balkenbrücke über eine einspurige Fahrbahn im Sommer 2022 saniert. Die Notwendigkeit der Sanierung resultierte aus dem Zustand der seitlichen Stützmauern, die nicht in ausreichendem Maße ertüchtigt werden konnten. Als Lösung beschloss man, die Auflast im oberen Bereich der Brücke zu reduzieren. Die bestehende Asphaltdecke wurde entfernt, ebenso wie etwa 30 Zentimeter des darunterliegenden konstruktiven Unterbetons. Anschließend wurde die Fläche mehrfach abgedichtet und mit einem Überbau aus Liapor-Leichtbeton versehen. Für diese Aufgabe wurden rund 75 Kubikmeter Liapor-Leichtbeton mit der Betongüte LC25/28D1.6 verwendet. Die Rezeptur für den Leichtbeton wurde von Liapor bereitgestellt, und die Holcim Beton & Betonwaren GmbH in Köln lieferte den Baustoff. Die Bauausführung erfolgte durch die Bauwerkskonzept Rhein-Saar GmbH in Koblenz.

Die Wahl von Liapor-Leichtbeton erwies sich als ideal, da dieser sowohl die erforderliche Festigkeit als auch ein geringes Gewicht aufweist. "Im verwendeten Liapor-Leichtbeton konnten gegenüber Normbeton rund 800 Kilogramm pro Kubikmeter und insgesamt etwa 60 Tonnen Gewicht eingespart werden", erklärt Karl-Heinz Quantius, Prüfstellenleiter bei der Holcim Beton & Betonwaren GmbH. Dies führte zu einer erheblichen Reduzierung der Auflast und sicherte die statische Reserve für zukünftige Verkehrslasten. Dies bedeutet, dass die Brücke nach der Sanierung eine höhere Last als zuvor tragen kann.

Der Liapor-Leichtbeton wurde vor Ort mit Fahrmischern geliefert, über Rutschen eingebracht und leicht verdichtet. Die Betonage war innerhalb eines Vormittags im Juni 2022 abgeschlossen. Der Überbau aus Liapor-Leichtbeton bildet die direkte Basis für die nachfolgende Asphaltdecke und bietet die erforderliche Stabilität und Haltbarkeit. Die Lebensdauer des Liapor-Leichtbetons beträgt mindestens 50 Jahre, was bedeutet, dass diese Autobahnbrücke für die nächsten Jahrzehnte einsatzbereit ist. Dieses Projekt verdeutlicht die Potenziale des Baustoffs Liapor-Leichtbeton für die Sanierung von Brücken, insbesondere in Fällen, in denen die Ertüchtigung der Unterkonstruktion nicht möglich ist und eine Reduzierung der Auflast erforderlich ist.

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