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Artikel und Hintergründe zum Thema

2.700 Gäste aus über 100 Ländern

Kai Ingmar Link,

Wirtgen Technology Days 2024

Mehr als 2.700 Gäste aus über 100 Ländern folgten der Einladung zu den Wirtgen Group Technology Days 2024. Die Veranstaltung im Kleemann-Stammwerk stellte Digitalisierung und Nachhaltigkeit in den Fokus.

Auf den Technology Days 2024 präsentierte die Wirtgen Group unter dem Motto „Smarter. Safer. More sustainable“ zukunftsweisende Lösungen für Straßenbau und Materialaufbereitung. © Wirtgen

Unter dem Motto „Smarter. Safer. More Sustainable“ präsentierte die Unternehmensgruppe Maschinen und Technologien für Bauprojekte. Zu Beginn der Technology Days 2024 gaben Dr. Volker Knickel, CEO der Wirtgen Group, und Alexandra Knam, Geschäftsführer von Kleemann, einen Einblick in die neusten Entwicklungen der Wirtgen Group: Der Krise im Baugewerbe zum Trotz habe das internationale Unternehmen seinen Wachstumskurs 2023 fortgesetzt, so Knickel. „Wir sind global aufgestellt. Zum Beispiel sind wir sehr stark auf dem amerikanischen Markt. In Nordamerika, aber auch in Lateinamerika. Es gilt: Die Welt braucht mehr Straßen. Und auch in Regionen, die noch nicht so stark entwickelt sind, versteht man immer mehr den Wert der Straßen.

Ist eine Straße erst einmal gebaut, muss diese auch erneuert werden. Natürlich gibt es immer Ups and Downs. Downs konnten wir aber über andere Märkte mehr als ausgleichen.“ Die Strategie sei weiterhin, international und Marktführer in einem Markt zu bleiben, der weiterhin wachse, so Dr. Volker Knickel.
„Innovation ist Teil unserer DNA. Aus dem Feed­back unserer Kunden wissen wir, dass die Märkte zunehmend nach intelligenten, sicheren und nachhaltigen Lösungen verlangen. Darauf haben wir uns konzentriert und präsentieren modernste Maschinentechnologien sowie digitale Lösungen, mit denen wir unsere Kunden bei der digitalen Transformation unterstützen. Dabei legen wir Wert auf ganzheitliche Lösungen für ihre Bauprojekte – von der Planung bis zur Dokumentation und Analyse“, sagt Knickel weiter.

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11 Weltpremieren
Die gut 70 Exponate für unterschiedliche Anwendungsszenarien zeigten, mit welchen Lösungen Wirtgen, Vögele, Hamm, Kleemann, Benninghoven, Ciber und John Deere die Branche auf dem Weg zu mehr Digitalisierung und Automatisierung im Straßenbau und in der Materialaufbereitung begleiten wollen.

Im Rahmen der traditionellen Pressekonferenz gaben Alexander Knam, Geschäftsführer der Kleemann GmbH, und Dr. Volker Knickel, CEO der Wirtgen Group, u. a. Einblicke in die Ziele der Unternehmensgruppe. © Wirtgen

Groß war das Interesse an den Weltpremieren. Dazu gehörte der Asphaltfertiger Super 1800-5i von Vögele aus der „Strich 5“-Generation, der mit intelligenten Automatisierungsfunktionen, mehr Komfort und einem optimierten Antrieb überzeugt. Hamm zeigte vier Neuheiten, darunter einen Walzenzug der HC-Serie mit neuartiger VA-Bandage. Mit dem Verdichtungsassistenten Smart Compact ermöglichen die VA-Walzenzüge eine automatische Verdichtung auf Sollwert. Der Rock Crusher WRC 240i, der das Produktportfolio der radmobilen Bodenstabilisierer von Wirtgen erweitert, demonstrierte mit seinem satellitengestützten AutoTrac-System, wie die Bodenaufbereitung mit weniger Material, dafür aber schneller erfolgt. Für die Materialaufbereitung präsentierte Kleemann mit der MSS 502i EVO eine neue Grobstücksiebanlage, die auch rein elektrisch betrieben werden kann.

Do More with Less: In verschiedenen Live-Anwendungen präsentierte die Wirtgen Group Lösungen für die Production Systems ihrer Kunden. Und wie der zielgerichtete Einsatz von Technologien zu vorhersehbaren Ergebnissen, zu mehr Präzision, höherer Qualität der Ergebnisse und einem geringeren Materialverbrauch führt. © Wirtgen

Der größte Hebel zur Reduzierung der CO2-Emissionen liegt in der Asphaltproduktion. Hier stellte Wirtgen erstmals die neue Brennergeneration von Benninghoven vor, die den gleichzeitigen Einsatz von bis zu vier verschiedenen Brennstoffen ermöglicht. So kann die Asphaltmischanlage flexibel mit dem jeweils passenden Energieträger betrieben werden – erstmals auch zu 100 % mit grünem Wasserstoff. Internationale Experten der Wirtgen Group gaben Einblicke in die Technologien der Zukunft. Im Vortragsblock Nachhaltigkeit teilten sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen. Etwa über den Weg zu einer nachhaltigen Bauwirtschaft, CO2-Einsparpotenziale beim Heißasphalt- und Kaltrecycling oder vollelek­trische Antriebslösungen.

Die acht Fachvorträge internationaler Experten waren gut besucht. So referierte zum Beispiel Michael Klein, Produktmanager für digitale Produkte, wie Anwender im täglichen Praxiseinsatz vom Operations Center, der digitalen Plattform für Lösungen zur Prozess-, Maschinen- und Serviceoptimierung, profitieren. © Wirtgen

Im Themenkomplex Digitalisierung drehte sich alles darum, wie das Unternehmen seine Kunden bei der digitalen Transformation unterstützt. Das John Deere Operations Center für Baumaschinen wird zur zentralen Plattform für digitale Lösungen des Managements der Baustellen. Damit wird das Operations Center zur Schnittstelle zwischen Bedienern und Maschinen auf der Baustelle, dem Büro des Bauleiters und Disponenten – und dem Werkstattleiter.

Die Ausstellung zeigte mit knapp 70 Exponaten einen Querschnitt des umfassenden Produktprogramms von Wirtgen, Vögele, Hamm, Kleemann, Benninghoven, Ciber, John Deere wieder. © Wirtgen

„Do more with less“
Das größte ökologische und auch ökonomische Potenzial liegt in der Summe im gesamten Bauprozess. Wie die Production-System-Lösungen der Wirtgen Group dazu beitragen, zeigten verschiedene Live-Anwendungen. Unter anderem beim Einsatz von temperaturabgesenktem Asphalt oder bei der Bodenstabilisierung. Der Einsatz der Technologien führt zu höherer Präzision, besserer Qualität der Ergebnisse und geringerem Materialverbrauch. Mit anderen Worten: Mit weniger mehr erreichen  – intelligenter, sicherer und nachhaltiger. „Unsere Kunden können so mit weniger Ressourcen mehr Bauprojekte realisieren, mehr Infrastruktur bauen und instand setzen und gleichzeitig profitabler arbeiten“, so Knickel. Er betonte zugleich, dass digitale Assistenzsysteme und die Automatisierung von Prozessen auch dazu beitragen, dem Fachkräftemangel in der Branche entgegenzuwirken: „Damit sind auch weniger erfahrene Bediener in der Lage, Ergebnisse in der gleichen Qualität wie ein erfahrener Experte zu erzielen“.

Beim Rundgang durch das Kleemann Werk zeigten sich die Besucher auch von den Dimensionen der Produktionshallen beeindruckt. © Wirtgen

Spannende Einblicke erhielt das Fachpublikum auch beim Rundgang durch die Produktionshallen des Gastgebers Kleemann. Das Werk wurde seit dem Neubau im Jahr 2009 erweitert und im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie auf einen nachhaltigen Betrieb ausgelegt. „In den vergangenen Jahren haben wir unser Produktportfolio gezielt erweitert und bieten heute für jede Anwendung die passende Lösung, egal ob im Recycling oder in der Natursteinaufbereitung. Dafür haben wir unter anderem in den Ausbau unserer Produktionskapazitäten sowie in die Optimierung unserer Montage- oder Logistikprozesse investiert“, beschreibt Kleemann-Geschäftsführer Alexander Knam die Entwicklung am Standort Göppingen. Für die Zukunft sieht er den Spezialisten für Materialaufbereitung bestens aufgestellt: „Wir haben damit die Basis geschaffen, um unsere Produkte und Technologien auch in Zukunft unter idealen Bedingungen, nämlich nachhaltig und effizient, herzustellen“, so Knam.

Auf den Technology Days 2024 präsentierte die Wirtgen Group unter dem Motto „Smarter. Safer. More sustainable“ zukunftsweisende Lösungen für Straßenbau und Materialaufbereitung. © Wirtgen

Dieser Erlebnisbericht erschien zuerst in Ausgabe 05_2024.

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