Breitbandausbau

Kai Ingmar Link,

Mit FAST-Technologie und Leonhard Weiss kommt der digitale Netzausbau in Schwung

Schnelles und zuverlässiges Internet ist im Zeitalter der Digitalisierung längst kein Luxus mehr. Telekommunikationsunternehmen und Energieversorger sichern sich Wettbewerbsvorteile, indem sie ihre Kunden mit schnellen und zuverlässigen Glasfaserleitungen versorgen.

Bagger oder anderes schweres Gerät sucht man bei den mit FAST durchgeführten Glasfaser-Verlegearbeiten vergeblich, denn aufwendige Tiefbaumaßnahmen entfallen bei dieser Methode. © Leonhard Weiss

Städte und Gemeinden, kommunale Betriebe und große Unternehmen verbinden ihre Standorte mit eigenen, autarken und sicheren Netzen. Derzeit hinkt Deutschland beim Glasfaserausbau im internationalen Vergleich hinterher. Mit der einzigartigen FAST-Technologie der FAst Opticom AG kommt endlich Tempo in den Glasfaserausbau. Das Verlegeverfahren ermöglicht es, Glasfaserleitungen schnell, kostengünstig und ressourcenschonend in bestehende Abwasserkanäle zu verlegen - und das weitgehend ohne aufwändige Tiefbauarbeiten.

Anfang 2023 hat die Bundesregierung die Gigabitstrategie für Deutschland vorgestellt. Unterbruchsfreier Mobilfunk und schnelles Internet sollen in den Städten und auf dem Land zum Standard werden - und das mit Hochdruck. Allein bis Ende 2025 soll die Zahl der Glasfaseranschlüsse verdreifacht und 50 Prozent der Haushalte und Unternehmen an das Netz angeschlossen werden. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll dann eine flächendeckende Versorgung erreicht sein.

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Für den effizienten Projektverlauf und präzise Ergebnisse sorgt modernste Technik wie dieser Spezialroboter, der die Glasfaserverlegung in nicht begehbaren Kanälen übernimmt. © Leonhard Weiss

Hohe Tiefbaukosten und Bauvorschriften hemmen den Netzausbau
Dass die Ziele so ehrgeizig sind, hängt damit zusammen, dass Deutschland in Sachen schnelles Internet im Vergleich zu seinen europäischen Nachbarn erheblichen Nachholbedarf hat. Laut einem Bericht der EU-Kommission vom September 2023 liegt die Versorgung hierzulande bei 19 Prozent der Haushalte - deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 56 Prozent. Die Gründe, warum die Glasfaserbranche in Deutschland nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen kann, sind vielfältig.

Insbesondere der starke Preisanstieg für Bauprodukte und Dienstleistungen erweist sich als Hemmschuh. Hinzu kommt, dass die im Vergleich zu anderen EU-Ländern strengeren Vorschriften nur eine unterirdische Verlegung von Glasfaserkabeln zulassen. Um Schäden an den empfindlichen Glasfasern durch spätere Bauarbeiten zu vermeiden, dürfen bestimmte Mindesttiefen nicht unterschritten werden. Mit der Verlegetiefe steigen aber bekanntlich Aufwand und Kosten. Kein unbedeutender Faktor, wenn man bedenkt, dass der Kostenanteil des Tiefbaus bei Glasfaserprojekten in der Regel zwischen 80 und 90 Prozent der Gesamtinvestition ausmacht. Allein mit konventionellen Baumethoden dürfte das Ziel des Netzausbaus daher kaum zu erreichen sein.

Als Trasse für die neuen Netzstrukturen der Lichtwellenleiter werden bestehende Abwasserkanäle genutzt. Verlegeprojekte können so deutlich wirtschaftlicher und schneller durchgeführt werden. © Leonhard Weiss

Nutzung von Synergien durch Glasfaserverlegung im Abwasserkanal
Nicht ohne Grund wird daher in den Eckpunkten zur Gigabitstrategie explizit der „verstärkte Einsatz alternativer Verlegetechniken beim Glasfaserausbau“ gefordert. Eine besonders innovative und effiziente Methode stellt das FAST-Verlegeverfahren der Fast Opticom dar, das weitestgehend ohne klassische Tiefbauarbeiten auskommt und stattdessen auf bereits bestehende Infrastrukturen zurückgreift. Als einziger Anbieter in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Dänemark nutzt der Generalunternehmer, der seit 2016 zur renommierten Leonhard Weiss-Gruppe gehört, bestehende Abwasserkanäle als Trasse für die neuen Glasfasernetze.

Je nach Durchmesser und Zustand der Abwasserkanäle werden dazu mit Clips ausgestattete Innen- oder Teilbriden aus V4A-Stahl an der Innenseite der Rohre am Rohrscheitel befestigt. Anschließend werden die LWL-Leerrohre in die Clips eingerastet und der Einzug der FAST-LWL-Kabel kann erfolgen. Der Einbau der LWL-Leerrohre erfolgt in begehbaren Kanälen manuell, in nicht begehbaren Kanälen mit einem speziellen Roboter. Ein nachträglicher Austausch von Kabelsträngen ist jederzeit möglich. Selbstverständlich werden bei diesem minimalinvasiven Verfahren die Belange der Kanalnetzbetreiber in besonderem Maße berücksichtigt.

Die aus V4A-Edelstahl gefertigten FAST-Leerrohre sind spiralförmig gewellt und schützen die empfindlichen Lichtwellenleiter vor mechanischen Einwirkungen und Nagetierverbiss. © Leonhard Weiss

FAST bietet klare Vorteile gegenüber dem klassischen Tiefbau
Von der Zeit- und Kostenersparnis über die Planungssicherheit bis hin zur Nachhaltigkeit: Wer sich für das FAST-Verlegeverfahren entscheidet, profitiert auf allen Ebenen. Mit einer Verlegeleistung von bis zu 250 Metern pro Tag hält die FAST-Technologie, was ihr Name verspricht. Durch den schnellen und witterungsunabhängigen Ausbau ist FAST zudem deutlich wirtschaftlicher als herkömmliche Verfahren.

Der Roboter verlegt an der Rohrwandung sogenannte Innenbriden, die zur Aufnahme der FAST-Leerrohre dienen. © Leonhard Weiss

Geringere Baustellenkosten und ein geringerer Aufwand für das Verkehrsmanagement durch temporäre Baustellen führen dazu, dass FAST-Projekte deutlich kostengünstiger sind. Da auf bestehende und entsprechend dokumentierte Infrastruktur zurückgegriffen wird, sind die Kosten zudem genau kalkulierbar. Böse Überraschungen durch Altlasten im Boden haben keinen Einfluss auf Planung und Kosten. Auch die Umwelt profitiert von FAST. Bestehende, intakte Flächen müssen nicht aufgebaggert werden. Es entstehen weniger Staus, der Einsatz von Maschinen und Baustoffen von Leonhard Weiss  wie Asphalt wird reduziert. Dadurch verbessert sich die CO2-Bilanz jeder Baumaßnahme mit dem FAST-Verfahren deutlich.

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