Aufbereitungsanlage

Max Kandler,

Dreifache Power für Baustoffrecycling in Süddeutschland

Die Max Wild GmbH mit Sitz in Berkheim, das Ulmer Unternehmen Schwenk sowie der Transport- und Logistikdienstleister Auto-Mann GmbH & Co. planen den gemeinsamen Bau einer nassmechanischen Aufbereitungsanlage am Standort der Auto-Mann-Niederlassung in Offingen im Landkreis Günzburg. Die Anlage soll im Zweischichtbetrieb betrieben werden und eine jährliche Aufbereitungskapazität von bis zu 250.000 Tonnen mineralischen Bodenaushubs sowie Gleisschotters erreichen. Ziel ist die Herstellung hochwertiger Recyclingbaustoffe für den regionalen Markt.

Die nassmechanische Aufbereitungsanlage reinigt künftig auch in Offingen Gleisschotter und gering belasteten Bodenaushub. © Max Wild GmbH

Die drei beteiligten Unternehmen Max Wild, Schwenk und Auto-Mann sind mittelständisch geprägt und regional verankert. Vertreten werden sie durch Markus Wild, Joachim Kainz und Christian Mann. Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung ist vorgesehen, die jeweiligen Kompetenzen in einem Joint Venture zu bündeln. Damit soll ein Beitrag zur regionalen Rohstoff- und Ressourcenschonung geleistet und das Baustoffrecycling in Süddeutschland weiterentwickelt werden.

Nassmechanische Aufbereitungsanlage in Offingen

Die geplante nassmechanische Aufbereitungsanlage in Offingen ist auf eine Jahreskapazität von 250.000 Tonnen ausgelegt. Durch den Einsatz der Anlage könnten jährlich rund 1,7 Hektar landwirtschaftlich genutzter Kiesflächen eingespart werden. Im Großraum Günzburg sind die Böden überwiegend sand- und kieshaltig. Diese Materialien werden bislang häufig für Verfüllmaßnahmen verwendet und stehen damit der Kreislaufwirtschaft nicht mehr zur Verfügung. Mithilfe der nassmechanischen Aufbereitung sollen Sande und Kiese aus regionalem Bodenaushub zurückgewonnen und erneut dem Sand- und Kiesmarkt zugeführt werden.

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„Ich freue mich sehr über die Partnerschaft mit Max Wild und SCHWENK, zwei starken Playern im Baustoffrecycling“, so Christian Mann, Geschäftsführer der Auto-Mann GmbH & Co. Die Vorplanung für die neue nassmechanische Aufbereitungsanlage in Offingen im Landkreis Günzburg soll Anfang 2026 beginnen. Nach Erteilung der Genehmigung wird von einer Bauzeit von etwa eineinhalb Jahren ausgegangen.

Dreifache Kompetenz, dreifache Kapazität

Die geplante nassmechanische Aufbereitungsanlage in Offingen ist auf eine Jahreskapazität von 250.000 Tonnen ausgelegt. © Max Wild GmbH

Für Auto-Mann wäre die Anlage in Offingen die erste nassmechanische Aufbereitungsanlage des Unternehmens. Auto-Mann mit Sitz in Blaubeuren und einer Niederlassung in Offingen ist überregional als Hersteller von Bodensubstraten sowie als Dienstleister im Bereich Bahnumschlag und Verpackung von Schüttgütern tätig. Für Schwenk handelt es sich um die zweite Anlage, die gemeinsam mit Max Wild realisiert wird. Derzeit entsteht unter dem Dach der SW Baumineralik Donau Iller GmbH & Co. KG in Achstetten bei Laupheim eine weitere nassmechanische Aufbereitungsanlage, deren Inbetriebnahme für Mai/Juni 2026 vorgesehen ist.

Mit dem Projekt in Offingen würde Max Wild bereits die dritte nassmechanische Aufbereitungsanlage errichten. Seit dem Jahr 2020 betreibt das Unternehmen auf dem firmeneigenen Entsorgungszentrum in Eichenberg bei Berkheim eine entsprechende Anlage und zählt damit zu den frühen Anwendern dieser Technologie im Baustoffrecycling. „Wir waren eines der ersten deutschen Bauunternehmen, das auf Baustoffrecycling im großen Stil gesetzt hat“, betont Markus Wild.

Gemeinsam mit den bestehenden nassmechanischen Aufbereitungsanlagen in Eichenberg und Achstetten würde sich durch die Anlage in Offingen die gesamte Recyclingkapazität der Partnerunternehmen auf rund 750.000 Tonnen pro Jahr erhöhen. „Bei Schwenk sehen wir die Aufbereitung mineralischer Baustoffe als wesentlichen Bestandteil der Kreislaufwirtschaft. Umso mehr freut es mich, dass wir jetzt eine weitere nassmechanische Aufbereitungsanlage planen. Gemeinsam mit Max Wild und Auto-Mann wollen wir die regionale Recyclingquote weiter erhöhen“, so Joachim Kainz, der bei Schwenk für die Sparte Kreislaufwirtschaft & Recycling verantwortlich ist.

Der Standort Offingen bei Günzburg verfügt über eine verkehrsgünstige Anbindung an die Autobahn A8. Darüber hinaus ist ein leistungsfähiger Bahnanschluss vorhanden. Ergänzend zur nassmechanischen Aufbereitung ist geplant, über diesen Anschluss auch Natursande sowie weitere Rohstoffe für die regionale Versorgung umzuschlagen.

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