Tradition trifft Innovation
Zukunftsfähige Sanierung: Mit Lehm und Naturbo zu gesundem Raumklima
In Markkleeberg bei Leipzig entsteht derzeit ein Vorzeigeprojekt für nachhaltiges Bauen: die Sanierung der AHF Grund- und Oberschule.
Während das „Hinterhaus“, ein Stahlleichtbau aus den Siebzigerjahren, bereits fertiggestellt und wieder in Betrieb genommen wurde, laufen die Arbeiten im denkmalgeschützten „Vorderhaus“ noch auf Hochtouren. Rund 5,6 Millionen Euro fließen in das Projekt – eine Investition in die Zukunft, die weit über Architektur hinausgeht. Denn mit den verbauten naturbo-Lehmbauplatten profitieren die Schüler künftig von einem Raumklima, das Lernen erleichtert und Gesundheit schützt.
Die „Platte“ als Zeugnis der Baugeschichte
Die Sanierung schreibt Baugeschichte fort. Typenbauten wie die „Platte“ oder der „Leipzig Typ 3“ prägten über Jahrzehnte das Stadtbild der DDR – von Großwohnsiedlungen bis hin zu Schulgebäuden. Auch in Markkleeberg diente ein solcher Typenbau ab 1977 als Ingenieurschule für Energiewirtschaft. Heute wird er, gemeinsam mit einem denkmalgeschützten Schulbau aus den 1950er-Jahren, von der Bildungs-Bau Genossenschaft in eine moderne Lernumgebung verwandelt. Dabei gilt das Prinzip: „Was wir erhalten können, wird erhalten.“
Lehm als Baustoff für Nachhaltigkeit und Klimaschutz
Die Bauherrschaft setzt bewusst auf ökologische Materialien. Über 2.300 Quadratmeter Wand- und Deckenflächen werden mit dem naturbo-Lehmputztrockenbausystem ausgestattet. Die Produkte – darunter naturbo clima, naturbo therm und die naturbo Innendämmplatten – schaffen nicht nur ein angenehmes Raumklima, sondern reduzieren langfristig Betriebskosten.
Lehm gilt als Naturbaustoff mit einzigartigen Eigenschaften: Er reguliert Luftfeuchtigkeit, speichert Wärme und unterstützt damit aktiven Klimaschutz. Gerade im Schulbau eröffnet er Chancen, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen – mit gesunden, energieeffizienten Räumen für kommende Generationen.
Das perfekte Zusammenspiel von Energie und Baustoffen
Die nachhaltige Strategie zeigt sich auch in der Gebäudetechnik. Im Hinterhaus wurde die gesamte Elektroanlage erneuert, das Flachdach erhielt eine Dämmung, eine neue Abdichtung und eine Photovoltaikanlage. Fossile Energieträger gehören der Vergangenheit an: Eine moderne Luft-/Wasser-Wärmepumpe ersetzt den alten Ölkessel, unterstützt durch eine Gastherme als Backup.
Für die Wärme- und Kälteversorgung sorgt das naturbo therm Flächenheizsystem in Wand und Decke. Das Besondere: Die Lehmbauplatten ermöglichen nicht nur behagliches Heizen, sondern auch eine natürliche Kühlung – ohne energieintensive Klimaanlage. So bleibt das Temperaturniveau in den Klassenzimmern ganzjährig angenehm.
„Naturprodukte sind unser Fundament“ – Interview mit Daniela Schörner
Kurzinterview mit Daniela Schörner, Vorständin der Bildungs-Bau e.G.:
Frau Schörner, wie kam es, dass Sie sich für naturbo entschieden haben?
„Unser Energieberater gab uns den Hinweis und empfahl uns den Einbau der Wandheizungsplaten von naturbo. Nachdem wir den Geschäftsführer Michael Weihele auf unserer Baustelle kennengelernt hatten und erlebten, mit was für einer Begeisterung er uns das Produktportfolio von naturbo vorstellte, war unsklar, dass diese Produkte zu unserem Projekt passen. Wir entschieden uns für naturbo therm 30 im Hinterhaus; naturbo therm 70 im denkmalgeschützten Vorderhaus. Uns begeistern diese Produkte immer wieder von Neuem: eine Dämmplate, plus Heizung, plus Kühlung und schallschützendem, klimatisch einwandfreiem Lehmfinish – alles in einem! Was will man mehr?“
Was konkret bewirken die naturbo-Produkte in Ihrem Schulhausprojekt?
„Wir gestalten und bauen unsere Schulgebäude nach drei Prinzipien. Erstens: Wir belassen im Bestand alles, was sich irgendwie sinnvoll erhalten lässt, denn Nachhaltigkeit bedeutet auch, nicht alles rauszureißen, Müll zu produzieren und Ressourcen zu verschwenden. Zweitens: Wir bauen so wenig Technik wie möglich ein, weshalb wir auch auf eine Lüftungsanlage verzichten. Naturbo eröffnet uns die Chance, die Räume ohne Klimaanlage mit dem Wandheizungssystem zu kühlen, wodurch wir im Sommer eine gute Kühlung erzielen. Zusätzlich sind die Fenster mit Stellmotoren versehen und Innentüren mit mechanischen Öffnungen, um die Nachtkühle zum Querlüften nutzen zu können. Und drittens: Wir legen großen Wert auf Ökologie und damit auf Naturprodukte – und dazu gehört neben Holz auch der Naturbaustoff Lehm.“
Lehm im Schulbau – ein Modell für die Zukunft
Das Projekt in Markkleeberg zeigt beispielhaft, wie sich Nachhaltigkeit, Umweltschutz und innovative Gebäudetechnik verbinden lassen. Mit dem Einsatz von Lehm und naturbo-Produkten entstehen Räume, die ökologische Verantwortung und pädagogischen Anspruch vereinen. Damit wird deutlich: Der Mauerwerksbau der Zukunft denkt Klimaschutz mit – und schafft Orte, die für kommende Generationen lebenswert sind.
















