Mauerwerksbau

Deutscher Ausschuss für Mauerwerk in Berlin gegründet

Die Baubranche hat eine neue Plattform, auf der das zusammenläuft, was für die Anwendung des modernen Mauerwerksbaus – vom Wohnhaus bis zur Gewerbeimmobilie – relevant ist: Der Deutsche Ausschuss für Mauerwerk (DAfM) wurde jetzt in Berlin gegründet.

Mauerwerksbau: Deutscher Ausschuss für Mauerwerk in Berlin gegründet
Die Mitglieder der Gründungsversammlung des Deutschen Ausschusses für Mauerwerk (DAfM) in Berlin.

Das Spektrum der mehr als 30 Gründungsmitglieder ist breit: von Wissenschaftlern und Baustoffherstellern über Bauingenieure, Händler und Verarbeiter bis zu Bauaufsicht und Bauherren. Die Mitglieder der Gründungsversammlung wählten Dr. Ronald Rast von der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) zum Vorsitzenden des DAfM-Vorstands. Seine Stellvertreter sind Michael Hölker vom Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und Prof. Dr.-Ing. Carl-Alexander Graubner von der Technischen Universität Darmstadt (Institut für Massivbau).

Anwendungsforschung fördern

Wichtiges Ziel, so der DAfM-Vorstand, ist es, die Wissenschaft und Anwendungsforschung auf dem Gebiet des Mauerwerksbaus zu fördern, um daraus wiederum anwenderfreundliche Richtlinien und praxisnahe Ausführungsregelungen zu generieren. „Der Deutsche Ausschuss für Mauerwerk ist das Kompetenzgremium für den Mauerwerksbau. Es geht in erster Linie darum, das Bauen mit Ziegeln, Kalksandsteinen, Porenbeton- und Leichtbetonsteinen ständig weiter zu optimieren. Bauherren, Bauwirtschaft, Baustoffindustrie, Bauaufsicht, Wissenschaft sowie Beratende Ingenieure und Prüfingenieure ziehen dabei an einem Strang. Das im DAfM formierte Know-how nutzen wir, um relevante Kriterien für den Mauerwerksbau von morgen zu definieren und um so neue Qualitätsdimensionen für diese – insbesondere für den Wohnungsbau so wichtige – Bauart zu erreichen“, sagte Dr. Ronald Rast. Der Deutsche Ausschuss für Mauerwerk gründete sich als gemeinnütziger Verein. Seine Gründung geht auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) zurück.

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Es gehe darum, den Mauerwerksbau national und international als sichere, nachhaltige, wirtschaftliche und moderne Bauweise zu behaupten. Nach dem Betonbau ist der Mauerwerksbau national im Wohnungs- und Nichtwohnbau die am zweithäufigsten angewendete Bauweise. Im Wohnungsbau ist Mauerwerk mit rund 73 Prozent Marktanteil der Wandbaustoff Nummer 1. „Moderne Ansprüche in der Planung und Verarbeitung mit zunehmend digitaler Bautechnik sowie in der Gebäudenutzung – vom Komfort für die Nutzer über die niedrigsten Instandhaltungsaufwendungen für die Betreiber bis zur Klimafreundlichkeit für alle – stehen dabei im Fokus“, so Rast.

Austausch zur Schaffung von Richtlinien

Der Ausschuss werde seine Arbeits- und Forschungsergebnisse mit anderen Verbänden, Organisationen und Institutionen austauschen. Insbesondere auch, um diese für die Optimierung von bestehenden Merkblättern und für die Schaffung neuer Richtlinien und Schriftenreihen zu nutzen. So will der Ausschuss Ergebnisse von wissenschaftlichen Untersuchungen öffentlich machen. „Transparenz ist wichtig, um dem Mauerwerksbau innovative Impulse zu geben. Der Deutsche Ausschuss für Mauerwerk ist Richtlinienentwickler, Motor für die Anwendungsforschung, Praxiskoordinator und natürlich auch ‚Branchen-Thinktank‘ und Informationsstelle. Immer mit dem Ziel, den Mauerwerksbau ständig zu verbessern“, so der Vorsitzende der DAfM, Ronald Rast.

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