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Artikel und Hintergründe zum Thema

38. Rohrleitungsforum Oldenburg:

Kai Ingmar Link,

Zukunftsfähige Strategien für Abwasser- und Regenwassernetze

Das 38. Rohrleitungsforum zeigt praxisnah, wie Tief- und Tunnelbau, Rohrbau und Digitalisierung Netze für die Zukunft sichern.

Zukunftsfähige Abwasserentsorgung im Fokus: Beim 38. Oldenburger Rohrleitungsforum diskutieren Fachleute über Strategien für zukunftsfähige Kanalnetze – von Niederschlagswasser- und Schwammstadt-Konzepten über die Sanierung alter Leitungen bis hin zu Digitalisierung, smarten Tools und nachhaltiger Materialwahl. © Juan-Enrique - istockphoto.com

Alte und neue Infrastrukturen im Fokus

Am 5. und 6. Februar 2026 trifft sich die Branche in den Weser-Ems-Hallen zum 38. Oldenburger Rohrleitungsforum, das unter dem Leitmotiv „Alt und Neu – Strategien für Netze von morgen“ steht. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Lösungen für Abwasser- und Regenwassermanagement, die sowohl bestehende Infrastruktur modernisieren als auch neue Anforderungen durch Klimawandel und Urbanisierung berücksichtigen. Die Veranstaltung bringt Fachleute aus Tief- und Tunnelbau, Rohrbau, Kommunen, Ingenieurbüros und Forschung zusammen, um Strategien für einen zukunftsfähigen Netzausbau zu diskutieren.

Niederschlagswasser neu denken

Ein Schwerpunkt gilt der Bewirtschaftung von Niederschlagswasser in urbanen Räumen. Innovative Ansätze zeigen, wie Regenwasser dezentral zurückgehalten, kanalisiert und gleichzeitig städtebaulich integriert werden kann. Beispiele wie nachrüstbare Rückhalte- und Versickerungssysteme verdeutlichen, wie Überflutungsrisiken minimiert werden und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der bestehenden Netze gesteigert wird. Hier zeigt sich das Motto des Forums besonders deutlich: traditionelle Methoden werden mit neuen, intelligenten Lösungen kombiniert, um Netze nachhaltig zu sichern.

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Urbane Kanalnetze zwischen Tradition und Innovation

Die Veranstaltung beleuchtet auch die Weiterentwicklung bestehender Kanalnetze. Strategische Planungswerkzeuge wie GIS-gestützte Anwendungen erlauben eine transparente Auswertung von Kapazitäten, Zuständen und Risiken. So werden Entscheidungen in Planung, Bau und Verwaltung fundiert und nachvollziehbar. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei grabenlosen Sanierungsverfahren wie Schlauchlinern, Pipe-Eating- und Keyhole-Verfahren, die Leitungen im laufenden Betrieb erneuern und den Straßenraum minimal belasten.

Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit

Neben der Substanzerhaltung stehen Aspekte der Arbeitssicherheit und nachhaltige Bauweisen im Fokus. Themen wie Instandhaltung von Asbestzementrohren, THG-Bilanzen und Lebenszyklusvergleiche zeigen, dass Rohrbau heute weit über die reine Funktionalität hinausgeht. Strategien für langfristige Instandhaltung, Materialwahl und Kreislaufwirtschaft prägen die Diskussionen und geben Bauunternehmen konkrete Leitlinien für die Praxis.

Digitalisierung als Querschnittsthema

Das Forum unterstreicht die Rolle digitaler Methoden für ein vernetztes Arbeiten im Rohrbau. Sensorik, georeferenzierte Baudokumentation, digitale Netzkataster und KI-gestützte Kanalinspektionen ermöglichen eine datengetriebene Instandhaltungsstrategie. Schäden werden automatisch klassifiziert, Prioritäten transparent und Ergebnisse direkt in die digitale Planung integriert. So werden Bau- und Betriebsprozesse eng miteinander verzahnt – ein entscheidender Vorteil für Unternehmen im Tief- und Tunnelbau.

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