54. Großseminar
VDBUM: Treffpunkt der Zukunftsgestalter
Anfang Februar lud der VDBUM ein: Das 54. Großseminar verband Fachwissen, Austausch und politische Einordnung in einer Phase vorsichtiger Erholung der Branche.
Unter dem Motto "Brücken bauen – Zukunft gestalten!" veranstaltete der Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V. (VDBUM) sein 54. Großseminar. Rund 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Baubranche wurden zu diesem alljährlichen Ereignis erwartet. Der Zeitpunkt war dabei ganz bewusst gewählt: Erstmals seit mehreren Jahren zeichnet sich ein Anstieg des Bauvolumens ab, gleichzeitig bleiben Fachkräftemangel, Kostendruck und politische Rahmenbedingungen zentrale Themen.
Zum Auftakt öffnete die Fachausstellung mit über 100 Ausstellern aus Bau-, Umwelt- und Maschinentechnik. Sie bildete den kommunikativen Mittelpunkt zwischen den Seminarräumen und bietet Raum für Austausch, Diskussionen und Praxisdialoge. Begleitet wird das Großseminar von den Partnern Hochtief, Kiesel und Wirtgen Group, die sowohl fachlich als auch bei den Abendveranstaltungen präsent waren. Auch der Nachwuchs kam nicht zu kurz: Studierende und Meisterschüler erhielten kostenlosen Zugang.
Inhaltlich setzte der VDBUM auf sechs Schwerpunkte, darunter Trassenbau, Straßen- und Brückenbau, Digitalisierung und BIM, Abbruch und Recycling sowie Werkstatt und Logistik. Rund 50 Fachvorträge zeigten praxisnahe Lösungsansätze und technologische Entwicklungen. Ein Höhepunkt war die Podiumsdiskussion "Brücken bauen – Zukunft gestalten!" mit Vertretern aus Wirtschaft und Infrastruktur, moderiert von Alexandra von Lingen. Selbstverständlich thematisierten die Veranstalter auch die Rolle der Politik. Insbesondere mit dem Fokus auf freigegebene Infrastrukturprojekte.
Der Verband pflegte außerdem seine Traditionen und verlieh den 13. Förderpreis des VDBUM. Prof. Dr.-Ing. Jan Scholten widersprach dabei klar dem Vorwurf mangelnder Innovationskraft: "Glauben Sie mir, soviel sei verraten, das ist auch in diesem Jahr wieder alles andere als kalter Kaffee!" Er betonte, dass Innovationen in der Branche nur dann greifen, wenn sie echten Nutzen böten: "Für ‚nice to have features‘ ist unsere Branche zu ernsthaftig."
Abgerundet wurde das Großseminar durch den "Tag der Arbeitskreise", an dem aktuelle Ergebnisse vorstellte und neue Themen anstieß. Das VDBUM-Großseminar 2026 verstand sich damit einmal mehr als zentrale Plattform für Wissenstransfer, Vernetzung und strategische Impulse für die Baubranche.











