Aktion BauZukunft:
„Neuem Gebäudemodernisierungsgesetz fehlt es an Klarheit für den Neubau“
Nach langen Verhandlungen hat die Bundesregierung jetzt Eckpunkte für das Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) vorgelegt:
Insbesondere soll die viel diskutierte Vorgabe der ehemaligen „Ampel-Regierung“, wonach neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, entfallen.
„Die Fertigbau-Branche begrüßt das politische Signal für mehr Technologieoffenheit, zugleich stehen wir als Pionier für nachhaltiges Bauen weiter für die konsequente Nutzung erneuerbarer Energien. Auch deshalb fehlt es dem Eckpunktepapier an Klarheit für den Neubau“, sagt Mathias Schäfer, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF).
„Laut der Europäischen Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) dürfen neue Gebäude in Europa ab 2030 keine Emissionen aus fossilen Brennstoffen mehr verursachen. Daher muss die Bundesregierung jetzt klar benennen, was ein zukunftssicherer Gebäudebestand leisten soll – und zwar technisch, wirtschaftlich und über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Ein resilienter Neubau ist Teil der Lösung, dafür erwarten wir Rahmenbedingungen, die Neubau und Wohneigentum auch über 2030 hinaus wirtschaftlich sichern. Es muss für Bauherren verlässlich planbar sein, in die eigenen vier Wände zu investieren und dabei Emissionen einzusparen. Wer sich für nachhaltiges Bauen etwa in Holz-Fertigbauweise entscheidet, sollte gefördert und nicht durch noch mehr Bürokratie und zusätzliche Kosten ausgebremst werden“, so Schäfer. Das serielle und modulare Bauen biete dafür bereits große Potenziale, die allerdings aufgrund regulatorischer Hindernisse noch zu wenig ausgeschöpft würden.
Neue Wege aus der Baukrise
Deutschland steht im Jahr 2025 vor einer seiner tiefgreifendsten wirtschaftlichen Herausforderungen: der anhaltenden Baukrise. Was sich schon in den Vorjahren abzeichnete, hat sich nun zu einem Flächenbrand entwickelt – mit dramatischen Folgen für Wohnungsbau, Infrastrukturprojekte und den sozialen Zusammenhalt. Bauunternehmen bremsen Investitionen, Projekte werden gestrichen, Mieter suchen vergeblich nach bezahlbarem Wohnraum. Die Krise ist nicht länger ein Problem einzelner Branchen – sie ist ein gesamtgesellschaftliches Thema geworden.
Chancen für die Bauwirtschaft
Die Baubranche durchlebt derzeit eine ungewöhnlich Krise, die viele Unternehmen mit Sorgen und Unsicherheit erfüllt. Die Ursachen sind vielfältig: Angefangen bei einer schwächelnden Konjunktur bis hin zu politischen Unsicherheiten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Aufträge zu erfüllen und gleichzeitig die Zukunft ihrer Mitarbeitenden zu sichern. In dieser Zeit der Krise möchte das Baugewerbe Magazin die Stimme der Bauunternehmen stärken und hat die Aktion BauZukunft ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, den Unternehmen ein Forum zu bieten, um ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu kommunizieren.
Die Zukunft der Baubranche: Elektrische Antriebe und innovative Lösungen
Alternative Antriebe sind nur eine Initiative der Baubranche, trotz Krise neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Elektro-Motoren, Wasserstoffmotoren und Hybridantriebe werden immer mehr entwickelt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und CO2-Neutralität zu erreichen. Doch damit stößt der Innovationsgeist der Branche noch lange nicht am Ende.
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