BayWa stellt Aufsichtsrat neu auf:
Personalien und Governance als Teil der Transformation
Mit neuen Personalien im Aufsichtsrat richtet BayWa sein Management neu aus und stärkt die Führungsstrukturen für die Zukunft der Baustoffe-Geschäfte.
Transformation als organisatorische Aufgabe
Die BayWa AG treibt ihre unternehmensweite Transformation konsequent voran und bezieht dabei auch die eigene Führungsstruktur ein. Neben operativen Maßnahmen rückt zunehmend die Organisation des Aufsichtsrats in den Mittelpunkt. Ziel ist es, das Gremium stärker an den Anforderungen des laufenden Sanierungs- und Erneuerungsprozesses auszurichten und damit verlässliche Rahmenbedingungen für das Management zu schaffen. Gerade für Geschäftsfelder wie Baustoffe, in denen Marktveränderungen und Kostendruck zusammenwirken, gewinnen klare Entscheidungswege und eindeutige Verantwortlichkeiten an Bedeutung.
Personalien als Signal für Neuausrichtung
Im Zuge dieser Entwicklung kommt es zu mehreren personellen Veränderungen. Auf Kapitalseite haben Michael Höllerer und Monika Hohlmeier ihren Rücktritt zum 31. März 2026 angekündigt, Monique Surges wird ihr Mandat zum 30. Mai 2026 niederlegen. Bereits zuvor war Wolfgang Altmüller aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden; seine Position übernahm Dr. Bernd Köhler. Auch Wilhelm Oberhofer legte sein Mandat Ende 2025 nieder, für ihn wurde Wolfgang Völkl in das Gremium berufen. Diese Personalien markieren eine Phase gezielter Erneuerung, in der Erfahrung und neue Perspektiven miteinander verbunden werden sollen.
Struktur und Zusammensetzung des Gremiums
Nach den jüngsten Veränderungen besteht der Aufsichtsrat derzeit aus 15 Mitgliedern. Drei Sitze sollen zeitnah neu besetzt und durch die Hauptversammlung 2026 bestätigt werden. Zudem stellt sich Wolfgang Völkl, der im Dezember gerichtlich bestellt wurde, der Wahl durch die Anteilseigner. Damit wird die personelle Neuordnung formell abgeschlossen und in die regulären Wahlprozesse überführt. Für das Management der BayWa bedeutet dies, dass die strategische Begleitung künftig auf einer breiter erneuerten Basis erfolgt.
Kompetenzprofile für komplexe Märkte
Parallel zu den Personalentscheidungen hat der Aufsichtsrat ein aktualisiertes Kompetenzprofil verabschiedet. Dieses bildet künftig die Grundlage für die Auswahl neuer Mitglieder. Berücksichtigt werden dabei insbesondere Fachkenntnisse in den Bereichen Landwirtschaft, Bauen und Wohnen sowie Handel, ergänzt um Kompetenzen in Marketing, Vertrieb, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Für die Sparte Baustoffe ist diese Ausrichtung von besonderer Relevanz, da technische Entwicklungen, Logistik und Kundenanforderungen enger miteinander verzahnt werden müssen.
Neue Wahlzyklen und Governance-Strukturen
Ein weiterer Schritt betrifft die formale Organisation des Gremiums. Ab 2028 wird ein rotierendes Wahlsystem eingeführt, bei dem jährlich zwei Mitglieder neu gewählt werden. Gleichzeitig verkürzt sich die Amtszeit von fünf auf vier Jahre. Die dafür notwendige Satzungsänderung wurde bereits auf der Hauptversammlung 2025 beschlossen. Ergänzend dazu hat der Aufsichtsrat seine internen Abläufe angepasst, unter anderem durch eine Absenkung der Schwellenwerte für zustimmungspflichtige Geschäfte des Vorstands. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Entscheidungsprozesse transparenter und kontrollierbarer zu gestalten.
Bedeutung für das Management der Baustoffe-Geschäfte
Für Bauunternehmer und Geschäftspartner ist die Entwicklung nicht nur ein formaler Vorgang. Die Neuordnung des Aufsichtsrats beeinflusst mittelbar die strategische Ausrichtung der BayWa, insbesondere in den Bereichen Baustoffe und Handel. Klare Governance-Strukturen schaffen die Voraussetzung dafür, dass operative Entscheidungen schneller und auf fundierter Basis getroffen werden können. Damit wird der Aufsichtsrat zu einem aktiven Bestandteil des Transformationsprozesses und nicht nur zu dessen Beobachter.
Erneuerung als langfristiger Prozess
Die aktuellen Schritte zeigen, dass BayWa den Umbau nicht als kurzfristige Maßnahme versteht, sondern als langfristige Aufgabe. Personalien, Kompetenzprofile und Wahlmodalitäten greifen ineinander und formen ein neues Führungsverständnis. Für die Bauwirtschaft ist dies ein Beispiel dafür, wie Managementstrukturen an veränderte Marktbedingungen angepasst werden können. Die Entwicklung des Aufsichtsrats steht damit sinnbildlich für den Anspruch, Organisation, Strategie und operative Geschäftsfelder wie Baustoffe enger miteinander zu verbinden und auf Zukunftsfähigkeit auszurichten.












