Infrastruktur in Deutschland
Verkehr im Fluss dank Hochtief
Mit dem Ausbau der Autobahn A59 und der Erneuerung des Autobahnkreuzes Duisburg nimmt eins der derzeit anspruchsvollsten Straßenbauprojekte Gestalt an.
Der 450-Millionen-Euro-Auftrag steht exemplarisch für die Herausforderungen moderner Verkehrsinfrastruktur:
Die Autobahn A59 zählt zu den wichtigsten Verkehrsadern im westlichen Ruhrgebiet. Täglich rollen hier tausende Pendlerströme und Schwerlasttransporte. Genau hier setzt das Projekt "Berliner Brückenzug" an: Auf rund 2 Kilometern Länge wird die Autobahn sechsspurig ausgebaut. Gleichzeitig entsteht ein neu gestaltetes Autobahnkreuz mit der A40. Auftraggeber ist die Autobahn des Bundes, die den Zuschlag an eine Arbeitsgemeinschaft unter technischer Federführung von Hochtief vergeben hat. Partner sind Max Bögl, SEH Engineering, Zwickauer Sonderstahlbau und Plauen Stahl Technologie. Der Projektanteil von Hochtief liegt bei rund 145 Millionen Euro.
Die Fertigstellung für Herbst 2029 vorgesehen. Herzstück ist ein Brückenzug aus fünf Einzelbauwerken mit insgesamt 1,8 Kilometern Länge. Die Konstruktionen überspannen nicht nur Ruhr und Rhein-Herne-Kanal, sondern auch ein Hafenbecken, eine hochfrequentierte Bahntrasse der Deutschen Bahn sowie einen Stadtpark. Zusätzlich erhält das Autobahnkreuz Duisburg eine neue Verkehrsführung mit zusätzlichen Überführungen und leistungsfähigeren Anschlussbeziehungen.
Juan Santamaría Cases, Vorstandsvorsitzender von Hochtief, ordnet den Auftrag ein: "Wir freuen uns, dass wir bei diesem Großprojekt mit unserer Erfahrung einen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur im Ruhrgebiet leisten können." Diese Erfahrung ist vor Ort bereits sichtbar. Seit 2020 ist Hochtief in unmittelbarer Nähe mit dem Neubau der A40-Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp befasst. Darüber hinaus realisiert das Unternehmen gemeinsam mit Partnern den Ausbau der A1-Rheinbrücke zwischen Köln und Leverkusen sowie den achtspurigen Ausbau des A1-Kreuzes Leverkusen.
Das Projekt zeigt, wie komplex moderner Autobahn- und Straßenbau geworden ist: technische Schnittstellen, enge Zeitfenster, hohe Sicherheitsanforderungen und enorme verkehrliche Bedeutung. Hochtief profitiert dabei von seiner Kernkompetenz in Brücken-, Tunnel- und Verkehrsinfrastrukturprojekten. Vor dem Hintergrund des vom Bundestag genehmigten 500-Milliarden-Euro- Infrastrukturfonds sieht sich das Unternehmen gut positioniert. Der Auftragsbestand deutscher Projekte hat sich in den vergangenen drei Jahren auf 5,2 Milliarden Euro nahezu verdoppelt.












