alternative Antriebe
MAN Truck sieht Offensive beschleunigt
Mit dem MAN hTGX bringt MAN Truck & Bus serienreife Wasserstoff-Lkw auf die Straße und macht damit alternative Antriebe greifbar.
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger präsentierte im MAN Truck Forum ein neues Förderprogramm, das den Hochlauf von Wasserstoff-Nutzfahrzeugen unterstützen soll.
Das Fahrzeug kombiniert die Robustheit eines klassischen Verbrennungsmotors mit lokalem Zero-Emission-Betrieb. Der Wasserstoff-Verbrennungsmotor H45 basiert auf dem D38 Dieselaggregat und wird im Motoren- und Batteriewerk Nürnberg gefertigt. Mit einer Reichweite von rund 600 Kilometern, einem 700-bar-Tank mit 56 Kilogramm Fassungsvermögen und einer Betankungszeit von unter 15 Minuten bietet der hTGX eine praxisnahe Lösung für den täglichen Schwerlastbetrieb.
Dennis Affeld, Vorsitzender der Geschäftsführung von MAN Truck & Bus Deutschland, betont: "Unser Fokus im Bereich Zero Emission liegt klar auf der Elektromobilität, aber für spezielle Anwendungen ist der Wasserstoff-Verbrenner eine hervorragende Ergänzung. Mit der Übergabe des ersten MAN hTGX an unseren Kunden WTK und dem Besuch von Minister Aiwanger zeigen wir: Die Technik ist da, MAN ist bereit. Allerdings müssen die Betriebskosten – also der Kilogrammpreis für grünen Wasserstoff – noch deutlich sinken, damit die Fahrzeuge wettbewerbsfähig werden – auch ohne Förderprogramme."
Praktischer Einsatz
Kürzlich erhielt das Logistikunternehmen WTK den ersten MAN hTGX. Die Geschäftsführer Thomas und Jan Stratmann sowie der ehemalige Geschäftsführer Jörn Stratmann setzen den Wasserstoff-Lkw unmittelbar im Speditionsalltag ein. Damit wird sichtbar: Wasserstofffahrzeuge sind bereits heute einsatzfähig und können Schwerlasttransporte zuverlässig bewältigen.
Ergänzung zum eTruck
Produziert wird der hTGX in den Achsvarianten 6 x 2 und 6 x 4. Das Fahrzeug ergänzt die batterieelektrischen MAN-eTrucks und richtet sich an Kunden, die auf alternative Antriebe setzen, ohne auf Nutzlast, Reichweite und Flexibilität verzichten zu wollen. Für Transporte in Regionen mit noch unzureichender Ladeinfrastruktur oder bei speziellen Transportaufgaben bietet der Wasserstoff-Lkw eine sinnvolle, emissionsfreie Alternative.
Politik, Praxis und Perspektive
Der Besuch von Minister Hubert Aiwanger im MAN Truck Forum machte deutlich, wie eng Politik, Industrie und Praxis miteinander verzahnt sind, um die Transformation im Transport- und Bauwesen voranzutreiben. Förderprogramme sollen die Einführung von Wasserstoff-Lkws beschleunigen.
Die Zukunft der Baubranche: Elektrische Antriebe und innovative Lösungen
Alternative Antriebe sind nur eine Initiative der Baubranche, trotz Krise neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Elektro-Motoren, Wasserstoffmotoren und Hybridantriebe werden immer mehr entwickelt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und CO2-Neutralität zu erreichen. Doch damit stößt der Innovationsgeist der Branche noch lange nicht am Ende.
Neue Wege aus der Baukrise
Deutschland steht im Jahr 2025 vor einer seiner tiefgreifendsten wirtschaftlichen Herausforderungen: der anhaltenden Baukrise. Was sich schon in den Vorjahren abzeichnete, hat sich nun zu einem Flächenbrand entwickelt – mit dramatischen Folgen für Wohnungsbau, Infrastrukturprojekte und den sozialen Zusammenhalt. Bauunternehmen bremsen Investitionen, Projekte werden gestrichen, Mieter suchen vergeblich nach bezahlbarem Wohnraum. Die Krise ist nicht länger ein Problem einzelner Branchen – sie ist ein gesamtgesellschaftliches Thema geworden.
Chancen für die Bauwirtschaft
Die Baubranche durchlebt derzeit eine ungewöhnlich Krise, die viele Unternehmen mit Sorgen und Unsicherheit erfüllt. Die Ursachen sind vielfältig: Angefangen bei einer schwächelnden Konjunktur bis hin zu politischen Unsicherheiten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Aufträge zu erfüllen und gleichzeitig die Zukunft ihrer Mitarbeitenden zu sichern. In dieser Zeit der Krise möchte das Baugewerbe Magazin die Stimme der Bauunternehmen stärken und hat die Aktion BauZukunft ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, den Unternehmen ein Forum zu bieten, um ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu kommunizieren.












