Haltbare Innovation
Ford - robust und nachhaltig
Insbesondere im Auslieferungsverkehr, wenn Ford-Fahrzeuge von Stopp zu Stopp eilen, multipliziert sich die Anzahl der Gangwechsel schnell um ein Vielfaches.
Um den Kurieren die Arbeit zu erleichtern und die Einsatzzeiten des Transporters weiter zu steigern, haben Produktionsingenieure aus dem Getriebewerk von Ford in Köln-Niehl zusammen mit Forschungsteam eine bemerkenswerte Innovation ausgetüftelt: Ihr Induktionswerkzeug ermöglicht die thermische Härtung von Synchronringen bei 820 Grad Celsius auf besonders gleichmäßige Weise. Bemerkenswert: Das Tool wird im 3D-Druck aus Kupfer gefertigt.
Damit betritt Ford technologisches Neuland: Zwar bestand dieses Werkzeug schon davor aus Kupfer, doch nun nutzt das Ford-Team den Werkstoff erstmals im 3D-Druckverfahren. Statt aus zehn besteht das Werkzeug dadurch nur noch aus einem einzigen Teil und muss nicht mehr gelötet werden. Die damit hergestellten Synchronringe für das Getriebe des Ford Transit sind robuster und zeichnen sich durch geringeren Verschleiß aus.
Auch die Transit-Kunden profitieren in Form eines spürbar präziseren Schaltkomforts. Ford hat diese besondere Kölner Ingenieursleistung nun mit dem diesjährigen Henry Ford Technology Award (HFTA) im Bereich "Fertigung" gewürdigt. Ford verleiht diese Auszeichnung seit 1981 jährlich an Mitarbeiter, die mit Innovationen einen außergewöhnlichen Beitrag zur Technologie-Führerschaft des Unternehmens leisten.
"Wir haben vor einer besonderen Herausforderung gestanden, denn Kupfer zählt nicht zu den Materialien, die üblicherweise für den 3D-Druck zum Einsatz kommen", erläutert Stefan Zimmermann, Leiter Produktion und Anlagentechnik des Kölner Getriebewerks. "Aber unser Team war fest entschlossen, die schwierige Aufgabe zu lösen. Mit der jetzt gefundenen Lösung erkennen wir einen klaren Vorteil für unsere Kunden, der im täglichen Gebrauch des Ford Transit einen spürbaren Unterschied macht, genauso wie über eine längere Nutzungsdauer."
Ford Pro setzt die innovative Fertigungstechnologie bereits seit 2022 für den Transit ein. In Zukunft könnte sie eine noch größere Rolle spielen und auch für die nächste Generation von Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen. Die Herstellung von Autoteilen und Produktionswerkzeugen im 3D-Druck reduziert das Abfallaufkommen und verbessert die CO2-Bilanz des Herstellungsprozesses. Der benötigte Strom wird regenerativ erzeugt unter anderem von großflächigen Solaranlagen auf den Dächern der Kölner Werkshallen.
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 12_23.












