EPS- und XPS-Abfälle
Swissporr isoliert Häuser mit recyceltem Abfall
801 Tonnen EPS- und XPS-Abfälle recycelte der Dämmstoffhersteller Swisspor im Jahr 2024 zu Sekundärrohstoff für EPS-Dämmplatten. Genug, um über520 neue Einfamilienhäuser ökologisch zu isolieren.
Seit 1998 sammelt der Verband epsSwiss EPS- und XPS-Abfälle (expandiertes und extrudiertes Polystyrol) aus Rückbauten, Baustellenabschnitten, Industrie und Privathaushalten – allein 2024 waren es 1.440 Tonnen. Diese Abfälle werden mit einer flächendeckenden Logistik in das Swisspor-Recyclingzentrum (seit 2021 die zentrale Annahmestelle für den gesamten Schweizer EPS-Rücklauf) in Boswil, Kanton Aargau, befördert. Dort werden sie sortiert, zerkleinert, gereinigt, kompaktiert und zu Polystyrol-Granulat sowie EPS-Beads verarbeitet – dem Sekundärrohstoff für neue EPS-Dämmplatten.
Zu 95 Prozent recyclebar
So wird Abfall zum zirkulären, nachhaltigen und ressourcenschonenden Baustoff. Der auf Schweizer PS (Polystyrol) basierende Dämmstoff ist gemäß KBOB (Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren in der Schweiz) derzeit die kostengünstigste und ökologischste Alternative.
EPS ist der einzige Dämmstoff, der in der Schweiz zurzeit zu 95 Prozent recycelt werden kann. Das bedeutet: 95 Prozent der gesammelten Abfälle werden als hochwertiger EPS-Sekundärrohstoff wiederverwendet. Im Vergleich zur Produktion von neuem Dämmmaterial werden dadurch rund 3,2 Millionen Kilogramm CO2-Emissionen eingespart.
Auch die Sammelmenge wächst deutlich: 2024 nahm sie gegenüber dem Vorjahr um 32 Prozent zu und hat sich seit 2021 verdoppelt. Schweizer EPS-Dämmungen entwickeln sich stetig weiter, sind laut Herstellerangaben derzeit die umweltfreundlichste Wahl und weisen gemäß KBOB tiefere Umweltauswirkungen auf als andere registrierte Dämmstoffe. Zudem spare eine gute Isolation Heizenergie und reduziert Treibhausgasemissionen.
Diese Erfolge zeigen, wie wichtig das Engagement des Verbandes epsSwiss und von Swisspor ist, um gemeinsam eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe voranzutreiben.
Dieser Artikel erschien zuerst in der Dezember-Augabe des Baugewerbe Magazins.












