Servicegesellschaft Deutsches Handwerk

Jessica Stütz,

Das Mobilitätsportal für das Handwerk

Ralf Baumeister ist Geschäftsführer der Servicegesellschaft Deutsches Handwerk © SDH

Um Handwerkern attraktive Konditionen beim Fahrzeugerwerb anbieten zu können, gründete Ralf Baumeister 2011 die Servicegesellschaft Deutsches Handwerk (SDH). Welche Idee dahintersteckt bzw. welche Vorteile sich für Interessenten ergeben, erläutert er im Gespräch mit uns.

mikado: Herr Baumeister, was genau bietet die Servicegesellschaft Deutsches Handwerk an?

Ralf Baumeister: Die SDH ist ein Mobilitätsportal fürs Handwerk. Wir vermitteln Handwerksbetrieben Sonderkonditionen beim gewerblichen Fahrzeugkauf und -leasing durch Rahmenabkommen mit über 25 führenden Automobilherstellern. Das Angebot umfasst ein breites Spektrum an Pkw und Nutzfahrzeugen - von Verbrennern über Hybrid- bis hin zu Elektrofahrzeugen.

Viele Handwerksbetriebe nutzen bei der Anschaffung von Verbrennern bereits die Abrufscheine der SDH. Warum sollten sie sich jetzt mit dem Thema Elektromobilität auseinandersetzen?

Die Elektromobilität wird sich langfristig durchsetzen. Batterien sind leistungsfähiger, günstiger und langlebiger geworden, die Ladeinfrastruktur wird kontinuierlich ausgebaut. Laut Bundesnetzagentur waren zum 1. Dezember 2024 154 037 öffentliche Ladepunkte in Betrieb, was einem Zuwachs von ca. 23 Prozent im Vergleich zu 2023 entspricht. Bei Schnellladepunkten gab es sogar einen Zuwachs von 39 Prozent. Auch das Angebot an leichten Nutzfahrzeugen ist mittlerweile sehr breit. Vor allem im urbanen Bereich sind E-Fahrzeuge bereits eine wirtschaftlich und praktisch sinnvolle Alternative. Um den Umstieg auf Elektroautos attraktiver zu gestalten, hat z. B. die Bayerische Staatsregierung beschlossen, diese teilweise von Parkgebühren zu befreien. Künftig sollen Elektro-, Hybrid- und Brennstoffzellenfahrzeuge auf öffentlichen Verkehrsflächen in ganz Bayern für die ersten drei Stunden keine Parkgebühr zahlen. In Kraft treten soll die Regelung laut Staatskanzlei Anfang April 2025. In einigen Städten wie München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg dürfen E-Autos schon jetzt für zwei Stunden gebührenfrei geparkt werden.

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Oft gibt es Vorbehalte gegenüber der Wirtschaftlichkeit von E-Fahrzeugen. Wie sehen Sie das?

Der höhere Anschaffungspreis schreckt manche ab, aber ein Blick auf die Gesamtkosten lohnt sich. Dank gesunkener Anschaffungspreise, geringerer Energie- und Wartungskosten sowie steuerlicher Vorteile liegen E-Fahrzeuge im Gesamtkostenvergleich inzwischen gleichauf mit Verbrennern. Allein über den Kraftstoffverbrauch lässt sich bares Geld sparen. Um es einfach zu machen, gehen wir von folgendem Beispiel aus: Ein Dieseltransporter verbraucht ca. 10 Liter auf 100 km. Bei einem durchschnittlichen Preis von ca. 1,70 Euro pro Liter sind dies Kosten von 17 Euro. Bei der Elektrovariante im Vergleich sind die reinen Kosten bei 30 kWh Verbrauch und einen durchschnittlichen Preis von 35 Cent spürbar niedriger. Es stellt sich daher eher die Frage – warum nicht jetzt mit einem ersten Fahrzeug in die Elektromobilität einsteigen und die Angebote von der SDH nutzen, um die Investitionskosten zu senken?

Wenn Sie den Holzbaubetrieben eine klare Empfehlung geben müssten – warum wäre gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für den Einstieg in die Elektromobilität?

Weil die Rahmenbedingungen selten so günstig waren. Neben finanziellen Vorteilen durch Nachlässe und Steuervergünstigungen gibt es ein breites Fahrzeugangebot, das nahezu alle Handwerksbereiche abdeckt, teilweise mit Reichweiten von bis zu 350 km. Zudem steigen die Anforderungen an umweltfreundliche Mobilität, sei es durch gesetzliche Vorgaben oder Kundenerwartungen. Wer frühzeitig umstellt, sichert sich nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern positioniert seinen Betrieb zukunftssicher im Wettbewerb.

Vielen Dank für das sehr interessante Gespräch!

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