Jahrestagung des 81fünf-Netzwerks
Intensiver Austausch und wertvolle Impulse
Netzwerke sind wichtig, um einen offenen und zielführenden Austausch ermöglichen. Die Jahrestagung der 81fünf bot dazu Ende September in Leipzig den passenden Rahmen. Über 120 Teilnehmer nutzten den Raum, um drei Tage lang über ihre Themen zu sprechen und zu diskutieren.
Neben dem zentralen Veranstaltungsort am Leipziger Gewandhaus wurden bewusst verschiedene Orte der Stadt mit in das Programm eingebunden, um Begegnungen und Kennenlernen auch in ungezwungener Atmosphäre zu fördern. Der Austausch untereinander ist ein wesentlicher Bestandteil des Netzwerks, in dem sich Zimmereien, Holzbau-Unternehmen und Planungsbüros zusammengeschlossen haben, um gemeinsam den nachhaltigen Holzbau voranzutreiben.
Im Fokus der diesjährigen Tagung stand der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Holzbau. Experten wie der Architektur-Blogger Eric Sturm und der Marketingexperte Robert Seeger beleuchteten aus unterschiedlichen Perspektiven die neuen Möglichkeiten, die KI-Technologien bieten. Beide betonten: KI entwickelt sich zu einer neuen Kulturtechnik, die jedoch ohne menschliches Eingreifen und eine gezielte Steuerung keinen echten Mehrwert liefert. Die Technik ist vielversprechend, aber der Mensch gibt ihr erst den richtigen Rahmen.
Professor Maximilian Lude betonte bei seinem Vortrag die Bedeutung von Familienunternehmen. Laut Lude genießen inhabergeführte Betriebe mit Familientradition ein besonders hohes Vertrauen in der Bevölkerung, ohne dass Innovation und Tradition sich dabei ausschließen. Gerade im Holzbau-Bereich, in dem viele Unternehmen eine lange Familiengeschichte haben, werden diese Werte gelebt.
Thomas Elster zeigte sich besonders erfreut darüber, dass viele inhaltliche Impulse direkt aus dem Kreis der Partner stammten. „Unser Ziel ist es, Angebote zu schaffen, die den Arbeitsalltag unserer Partner widerspiegeln. Daher ist es uns immer wichtig, ihre eigenen Entwicklungen und Erfahrungen in den Mittelpunkt zu stellen“, erklärte Elster. So nutzten die Planer des Netzwerks die Jahrestagung, um neue Ansätze zur Zusammenarbeit zwischen Planung und Fertigung vorzustellen. Kooperationen sind entscheidend, um die Marktdurchdringung des Holzbaus – gerade bei größeren Projekten – weiter zu stärken.
Um einen Austausch in besonders kompakter Form ging es beim Business-Speeddating der 81fünf. In kleinen Gruppen und mit vorgegebenen Zeiten trafen Holzbau-Partner auf Vertreter der Industrie. „Alle kommen direkt zum Punkt und der konstruktive Austausch zum Beispiel über Eigenschaften eines neuen Produkts kann sofort starten“, sagte Daniel Kuhn von der 81fünf über dieses bewährte Format.
Am Abschlusstag der Tagung widmete sich Gerd Prause vom Planungsbüro Prause dem Thema Unternehmerpersönlichkeit und Krisenbewältigung. Prause hob hervor, dass sich Unternehmer heute mit ökologischen, sozio-ökonomischen und kulturellen Krisen auseinandersetzen müssen. Gerade Unternehmen hätten die Chance, nicht in einer passiven Rolle zu verharren, sondern gestaltend zu reagieren, so Prause.
Die diesjährige Jahrestagung des 81fünf-Netzwerks spiegelte die Offenheit und Bereitschaft zum Austausch wider, die von den Partnern besonders intensiv gepflegt wurde. „Eine starke Gemeinschaft bringt uns inhaltlich und menschlich in jeder Situation am besten voran“, zog Thomas Elster ein positives Fazit des Treffens.









