Wirtschaft und Politik
Koalitionsvertrag: Holz- und Dachbranche zufrieden
Der Deutsche Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR) begrüßt die im Koalitionsvertrag angekündigten Vorhaben im Baubereich. Gerade der Baubereich zeigt aus Sicht des DHWR vielversprechende Ansätze. DHWR-Präsident Erwin Taglieber erklärt: „Besonders der Fokus auf CO2-Vermeidung und die Nennung von modularen Bauweisen sind wichtige Signale. Denn nur so lässt sich die Nachfrage nach bezahlbarem und nachhaltigem Wohnraum in den Griff bekommen. Vorgefertigte Bauweisen aus Holz bieten die Lösungen für die angekündigten Pläne.“ Auch die geplanten Maßnahmen zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsprozessen sind aus Sicht des DHWR richtig und dringend notwendig.
Aufstockungen und Dachausbau
Positives Echo auch vom Dachflächenfensterhersteller Velux: „Die im Koalitionsvertrag angekündigte umfassende Novellierung des Baugesetzbuchs und die Vereinfachung der Genehmigungsverfahren sind ein wichtiger Schritt, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen – dazu gehört auch die Erschließung von Wohnraumpotenzial durch Aufstockungen und Dachausbauten. Bei der Baurechtsreform sollte die effizientere Nutzung bestehender Gebäude priorisiert werden. Dachaufstockungen und -ausbauten könnten zum Beispiel quartiersweise oder stadtweit ohne Änderungen des Bebauungsplans ermöglicht werden, damit Genehmigungsverfahren beschleunigt werden“, sagt Matthias Mager, Geschäftsführer Vertrieb Velux Deutschland.
EU-Gebäuderichtlinie
Zufrieden ist auch Silke Stehr, Geschäftsführerin und Sprecherin der Geschäftsführung Velux Deutschland: „Die EU-Gebäuderichtlinie legt klare Ziele für energieeffizientes Bauen fest. Besonders die Vorgaben für Innenraumklima – mit verbindlichen Grenzwerten für CO₂, Temperatur und Luftqualität – ab 2026 sind ein entscheidender Schritt in Richtung gesunde Wohnräume. Deutschland sollte diese Vorgaben nicht auf die lange Bank schieben, sondern zügig und ambitioniert umsetzen. Eine verzögerte Umsetzung gefährdet nicht nur den Gesundheitsschutz, sondern auch die Innovationskraft der Bauwirtschaft. Wir brauchen jetzt klare Leitplanken und Verbindlichkeit für gesundes Wohnen der Zukunft.“











